Pep Guardiola (r.) hatte wenig mit Schweinsteigers Abgang zu tun
Pep Guardiola (r.) hatte wenig mit Schweinsteigers Abgang zu tun © Getty Images
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Bastian Schweinsteiger blickt auf die Zeit beim FC Bayern zurück und verrät die Umstände seines Abschieds. Er wird angesichts des anstehenden Confed Cups sentimental.

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Bastian Schweinsteiger hat auf seinen Wechsel vom FC Bayern München zu Manchester United zurückgeblickt - und dabei gegen Pep Guardiola gestichelt.

Auf die Frage, ob Trainer Guardiola seinen Abgang 2015 zu ManUnited gefordert habe, sagte Schweinsteiger der Wochenzeitung Die Zeit: "Glauben Sie wirklich, dass er diese Macht besaß?"

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Der Champions-League-Sieger von 2013 spielte bereits in der Jugend bei Bayern München und lief dort ab 2002 für die Profis auf, ehe er 2015 zu United in die englische Premier League wechselte.

Chicago-Trainer erinnert an Guardiola

Bei ManUnited hatte Schweinsteiger eine schwierige Zeit, nachdem ihn Teammanager José Mourinho aus der ersten Mannschaft verbannt hatte. Die Nachricht sei ein Schock gewesen: "Ich trainierte alleine, jeden Tag, auf dem Trainingsplatz neben den Profis. Ich musste ja fit bleiben, weil ich immer hoffte, wieder eingesetzt zu werden."

Im März diesen Jahres war der Mittelfeld-Stratege zu Chicago Fire in die nordamerikanischen Profiliga MLS gewechselt. In gewisser Weise spielte Guardiola eine positive Rolle. "Chicago hat mich begeistert, weil der Trainer mich in einem langen Gespräch mit seiner Taktikbesessenheit an Pep Guardiola erinnerte. Und natürlich ist es auch ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden", sagte Schweinsteiger.

Mit Chicago befindet sich Schweinsteiger derzeit auf Erfolgskurs. Zuletzt setzte sich sein Team am 15. Spieltag gegen Atlanta United mit 2:0 durch und blieb im siebten Spiele in Folge ungeschlagen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Toronto FC ist Fire in der Eastern Conference Zweiter.

Beziehung zum FC Bayern wie eine Partnerschaft

Die Beziehung zwischen dem FC Bayern und ihm, "war ein bisschen wie in einer Partnerschaft, jeder entwickelte sich auf seine Art weiter, immer darauf bedacht, dass es dem andern gut geht".

Und weiter sagt er: "Wir haben uns aneinander gerieben und sind ganz langsam immer mehr zusammengewachsen, die Vereinsführung, Philipp Lahm und ich."

Vor allem Jupp Heynckes hat Schweinsteiger bestens in Erinnerung. Dem früheren Coach hätte die Mannschaft den Champions-League-Triumph 2013 zu verdanken, "das kann man gar nicht oft genug betonen. Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der sich im Alter trotz all des Erreichten noch mal so neu erfinden konnte wie Jupp Heynckes".

Wehmut wegen Confed Cup

Der Weltmeister blickt den Spielen des Confed Cup in Russland (ab 17. Juni bis 2. Juli LIVE im TV auf SPORT1) mit besonderen Emotionen entgegen.

Die DFB-Elf nicht nach Russland zu begleiten, mache ihn "wehmütig", sagte der 33-Jährige: "Ich werde dieses Deutschlandtrikot nie wieder überziehen. Das ist schon einschneidend."

Der langjährige Bayern-Profi war 2016 nach der EM in Frankreich mit 121 Einsätzen aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten.