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Der FC Bayern scheidet trotz Rückspiel-Sieg bei PSG aus der Champions League aus. Kapitän Manuel Neuer hadert nach dem K.o. auch mit der Belastung.

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Der FC Bayern München ist raus aus der Champions League!

Gegen Paris Saint-Germain reichte dem Titelverteidiger im Viertelfinal-Rückspiel ein 1:0-Sieg nicht, nach dem 2:3 daheim in München schied der FCB aus. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Kapitän Manuel Neuer haderte vor allem mit dem verpatzten Hinspiel in München und räumte ein, dass die ersatzgeschwächten Bayern mit dem Mammutprogramm zu kämpfen haben. Teamkollege Thomas Müller findet auch kritische Worte für den Schiedsrichter - ebenso wie Trainer Hansi Flick, der zugibt: "Ich war emotional geladen."

SPORT1 hat die Stimmen von Sky zusammengefasst.

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Neuer: Pfeifen aus dem letzten Loch

Manuel Neuer (Kapitän FC Bayern): "Es hat nicht nur an heute gelegen. Das 1:0 war verdient, aber die Ausgangssituation hätte besser sein müssen. Es ist ärgerlich, dass wir im Hinspiel so viele Chancen liegen lassen und vielleicht das eine Tor zu viel kassiert haben." (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Zum Fehlen von Lewandowski: "Alle Spieler, die nicht dabei waren, fehlen uns. Wir pfeifen auch so ein bisschen aus dem letzten Loch. Das ist dann schwierig, wenn man gegen so eine Klasse-Mannschaft spielt. Wir haben trotzdem versucht, eine Top-Mannschaft auf den Platz zu bekommen, das haben wir auch geschafft. Die Spieler, die auf dem Platz standen, haben alles gegeben."

Zur Bedeutung für Flicks Zukunft: "Man weiß, wie wir gespielt haben. Darum ist es nicht so negativ, davon gehe ich jetzt mal aus. Wir sind zusammen Klubweltmeister geworden und die Chancen stehen gut, dass wir Deutscher Meister werden. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass alles positiv aussieht."

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Flick hadert mit letzter Sané-Chance

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Im Hinspiel in München haben wir zu wenig Tore gemacht. Das dritte Gegentor war zu viel. Wenn man beide Spiele zusammenzählt, waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben heute gesehen, welche Qualität PSG in der Offensive hat. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment haben, auch wenn wir uns davon nichts kaufen können. Sie war sehr konzentriert, hat alles versucht. Wir haben im Moment das Pech, dass wir den einen oder anderen Verletzten haben. Wir müssen das so akzeptieren. Paris ist weiter, da kann man als fairer Verlierer nur gratulieren."

...Zur Schlussphase: "Ich habe gehofft, dass wir noch den Lucky Punch setzen. Die Chance zum Schluss von Leroy war aus einer guten Position, da hätte er es vielleicht allein machen müssen. Er hat sich für den flachen Pass entschieden. Der Torwart hat sich leider an der Schulter verletzt, musste lange pausieren. Das war eine Sache, die dem Spiel nicht gerecht wird."

Zur Müdigkeit: "Normalerweise hat die Mannschaft im letzten Drittel eine enorme Qualität. Paris hat es gut verteidigt. Wir waren wie im Hinspiel nicht ganz so entschlossen. Uns hat vor dem Tor der letzte Punch gefehlt. Die Mannschaft hat alles versucht. Wir müssen das so akzeptieren, wie es gekommen ist. Wir hätten es gerne anders gehabt. Leider haben wir es nicht geschafft."

Gespräch mit Kahn: "Ich habe Zeit"

Zum Miteinander mit Salihamidzic: "Das ist stabil. Daran wird sich nichts ändern. Er hat seinen Job, ich habe meinen Job. Ich muss die Mannschaft auf die Spiele vorbereiten. Wir haben noch sechs Spiele offen. Ich mache das genauso weiter wie vorher auch."

Zu den seinen Gedanken über die Zukunft: "Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich meiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff sage. Ich war emotional geladen auch wegen der Schiedsrichter. Wir wollen ein fairer Verlierer sein. Aber ein paar Dinge versteht man dann am Ende doch nicht."

Zu einem möglichen Zukunftsgespräch mit Kahn: "Ich habe noch keinen Termin. Wenn Oliver mit mir sprechen möchte, wird er mir das sagen. Ich habe Zeit."

Müller kritisiert Schiedsrichter

Thomas Müller (FC Bayern): "Wir haben ein Tor zu wenig erzielt, um weiterzukommen. Bei den ersten Chancen von Paris hat Manu einmal super gehalten, einmal hat der Pfosten geholfen. Eigentlich hatten wir dann die Situation, die wir wollten, machen das 1:0 und hatten dann einige Möglichkeiten, haben es aber aus unterschiedlichen Gründen verpasst, sie zu nutzen. Unser Engagement, unser Bemühen, war immer super, keine Frage - aber in der 2. Halbzeit war das Spiel dann sehr zerfahren. Der Schiedsrichter hat sich auch sehr auf das leichte Hinfallen und dieses Geschrei eingelassen. Wir kamen nie in eine wirkliche Druckphase, das Spiel wurde immer wieder unterbrochen. Am Ende hat PSG eine tolle Offensive, aber für uns ist das Aus sehr enttäuschend, obwohl wir in Paris gewonnen haben. Da haben wir uns mit dem Hinspiel-Ergebnis keinen Gefallen getan."zur Bedeutung für Flicks Zukunft: "Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß. Wir haben uns sehr viel vorgenommen und sehr viel Herzblut reingesteckt. Auf die vielen Veränderungen haben wir vermeintlich gut reagiert, hatten natürlich trotzdem eine super Truppe auf dem Platz und teilweise auch super Spiele gemacht. Aber der Gegner muss immer respektiert werden. Was die Jungs da vorne am Ball können, das ist schon super, keine Frage. Den Respekt wollen wir ihnen schon geben. Nichtsdestotrotz hatten wir es über zwei Spiele selbst in der Hand und wegen einem Tor nicht gewonnen."

Neymar hofft auf den CL-Titel

Neymar (Paris Saint-Germain): "Es war ein Spiel mit vielen Torchancen und vielen Torraumszenen. Aber natürlich sind wir alle sehr, sehr froh über das Weiterkommen. Wir sind sehr zufrieden, dass wir im Halbfinale stehen. Wir haben uns gegen ein starkes Team durchgesetzt - gegen den Champions-League-Sieger. Also Glückwunsch an die ganze Mannschaft. Das wollen wir jetzt genießen und dann versuchen, uns weiter zu verbessern.

Zu den PSG-Chancen auf den CL-Titel: "Jetzt werden wir erstmal den Sieg ordentlich feiern und dann müssen wir gucken, gegen wen wir spielen. Das wird auch nochmal richtig hart. Wir hoffen natürlich, dass wir die Champions League in diesem Jahr gewinnen. Wir wollen den Pokal hier haben. Aber jedes Team, das uns jetzt noch erwarten wird, ist unglaublich stark. Wir müssen genauso weitermachen und dann dürfen wir groß träumen."