Michael Gregoritsch feiert seinen Siegtreffer für den FC Augsburg
Michael Gregoritsch feiert seinen Siegtreffer für den FC Augsburg © Getty Images
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Kiel - Der FC Augsburg hat bei Holstein Kiel im Achtelfinale des DFB-Pokals kaum was zu bestellen, siegt jedoch dank eines späten Geistesblitzes von Fredrik Jensen.

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Gewackelt, aber nicht gefallen: Bundesligist FC Augsburg ist seiner Favoritenrolle gegen Zweitligist Holstein Kiel spät noch gerecht geworden und ist ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Dank des erlösenden Treffers von Michel Gregoritsch (85.) nach starker Vorarbeit von Fredrik Jensen setzte sich die Mannschaft von Trainer Manuel Baum im Achtelfinale nach einer Zitterpartie auswärts beim Zweitliga-Fünften mit 1:0 (0:0) durch.

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Augsburg steht damit zum zweiten Mal nach 2010 in der Runde der letzten Acht. Damals gelang den Fuggerstädtern sogar der Einzug ins Halbfinale.

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Khedira: "Viel zu wenig"

FCA-Mittelfeldspieler Rani Khedira war sich des Glücks seiner Mannschaft beim Sprung in die nächste Runde bewusst.

"Das war viel zu wenig von uns. Das Gute ist aber, dass wir weiter sind. Das zählt", sagte der Bruder von Ex-Weltmeister Sami Khedira.

Sein Abwehrkollege Kevin Danso zog dann auch Zuversicht für die kommenden Aufgaben aus dem Erfolg: "Das zeigt unsere Qualität, dass wir auch solche Spiele gewinnen."

Nach der Verpflichtung von Jens Lehmann als Co-Trainer gelang Augsburg damit der zweite Sieg in Serie, nachdem dem Bundesliga-15. am vergangenen Sonntag gegen den FSV Mainz 05 bereits ein Befreiungsschlag in der Liga gelungen war.

Kiel vergibt Chancen en masse

Trotz des erfolgreichen Pokal-Auftritts konnten Baum und Co. aber kaum Selbstvertrauen für den Kampf gegen den Abstieg sammeln. In Kiel war der FCA lange das schlechtere Team - die Störche vergaben aber auch beste Chancen.

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"Wir sind der Bundesligist, da ist es natürlich der Anspruch, sich gegen einen Zweitligisten durchzusetzen", hatte Baum vor der Partie gesagt, musste vor 11.198 Zuschauern sein Team aber auch verletzungsbedingt auf fünf Positionen verändern.

Unter anderem standen Jonathan Schmid (Adduktoren) sowie Alfred Finnbogason, der Dreifach-Torschütze vom Sieg gegen Mainz, nicht zur Verfügung. Dafür kamen Neuzugang Reece Oxford und der allerdings überforderte Felix Götze in der jungen FCA-Abwehr zu ihren Startelfdebüts.

In einer zunächst munteren Partie versteckten sich die Kieler deshalb auch keineswegs. Der Underdog versuchte immer wieder, über die quirligen Kingsley Schindler und Masaya Okuwaga Druck zu machen - und Augsburg wirkte durchaus beeindruckt.

Schindler an den Pfosten

Doch Schindler vergab die erste zwingende Chance der Gastgeber: Der 25-Jährige legte nach schnellem Umschalten den Ball zwar an Gregor Kobel vorbei, traf aber nur den Pfosten (36.). Götze wurde anschließend durch Kostas Stafylidis ersetzt.

Auch danach gingen die Hausherren durch Jonas Meffert (41.), Alexander Mühling (45.), Janni-Luca Serra (52.) und Okugawa (55.) viel zu leichtfertig mit ihren guten Möglichkeiten um. (Das Achtelfinale des DFB-Pokals im Überblick)

Matchwinner Gregoritsch

So blieben die Augsburger, die nur noch über Konter Nadelstiche zu setzen versuchten, länger als eigentlich verdient im Spiel. Umso glücklicher sorgte Gregoritsch, der eine feine Einzelleistung von Jensen veredelte, fünf Minuten vor Ende der Verlängerung für die Entscheidung zugunsten der Gäste.