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Ex-Nationalspieler Miroslav Klose sagt der aktiven Spielergeneration ein frühes Karriereende voraus. Dafür liefert der DFB-Trainer-Azubi auch Gründe.

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Miroslav Klose hält sich für einen Vertreter einer aussterbenden Spezies.

Erst im Alter von 38 Jahren hatte der Weltmeister im vorigen Sommer seine aktive Karriere beendet. Dass seine Nachfolger ähnlich lang durchhalten, hält der Praktikant von Bundestrainer Joachim Löw für sehr unwahrscheinlich.

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"Wenn man die Generation nach mir sieht mit Philipp Lahm, Basti Schweinsteiger oder Per Mertesacker, dann ist da mit 33, 34 Schluss", sagte er: "Die Generation um Mario Götze kommt zwar auch auf 16, 17 Profijahre. Aber die Jungen werden in den Internaten technisch und taktisch so gut ausgebildet, dass sie einfach früher in den Teich geschmissen werden."

Generation Götze mit rund 30 "ausgelaugt"

Heißt: Die Altersgrenze sinkt Klose zufolge auf einen Wert um die 30 Jahre: "Da bist du dann auch ausgelaugt."

Er selbst hatte im Alter von Timo Werner noch seine Zimmermannslehre abgeschlossen und war erst anschließend Profi geworden. "Heute bin ich schon froh, wenn die Jungs vor der Profilaufbahn die Schule fertig bekommen", sagt er.

Die Spieler würden  "in jungen Jahren wirklich gehypt, meiner Meinung nach zurecht, weil sie gute Talente sind". Dabei gelte es aber, geerdet zu bleiben. Klose versucht das den Nationalspielern in Russland vorzuleben: "Mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, ist für mich das Wichtigste."

Klose: Leben im Hotel wird zur Last

Den Schlussstrich unter seine eigene Profikarriere hat der WM-Rekordschütze nach eigenem Befinden zur rechten Zeit gezogen. "Wenn du 38 bist und du spielst immer, dann kannst du dich überwinden, von Jahr zu Jahr zu denken", erklärt er.

"Aber wenn du dann nur noch Einwechselspieler bist und hast die ständigen Reisen, dann macht dich das echt kaputt. Da hängst du nur noch im Hotel rum und spielst nicht mehr. Dann fällt es schwer, sich zu motivieren."