Für den VfB Stuttgart war im DFB-Pokal schon in der ersten Runde Schluss
Aus in Runde 1: Mario Gomez (M.) unterliegt mit dem VfB Stuttgart Angstgegner Hansa Rostock © Imago

Rostock - Auch der VfB Stuttgart scheitert überraschend in der ersten Pokalrunde. Drittligist Hansa Rostock präsentiert sich gegen behäbige Schwaben eiskalt.

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Nach Titelverteidiger Eintracht Frankfurt hat es in der ersten Pokalrunde mit dem VfB Stuttgart den nächsten Bundesliga-Klub erwischt.

Gegen seinen persönlichen Pokalschreck Hansa Rostock verlor der VfB sang- und klanglos mit 0:2 (0:1) und verpatzte den Pflichtspielstart. Die Schwaben gingen damit auch im vierten Pokalduell mit dem aktuellen Drittligisten als Verlierer vom Platz. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Reschke glaubt trotzdem an gute Saison

"Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Es ist total bitter, dass wir so früh raus sind. Aber wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir eine gute Saison spielen werden", sagte Stuttgarts Sportdirektor Michael Reschke bei Sky.

Den Führungstreffer für die Rostocker im Ostseestadion schoss Cebio Soukou in der 8. Minute, vorausgegangen war ein Fehler des Ex-Nationalspielers Holger Badstuber. Danach hatte Stuttgart zwar viel Ballbesitz, doch es fehlte die Durchschlagskraft, um den peinlichen Erstrunden-K.o. abzuwenden. Mirnes Pepic (84.) sorgte für die Entscheidung. (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Das ist unglaublich und kaum zu beschreiben", sagte Rostocks Matchwinner Soukou, der den zweiten Treffer vorbereitet: "Wir werden auf jeden Fall gut feiern."

Alle Infos zur ersten Runde im Volkswagen Pokalfieber am Dienstag, ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

VfB mit vier Neuen - ohne Pavard

Beim VfB saß der französische Weltmeister Benjamin Pavard wegen seines verspäteten Einstiegs ins Mannschaftstraining wie erwartet nur auf der Bank. Von den Neuzugängen schickte Trainer Tayfun Korkut ein Quartett von Beginn an aufs Feld: Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Pablo Maffeo und Nicolas Gonzalez.

Die für viele Millionen Euro neuformierte Stuttgarter Mannschaft wurde jedoch von den Rostockern, die mit zwei Heimsiegen in die Drittliga-Saison gestartet sind, früh überrascht. Nachdem Mario Gomez in der 3. Minute eine Einschusschance liegen ließ, machte es auf der Gegenseite Soukou besser: Der sehr auffällige Offensivspieler gewann das Laufduell gegen den zuvor zögerlichen Badstuber deutlich und vollendete gekonnt per Außenrist.

Stuttgart nur nach Standards gefährlich

Die Stuttgarter bemühten sich daraufhin um den schnellen Ausgleich, doch spielerisch fiel dem großen Favoriten zunächst wenig ein. Gefährlich wurde der VfB fast nur bei hohen Bällen und bei Standards wie beim Freistoß von Dennis Aogo. Kapitän Gomez sah sich früh gezwungen, seine Mitspieler mit lautstarken Anweisungen aufzuwecken. Die Rostocker waren lange Zeit giftiger im Zweikampf, lauffreudiger und setzten über den schnellen Soukou auch einige Konter zur Entlastung.

Nach einer halben Stunde wurden die Gäste immer dominanter und zogen ein Powerplay auf. Einige gute Ansätze wurden allerdings nicht konsequent genug zu Ende gespielt, Rostock verteidigte mit viel Leidenschaft.

Nach dem Wechsel drängte der VfB auf den Ausgleich, ein Kopfball von Gonzalez verfehlte sein Ziel knapp (52.). In der Folge mangelte es dem Spiel der Schwaben an Präzision. Pepic nutzte einen der wenigen Entlastungsangriffe zum zweiten Treffer der Gastgeber.