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München und Berlin - Im Schatten von Arjen Robben und Franck Ribéry geht der Abschied von Rafinha beim FC Bayern fast etwas unter. Sein Weggefährte Manuel Neuer würdigt den Brasilianer.

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Das Mikrofon lehnte er ab. Stattdessen genoss Rafinha still die Sprechchöre der Bayern-Fans auf dem Marienplatz - und klopfte sich dabei immer mit seiner rechten Hand auf die Brust.

Der Kämpfer mit Herz kehrt den Bayern nach acht Jahren den Rücken. Im Schatten des Endes der Ära "Robbery" ging dieser Tage der Abschied des Brasilianers beim Rekordmeister fast ein wenig unter.

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Anders als Franck Ribéry und Arjen Robben waren Rafinha ein paar letzte Minuten auf dem Platz nicht vergönnt. Verlässt der Brasilianer Münchner daher etwa im Frust?

"Nein", sagte sein langjähriger Weggefährte Manuel Neuer, "für ihn ist es traurig, dass unsere Wege nicht mehr gemeinsam weitergehen".

Neuer: Rafinha "bester Fußballfreund"

Auch Neuer geht der Abschied seines "besten Fußballfreunds" nah. "Aber wenn man wirklich befreundet ist, dann spielt es keine Rolle, ob der Atlantik zwischen uns liegt", betonte der Torhüter.

13 Jahre waren Neuer und Rafinha Teamkollegen, erst beim FC Schalke 04, seit 2011 beim FC Bayern. "Ich habe so schöne Zeiten mit ihm erlebt", erinnerte sich Neuer.

Aber nicht nur auf dem Platz verstehen sich die beiden gut. "Ich war bei seiner Hochzeit dabei und kenne seine Familie sehr gut", erklärte Neuer. "Man redet natürlich viel über Arjen und Franck, das sind ganz tolle Menschen und wirklich tolle Fußballer, dennoch wird für mich persönlich der schwerste Abschied natürlich der von Rafinha sein. Alles, was ich erreicht habe, habe ich mit Rafinha erreicht."

Neuer sichert sich Rafinhas Trikot

Daher sicherte sich der Nationaltorhüter nach dem Pokalsieg in Berlin gegen RB Leipzig auch eine ganz besondere Trophäe: das letzte Trikot von Rafinha.

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Gerne hätte der Außenverteidiger es sicher auch noch einmal auf dem Platz getragen, doch auch ohne einen letzten Einsatz konnte sich Rafinha über das Double ausgelassen freuen.

"Es geht aber nicht immer um Titel oder Pokale, sondern um Freundschaft", hatte der 33-Jährige bereits unter Tränen bei seiner Abschieds-PK vor anderthalb Wochen an der Säbener Straße betont.

Noch ist offen, wo Rafinha seine Karriere fortsetzt. Manuel Neuer wird den weiteren Weg seines Kumpels aber wohl interessiert verfolgen.