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Jupp Heynckes warnte eindringlich vor dem SC Paderborn © Getty Images

Der FC Bayern will sich im Viertelfinale des DFB-Pokals keine Blöße geben. Trainer Jupp Heynckes warnt - im zweiten Spiel will Werder Bremen die Werkself ärgern.

Weinheim, Vestenbergsgreuth oder Magdeburg waren gestern: Bayern München will sich im DFB-Pokal am Dienstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) bei Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn keine Blöße geben.

Trainer Jupp Heynckes machte dem klaren Außenseiter vor dem Duell im Viertelfinale erst gar keine Hoffnungen auf eine Sensation gegen den deutschen Rekordmeister.  

"Wir haben große Ambitionen. Eine Mannschaft wie der FC Bayern darf es sich nicht erlauben, mit angezogener Handbremse zu agieren. Wir werden hochmotiviert ins Spiel gehen. Meine Message ist bisher immer angekommen", sagte der 72-Jährige am Montag bestimmt.

Die Aufstellungen:

Darum schont Heynckes auch keine Bayern-Stars, sondern schickt mit seine besten Spieler auf den Platz:

Ulreich - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba - Vidal- T. Müller, James - Robben, Coman - Lewandowski.

Auf der Bank sitzen Starke, Bernat, Rafinha, Rudy, Tolisso, Ribery und Wagner. 

Paderborn-Coach Stefan Baumgart vertraut dagegen auf diese Elf:

Ratajczak - Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch - Wassey, Krauße - Zolinski, Ritter, Antwi-Adjej - Michel

Nach Videostudium am Sonntag warnte Heynckes seine Stars allerdings vor den unbequemen Ostwestfalen. "Sie spielen Angriffsfußball und haben St. Pauli, Bochum und Ingolstadt ausgeschaltet. Das ist ein Gegner, den auch wir sehr ernst nehmen, das wird ein richtiger Pokalfight werden." 

Blamagen gegen unterklassige Teams wie Magdeburg (2000), Vestenbergsgreuth (1994) oder Weinheim (1990) - Heynckes war damals zum ersten Mal Trainer in München - sind lange her. 

Heynckes will kein Risiko eingehen

"Damit befasse ich mich nicht. Das ist eine andere Zeit", betonte der Bayern-Coach deshalb auch. "Das soll auch so bleiben", fügte Kapitän Thomas Müller an: "An der Mentalität und an der Art und Weise, wie wir spielen, sind wir noch nie gescheitert."  

Dass in Paderborn schwierige Platzverhältnisse herrschen, lässt die Bayern kalt. "Anfang Februar wird kein grüner Teppich ausgerollt werden. Es könnte ähnlich wie in Mainz sein", meinte Müller.

Aber dies habe man schon dort beim 2:0 "gut angenommen".  Verzichten müssen die Bayern neben Manuel Neuer und Thiago, der am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll, auf Jerome Boateng (Magen-Darm-Virus). Auch Javi Martinez fehlt wegen leichter Sprunggelenksprobleme.

Im Ligaspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Schalke soll der Spanier wieder dabei sein. Dafür steht der zuletzt erkrankte Arturo Vidal in Paderborn vor der Rückkehr in den Kader.  

Bremen will Leverkusen ärgern

Im zweiten Pokal-Spiel am Dienstag geht Werder Bremen nach dem Last-Minute-Sieg bei Schalke 04 (2:1) mit viel Selbstvertrauen ins Duell mit Bayer Leverkusen (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

"Der Sieg hat uns sehr gut getan, gerade nach den letzten Wochen. Auch um den Weg weiterzugehen, über spielerische Elemente zum Erfolg zu kommen", sagte Trainer Florian Kohfeldt (35): "Das hat uns bestärkt." 

Gegen den Tabellenzweiten vom Rhein rechnen sich die Hanseaten über 90 Minuten viel aus. "Für ein Team gibt es kein 'Danach' mehr, es gibt nur einen Gewinner", sagte Kohfeldt, der Schalke-Matchwinner Zlatko Junuzovic eine Einsatzgarantie gab: "Ich glaube, das liegt uns - auch von der Mentalität. Ich mag das." 

Dass Bayer in bislang sechs Duellen im DFB-Pokal immer an Werder scheiterte, spiele aber "keine Rolle, weder für Leverkusen noch für uns", sagte Kohfeldt: "Aber wir weisen die Spieler darauf hin, welch große, traditionsreiche Bedeutung der DFB-Pokal für unseren Verein hat."

Die Spiele im Überblick:

SC Paderborn - FC Bayern München (Di., 18.30 Uhr)
Bayer Leverkusen - Werder Bremen (Di., 20.45 Uhr)
Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 (Mi., 18.30 Uhr)
FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (Mi., 20.45 Uhr)

TV-Übertragung

Sky überträgt alle Begegnungen des DFB-Pokals live im TV. Dazu sind die Spiele zwischen Leverkusen und Bremen sowie Schalke und Wolfsburg in der ARD im Free-TV zu sehen. SPORT1 präsentiert alle vier Partien im LIVETICKER.

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