Kevin-Prince Boateng spielt seit August 2017 bei Frankfurt
Kevin-Prince Boateng spielt seit August 2017 bei Frankfurt © Getty Images

Kevin-Prince Boateng möchte nach seiner Karriere nicht zurück nach Berlin. Frankfurts Leader spricht auch über das Pokalfinale und die Verletzung seines Bruders.

Eintracht Frankfurts Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng kann sich nach dem Ende seiner Karriere keine Rückkehr in seine Heimatstadt Berlin vorstellen.

"Ich bin älter geworden und nicht mehr so der Zentrums-Typ. Ich würde mich lieber zurückziehen und aufs Land gehen", sagte der 31-Jährige, der mit seiner Mannschaft am Samstag das DFB-Pokal-Finale (20 Uhr im LIVETICKER) gegen Bayern München in der Hauptstadt bestreitet.

Stimmung vor Bayern? "Sind schon nervös"

Mit Berlin verbindet Boateng noch viel, "manchmal kommen sogar Erinnerungen hoch, wenn ich nur an einer Tankstelle vorbeifahre", sagte er. Dennoch sei er gleichermaßen froh, dass "es nur für ein paar Tage nach Berlin geht und ich dort dann wieder raus kann".

Auf die Stimmung in der Mannschaft angesprochen, sagte Boateng: "Wir sind schon nervös, versuchen das aber zu vertuschen. Jeder lacht mehr, macht einen Scherz." Das Spiel sei das "I-Tüpfelchen auf der Saison". Niko Kovac denke nicht an "das was kommt, sondern nur an uns. Er will unbedingt diesen Pokal."

So denkt auch Boateng: "Ich will unbedingt diesen Pokal."

Boateng bedauert Ausfall seines Bruders

Dass sein Bruder Jerome bei den Bayern wegen einer noch nicht vollständig auskurierten Muskelverletzung für das Endspiel ausfallen wird, sei "eine traurige Geschichte für die Familie Boateng".

Rein sportlich findet Boateng jedoch Gefallen am Ausfall seines zwei Jahre jüngeren Bruders. "Er ist einer der besten, vielleicht sogar der beste Innenverteidiger der Welt", lobte Boateng.