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Mit dem Pokal-Aus gegen Bremen kassiert Borussia Dortmund einen emotionalen Rückschlag. Werder ist gefühlsmäßig im Ausnahmezustand. Die Stimmen zum Pokal-Drama.

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Borussia Dortmund scheitert in einem dramatischen Elfmeterschießen, Werder Bremen zieht nach packender Aufholjagd ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. 

Nach dem turbulenten 7:5 (3:3; 1:1; 1:1) fasst SPORT1 die Stimmen in der ARD, bei Sky, aus der Mixed Zone und auf der Pressekonferenz zusammen:

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Max Kruse (Werder Bremen): "Die Emotionen heute sind der Wahnsinn. Meine Stimme ist fast weg. Wir haben es uns total verdient."

(zu seinem entscheidenden Elfmeter): "Zweifel habe ich nicht. Ich habe in der Liga und im Pokal bislang alle Elfer reingemacht."

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(zu Werders Zielen in dem Wettbewerb): "Jetzt schauen wir mal auf die Auslosung und dann wollen wir weiter nach Berlin."

(zum Spiel): Wir haben heute sicher auch nicht alles richtig gemacht. Aber heute zählte einfach auch, dass wir uns reinbeißen, dass wir das Messer zwischen die Zähne nehmen und egal wie in die nächste Runde einziehen. Wir haben in der 119., 120. Minute das 3:3 gemacht. Das interessiert morgen keinen mehr. Wir haben nie aufgegeben. Wir hatten einen sehr guten Torhüter beim Elferschießen hinten drin. Deswegen haben wir gewonnen."

Eric Oelschlägel (Torwart BVB): "Es war emotional. Die Jungs haben mir gut zugesprochen und mich motiviert. Ich hatte ein paar gute Aktionen, insgesamt war es ein positives Ergebnis für mich. Unterm Strich ist es aber sehr ärgerlich. Und im Moment überwiegt die Enttäuschung."

(zu seinem Gemütszustand): "Im Moment ist noch alles relativ frisch, sodass man es noch nicht ganz wahrnimmt oder verarbeiten kann. Aber ich denke, das wird im Laufe der nächsten Stunden passieren, wenn man drüber nachdenkt. Auf jeden Fall ist es ein Tag, den ich nicht vergessen werde."

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Florian Kohfeldt (Trainer Werder): "Ich hatte schon ruhigere Abende. Auch wenn es dramatisch war, sind wir der verdiente Sieger. Es gab einige schwierige Situationen in der Verlängerung. Wir hatten in letzter Zeit viele Spiele, wo wir am Ende nicht gewonnen haben, aber heute haben wir es endlich durchgezogen und es zu Ende gebracht."

(über seinen Ex-Keeper Oelschlägel, der für den BVB im Tor stand): "Ohne Oeler hätten wir schon in der regulären Spielzeit gewonnen. Mit ein, zwei Tagen Abstand wird er den Abend für sich genießen können. Wir hatten mal ein Erlebnis, da lag er verletzt in der Kabine... Er hat es sich durch harte Arbeit verdient.

(über die Erkenntnisse): "Wichtig war, dass wir an den Plan geglaubt haben, den Kopf behalten haben. Wir müssen nicht jede Woche über 120 Minuten diese Leidenschaft auf den Platz bringen. Was wir heute mitnehmen können, ist diese Cleverness. Die war wichtig heute. Das kannst du über die gesamte Saison transportieren. Je mehr von diesen Spielen du spielst, desto mehr wirst du auch erfolgreicher werden, davon bin ich absolut überzeugt. Jeder kann sich sicher sein: Wir lernen. Und wir versuchen, schnell zu lernen."

Lucien Favre (Trainer BVB): "Es war klar, dass es schwer werden würde. Schade, dass wir nach dem 3:2 das 3:3 nicht verhindern konnten."

(zur Frage, warum der BVB zwei Führungen hergegeben hat): "Manchmal liegt es an 50 Zentimetern, eine falsche Bewegung."

(über Torwart Oelschlägel): "Es war okay. Es ist nicht einfach für ihn. Er war überrascht zu spielen. Plötzlich musst du vor 81.000 Zuschauern spielen. Seine Leistung war ganz okay. Wir hoffen, dass Bürki und Hitz am Wochenende wieder zur Verfügung stehen."

(über den verletzten Reus): "Wir wissen nichts. Aber er hat etwas gespürt. Es wäre dumm, dann mit ihm weiterzuspielen. Wir hoffen, dass er Samstag spielen kann. Jetzt können wir es noch nicht definitiv sagen. Hoffen wir, dass es nicht schlimm ist."

(über die Folgen des Pokal-Aus): "Wir werden das Spiel analysieren. Es gibt trotzdem viel Positives. Wir machen das 1:1, das 2:1, das 3:2. Das war okay. Schade, das ist Pokal. Wir sind nicht mehr da. Leider."

Claudio Pizarro (Werder): "Im Pokal waren viele Spiele so (verrückt, d. Red.), aber heute war es etwas Besonderes für uns. Denn am Samstag haben wir nicht so gut gespielt. Heute haben wir gekämpft bis zum Ende und eine gute Einstellung gehabt und die Tore gemacht. Das ist sehr wichtig für uns."

(über seinen Zustand:) "Ich habe eine gute Vorbereitung gemacht. Ich fühle mich ganz gut und hoffe, dass ich mehr spielen kann. Das war sehr wichtig für uns heute. Das war Wahnsinn, für uns, für die Fans, in so einem Stadion gegen eine super Mannschaft. Ich glaube, wir haben es verdient, in die nächste Runde zu kommen."

Mario Götze (BVB): "Im Endeffekt haben wir drei Tore gemacht nach 120 Minuten, das muss normalerweise zu Hause reichen. Es war heute sehr, sehr bitter in der Summe - und dann auch noch im Elfmeterschießen zu verlieren. Es war ein gebrauchter Abend."