Schalke 04 steht im Achtelfinale des DFB-Pokals
Schalke 04 steht im Achtelfinale des DFB-Pokals © Getty Images

Der FC Schalke rettet sich gegen den 1. FC Köln ins Achtelfinale. RB Leipzig behält im Konzern-Duell die Oberhand, der SC Freiburg scheidet überraschend bei Holstein Kiel aus.

von Sportinformationsdienst

1. FC Köln - FC Schalke 04 6:7 n.E.

Nach mehr als sechseinhalb Stunden hat der kriselnde Vizemeister Schalke 04 seine Torlos-Serie beendet und ein frühes Aus im DFB-Pokal verhindert. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Der Bundesliga-15. setzte sich in der zweiten Runde nach einer lange erschreckend schwachen Leistung bei Zweitligist 1. FC Köln glücklich mit 6:5 im Elfmeterschießen durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte die Begegnung 1:1 (1:1, 0:1) gestanden.

Der eingewechselte Nabil Bentaleb (89., Handelfmeter) erzielte den ersten Treffer der Königsblauen nach 395 Pflichtspielminuten. Mark Uth sicherte dem Team von Trainer Domenico Tedesco im siebten Durchgang des Elfmeterschießens den Einzug ins Achtelfinale.

RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim 2:0

Torjäger Timo Werner hat sich bei Trainer Julian Nagelsmann eindrucksvoll für die Aufgaben in der gemeinsamen Zukunft empfohlen und RB Leipzig ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. 

Beim 2:0 (0:0) gegen den vom künftigen RB-Coach Nagelsmann betreuten Ligarivalen TSG Hoffenheim erzielte der eingewechselte Nationalspieler beide Tore (48./56.).

Damit bescherte Werner auch Leipzigs Coach Ralf Rangnick den Sieg im intensiv geführten Duell mit dessen Wunschtrainer, der den Posten bei RB zur Saison 2019/20 antritt. Rangnick bleibt Sportchef.

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Es war Nagelsmanns erster Auftritt in Leipzig seit der Bekanntgabe des Wechsels nach Sachsen. Dass er RB nicht die erste Niederlage seit über einem Monat zufügte, lag vor allem am bärenstarken Werner.

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3

Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den MSV Duisburg kein Land gesehen und schlittert immer tiefer in die Krise.

Das Team von Trainer Jeff Saibene unterlag dem Ligarivalen auf der heimischen Alm mit 0:3 (0:3) und kassierte damit die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Folge.

John Verhoek (12.), Fabian Schnellhardt (39.) und Cauly Oliveira-Souza (45.) trafen für den MSV, der als Tabellen-Vorletzter im Unterhaus noch einmal drei Plätze hinter den Ostwestfalen rangiert.

Holstein Kiel - SC Freiburg 2:1

Böses Erwachen im hohen Norden: Der SC Freiburg ist nach einer schwachen Vorstellung beim Zweitligisten Holstein Kiel aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Für das Bundesliga-Team von Trainer Christian Streich war nach der verdienten 1:2 (1:1)-Niederlage bereits in der zweiten Hauptrunde Endstation. 

Nils Petersen sorgte vor 9361 Zuschauern für einen Start nach Maß für die Gäste. Bereits nach 43 Sekunden traf der Nationalstürmer freistehend per Kopf zum 1:0.

"Die erste Halbzeit war nicht gut", sagte Petersen, "aber für die zweite kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben das Spiel weitestgehend im Griff und bekommen mit einem Konter das Gegentor."

Holstein glich aber schon in der 26. Spielminute durch Janni Serra aus, der eine präzise Flanke des starken Alexander Mühling verwertete. Kapitän David Kinsombi sorgte schließlich nach feiner Kombination für den Kieler Siegtreffer (79.).

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Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 4:6 n.E.

Lang gezittert, nie aufgesteckt und am Ende nervenstark vom Punkt: Bundesligist 1. FC Nürnberg ist nach einem Wechselbad der Gefühle ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim erbittert kämpfenden Drittliga-Klub Hansa Rostock gewann der Favorit am Mittwoch in der zweiten Runde mit 2:4 im Elfmeterschießen.

Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden. Rostock verpasste somit die Runde der besten 16 (5./6. Februar) zum elften Mal nacheinander. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Tim Leibold ließ mit seinem entscheidenden Versuch vom Punkt das Ostseestadion verstummen. Im Spiel hatten Pascal Breier (35.) per Slapstick-Tor und Jonas Hildebrandt (94.) mit einem direktem Freistoß für Rostock getroffen. Adam Zrelak (90.) und Federico Palacios (103.) glichen zweimal für die Franken aus.

In der Verlängerung schaltete Hansa noch einmal auf Attacke. Der Freistoß von Hildebrandt in den linken Winkel ließ Mathenia nicht einmal zucken, das Stadion eskalierte. Doch Einwechselspieler Federico Palacios brachte die Gäste nach einer starken Einzelleistung wieder ins Spiel und ermöglichte eine spannungsgeladene Schlussphase.

Weiche Flensburg 08 - Werder Bremen 1:5

Zweite Runde? Kein Problem! Bundesligist Werder Bremen ist im Gegensatz zu anderen Top-Teams ganz souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Der sechsmalige Pokalsieger ließ dem tapfer kämpfenden Viertligisten SC Weiche Flensburg keine Chance und siegte ohne Mühe 5:1 (3:1).

"Wir hatten ein klares Ziel und sind sehr froh und erleichtert, es souverän geschafft zu haben", sagte Florian Kainz, der mit dem zwischenzeitlichen 2:1 den Sieg eingeleitet hatte: "Bis auf das Gegentor haben wir nichts anbrennen lassen. Wir haben den Gegner sehr ernst genommen." 

Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (37.), Davy Klaassen (44./Foulelfmeter) und der eingewechselte Martin Harnik (76./80.) trafen für klar überlegene, aber keinesfalls glänzende Bremer. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt war das nie gefährdete Weiterkommen das perfekte Geschenk zum einjährigen Dienstjubiläum auf der Bank der Grün-Weißen.

Die Ergebnisse der 2. Runde im Überblick:

Dienstag, 30. Oktober 

BSG Chemie Leipzig (OL Nordost-Süd) - SC Paderborn 0:3 (0:2)
SSV Ulm (RL Südwest) - Fortuna Düsseldorf 1:5 (1:4)
Hannover 96 - VfL Wolfsburg 0:2 (0:1)
Darmstadt 98 - Hertha BSC 0:2 (0:0)
SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV 0:3 (0:1)
SV Rödinghausen (RL West) - Bayern München 1:2 (0:2)
1. FC Heidenheim - SV Sandhausen 3:0 (2:0)
FC Augsburg - FSV Mainz 05 3:2 (2:2, 1:2) n.V.

Mittwoch, 31. Oktober

Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 2:2 (2:2, 1:0) n.V., 2:4 i.E.
SC Weiche Flensburg (RL Nord) - Werder Bremen 1:5 (1:3)
1. FC Köln - Schalke 04 1:1 (1:1, 1:0) n.V., 5:6 i.E.
Borussia Dortmund - Union Berlin 3:2 (2:2, 1:0) n.V.
Holstein Kiel - SC Freiburg 2:1 (1:1)
Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3 (0:3)
RB Leipzig - TSG Hoffenheim 2:0 (0:0)
Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 0:5 (0:2)