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Weil Portugals Torhüter Rui Patricio mit homophoben Gesängen verunglimpft wird, wendet sich der mexikanische Verband in einem offenen Brief an die eigenen Anhänger.

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Der mexikanische Fußball-Verband FMF hat in einem offenen Brief an die Anhänger beim FIFA Confederations Cup in Russland appelliert, auf homophobe Gesänge zu verzichten.

Beim Auftaktspiel gegen Portugal mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo (2:2) hatte es von mexikanischen Anhängern offenbar verunglimpfende Gesänge, "Puto", also "Schwuchtel", in Richtung des portugiesischen Keepers Rui Patricio bei Abstößen gegeben.

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"Wie ihr wisst, reagiert die FIFA sehr kritisch, wenn es um Gesänge geht, wenn der Torwart den Abstoß ausführt. Die Sanktionen können dementsprechend schwerwiegend sein", schrieb Mexikos Verband: "Unsere Anstrengungen auf dem Feld führen zu nichts, wenn wir durch ein solches Verhalten das Spiel verlieren, das Spiel abgebrochen wird oder unsere Fans aus dem Stadion verwiesen werden. Wir verlieren, ihr verliert, alle verlieren."

Für Mexiko ist die Situation nicht neu, denn schon achtmal wurde eine Strafe gegen den Verband in WM-Qualifikationsspielen wegen homophober Gesänge ausgesprochen. Der Weltverband FIFA hatte gegen Mexiko aufgrund des Vorkommnisses gegen Portugal eine Verwarnung ausgesprochen. 

Am Abend (ab 19.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) bekommt es das Team um den Leverkusener Chicharito im zweiten Gruppenspiel mit Ozeanienmeister Neuseeland zu tun.