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München - Borussia Dortmund muss im Viertelfinal-Rückspiel einen Hand-Elfmeter hinnehmen - Emre Can und Marco Reus sind sich bei der Beurteilung nicht einig. Die Stimmen.

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Erneut ein bitterer Abend für die Bundesliga: Nach dem FC Bayern ist auch der BVB im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden. (BERICHT: Trotz Traumtor - BVBWunder gegen City wird nicht wahr)

Borussia Dortmund verlor daheim gegen Manchester City mit 1:2 und scheiterte nach dem gleichen Ergebnis im Hinspiel am großen Favoriten von Trainer Pep Guardiola. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Für Diskussionen sorgte beim Aus vor allem der von Emre Can verursachte Hand-Elfmeter in der 55. Minute, der zum 1:1-Ausgleich von ManCity führte. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Der FC Liverpool schied ebenfalls aus. Das Team von Jürgen Klopp kam nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel bei Real Madrid im Heimspiel nicht über ein 0:0 hinaus (BERICHT: Chancenwucher: Klopp-Aus gegen Kroos)

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Spiel von Sky zusammen.

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Can hadert mit Hand-Elfmeter

Emre Can (Borussia Dortmund): "Das Spiel hat sich nach dem 1:1 geändert. Ich weiß zu 100 Prozent, dass ich den Ball erst mit dem Kopf berührt habe und er dann an den Arm gesprungen ist. Ich glaube, in den Regeln steht, dass es dann kein Elfmeter ist. Wenn wir deswegen einen Elfmeter bekommen und verlieren, ist es klar bitter. Im Hinspiel wurde uns ein Tor weggenommen (Bellingham gegen Keeper Ederson, Anm. d. Red.) - das tut einfach weh. Wir können stolz auf uns sein.

zur CL-Bilanz: "Wir haben gegen vielleicht die beste Mannschaft der Welt gespielt, wie haben gesehen, dass wir in der Lage sind, mitzuhalten. Daraus können wir viel Positives ziehen. Trotzdem ist es schmerzhaft, hier auszuscheiden, weil wir die Chance hatten, weiterzukommen."

zum BL-Endspurt: "Wir müssen jetzt jedes Spiel ernst nehmen und versuchen, zu punkten. Dann werden wir sehen, was passiert." (EINZELKRITIK: Was ist mit Haaland?)

Reus: "Aus meiner Sicht war es ein Handspiel"

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund): "Es ist klar, dass wir mehr laufen müssen. Das haben wir bis zum Elfmetertor gut gemacht. Nach dem Tor hatten wir kein Konzept mehr, wir waren da zu wild. City hat dann sein perfektes Positionsspiel aufgezogen."

zum Elfmeter: "Aus meiner Sicht war es ein Handspiel. Aber der Ball ist vom Kopf an die Hand gegangen. Laut FIFA-Regeln ist das dann kein Strafstoß. Auf der anderen Seite hätten wir auch lautstark protestiert, wenn man ehrlich ist. Sie waren heute besser. Sie haben cleverer gespielt, das muss man neidlos anerkennen."

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"So richtig Glück mit Schiedsrichter-Entscheidungen hatten wir nicht"

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Man muss City gratulieren. Sie sind verdient weiterkommen. Wir wären nach drei von vier Halbzeiten weiter gewesen. Es ist ärgerlich, dass wir durch diese beiden Tore ausgeschieden sind."

zum Elfmeter: "Handspiel ist immer eine schwere Kiste. Wir haben jedes Jahr Schiedsrichter-Schulungen, wo uns ganz klar gezeigt wird, was sich verändert hat. Vor dieser Saison wurde uns ganz klar gesagt, dass wenn man sich selbst an die Hand köpft, wird es nicht als regelwidrig angesehen. So richtig Glück mit den Schiedsrichter-Entscheidungen in den letzten sieben Tagen hatten wir nicht."

"Natürlich wirft dich so ein Gegentor immer ein wenig aus dem Konzept. Sie bekommen dann noch mal die Luft. Wir hatten vor, das Spiel so eng wie möglich zu gestalten, dass wir bei ihnen so ein bisschen die Furcht und das Nachdenken wecken. Aber es wurde durch das Tor eben noch einmal einfacher für sie. Wir gehen in Führung heute. Nach drei von vier Halbzeiten waren wir eine Runde weiter. Dementsprechend ist die Enttäuschung natürlich groß. Wir hatten einen großen Traum vor diesem Spiel, und der ist jetzt leider vorbei."

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Endlich haben wir das Halbfinale erreicht. In diesem Wettbewerb kann alles passieren. Wir sind sehr glücklich heute, weil es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist. Das ist das zweite Halbfinale in der Champions League für Manchester City. Die Jungs haben es verdient. Sie spielen bisher eine unglaubliche Saison."

über das Handspiel von Can: "Ganz klar, Elfmeter!"

über den BVB: "Die Spieler haben eine unglaubliche Qualität. Sie haben einen guten Mix aus erfahrenen Spielern wie Hummels und Reus und aus jungen Spielern wie Jude Bellingham. Er ist erst 17 Jahre und spielt schon mit einer so starken Persönlichkeit. Er ist so gut. Aber auch Dahoud und Haaland waren gut. Da hatten wir es schwer. Aber nach dem Tor sind wir ins Spiel gekommen. Dann haben wir gut gespielt. Die letzten 20 Minuten der zweiten Halbzeit waren brillant."

über das Halbfinale gegen PSG: "Gestern gegen Bayern haben wir gesehen, wie stark sie sind. Mbappé und Neymar sind sehr, sehr gute Spieler. Sie haben Bayern München, die beste Mannschaft der Welt, geschlagen. Sie können sehr stolz sein."

über seine Freude nach dem Sieg: "Jetzt ist es Zeit zu feiern. Wir werden heute Abend viel Wein trinken, sehr viel Wein. Dann bereiten wir uns auf das FA-Cup-Halbfinale in drei Tagen vor. Und dann geht es in der Champions League nach Paris. Ich wäre gerne nach München gekommen, aber vielleicht nächstes Jahr."   

Ilkay Gündogan (Manchester City): "Wir haben eine unglaublich gute zweite Halbzeit gespielt. Wir haben die ersten 15 Minuten etwas verschlafen und ängstlich gespielt. Wir hatten uns nicht viel zugetraut, wir hatten vielleicht Angst, etwas zu verlieren. Dementsprechend sind die Dortmunder auch früh in Führung gegangen. Danach kamen wir besser ins Spiel, haben taktisch etwas umgestellt. Schon gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir den Gegner nach hinten gedrängt, fast schon in den eigenen Sechzehner. Wenn wir es schaffen so zu spielen wie in der zweiten Halbzeit, sind wir eine verdammt gute Mannschaft."

zum Elfmeter: "Ich hatte im Spiel das Gefühl, dass sein Arm relativ weit draußen war. Er kommt zwar mit dem Kopf zuerst an den Ball, glaube ich. Aber ich weiß nicht, ob der Arm da so weit draußen noch was zu suchen hat. Wir sind glücklich, dass Riyad auch den Elfmeter so sicher verwandelt hat."

Klopp: "Wir hatten sie am Haken"

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Wir sind nicht heute ausgeschieden, sondern letzte Woche. Selbst wenn wir dort 0:0 gespielt hätten, würden wir jetzt noch kicken, weil wir noch keins geschossen hätten. Das hilft natürlich nicht. Wir wollten uns mussten ganz anders auftreten. Das haben wir getan, wir waren gut heute Abend. Das war gut genug, um das 1:0 zu schießen, definitiv. Und dann hätte ich das Spiel gerne nochmal gesehen, wie das dann aussieht. Madrid hat heute gestrauchelt, wir hatten sie am Haken. Aber wir haben sie nicht hängen lassen, sondern wieder herunter geholt. Dann durften sie wieder mitspielen. Wenn du das verteidigst, hält dich das im Spiel. Aber es wäre schön gewesen, wenn wir irgendwann auch mal einen über die Linie gedrückt hätten."

Toni Kroos (Real Madrid): "Heute war es definitiv harte Arbeit, souverän war es heute nicht. Souverän war es vielleicht im Hinspiel. Aber heute nicht. Dafür haben uns einfach die längeren Ballbesitzphasen gefehlt, um mehr Ruhe, mehr Sicherheit, mehr Kontrolle zu haben. Und um ein bisschen weniger laufen und leiden zu müssen. Aber das gehört dazu, das ist ein Champions-League-Viertelfinale in Liverpool. Da war uns vorher klar, dass es nicht einfach wird."

über Reals zwischenzeitliche Schwächephase in der Saison: "Wir glauben an uns und nicht an das, was draußen gesagt wird. Wir arbeiten das ganze Jahr hart. Real Madrid ist und bleibt Real Madrid. Ich glaube, wir sind selten zu unterschätzen und das zeigen wir dieses Jahr. Ich glaube, dass wir über die beiden Spiele verdient im Halbfinale sind. Auch, wenn man natürlich sagen kann, dass wir das Spiel heute auch gut und gerne hätten verlieren können."

über das Halbfinale gegen Chelsea: "Ich glaube, dass wir insgesamt gut drauf sind und sehr, sehr positiv nach vorne blicken können. Wenn wir die Leistungen der letzten Wochen hochhalten und weiter abrufen, haben wir gute Chancen ins Finale einzuziehen."