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Dortmund - Der BVB setzt sich gegen Sevilla durch und steht im Viertelfinale der Champions League. Haaland berichtet von seinem Disput mit dem Sevilla-Keeper. Die Stimmen.

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Was für ein Kraftakt!

Der BVB steht nach einem 2:2 gegen den FC Sevilla dank des Hinspielsieges im Viertelfinale. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Mann des Spiels war einmal mehr Erling Haaland, der beide Dortmunder Treffer erzielte. Seinem zweiten Treffer gingen fünf Minuten totaler Verwirrung voraus. Dennoch musste Dortmund am Ende nochmal zittern, weil Sevilla in der Nachspielzeit traf. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

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SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und der Pressekonferenz zusammen.

Erling Haaland (Borussia Dortmund):

... über das Spiel: "Es war ein hartes Spiel, ich bin sehr müde. Aber es fühlt sich gut an, in der nächsten Runde zu stehen."

… über sein erstes Tor: "Wir wussten, dass es schwierig werden würde. Wenn wir ein Tor machen, brauchen sie drei. Kurz vor der Halbzeit haben wir getroffen, das war sehr gut."

… über den VAR-Wirbel vor dem 2:0: "Er stand zu weit vor der Linie. Hätte er auf der Linie gestanden, hätte ich getroffen. Das passierte beim zweiten Mal. Zunächst war es ein schönes Tor, danach gab es Elfmeter. Ich verschoss, aber der Torwart schummelte. Dann durfte ich nochmal und traf. Es war exakt dasselbe, doch er stand auf der Linie. Um ehrlich zu sein, war ich vor dem zweiten Elfmeter ein bisschen nervös. Als der Keeper nach dem ersten in mein Gesicht schrie, dachte ich, dass es umso schöner wäre, einen weiteren Treffer zu erzielen."

… auf die Frage, was er dem Sevilla-Keeper zugerufen habe: "Ich weiß nicht, was es bedeutete. Es war das gleiche, was er mir beim ersten Elfmeter zurief. Vielleicht gibt es Karma auf dieser Welt."

Delaney war bei seinem "Bier, äh, Proteinshake"

Thomas Delaney (Borussia Dortmund):

... zu seinem Zweikampf vor 1:0: "Ich glaube, das ist kein Freistoß. Das ist einfach ein guter Körperkontakt. Männerfußball, genau."

... auf die Frage nach einer Rudelbildung nach dem Spiel in den Katakomben: "Also ich war in der Umkleide mit meinem Bier oder, äh, Proteinshake, Proteinshake (lacht)."

... auf die Frage, was möglich ist für den BVB in der CL: "Schwer zu sagen. Es war ein Ziel von uns, weiterzukommen. Es ist nie leicht in der Champions League, aber leider sind wir in der Liga hinten und wir müssen da nach vorne schauen. Hier gibt es zwei Spiele, es ist die K.o.-Phase. Warum nicht alles geben und die Daumen drücken, dass wir noch einen Schritt machen? Das hoffen wir und glauben daran."

Terzic: "Es fühlt sich ganz cool an"

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund):

… über Haalands Disput mit dem Sevilla-Keeper: "Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Ich war einfach nur glücklich, dass Erling getroffen hat. Es war eine turbulente Szene, die insgesamt fast fünf Minuten gedauert hat. Wir waren glücklich, dass wir da das wichtige zweite Tor machen konnten."

… über das Gefühl, im Viertelfinale zu stehen: "Es fühlt sich ganz cool an. Wir sind total glücklich. Es war für uns in den vergangenen Jahren nicht selbstverständlich, so weit zu kommen. Wir zählen zu den besten acht Mannschaften Europas und sind die ersten, die im Viertelfinale stehen."

… auf die Frage, wie die Leistungen von Haaland noch zu steigern ist: "Indem man ihn in München auswechselt."

… über Haaland: "Erling ist herausragend. Es macht uns Stolz, dass er den Rekord in unserem Trikot weiterführt. Wir sind froh, dass wir ihm noch zwei weitere Champions-League-Spiele in dieser Saison besorgen konnten, dass er noch weiter treffen darf."

… über seine Mannschaft: "Ich bin jedem einzelnen dankbar. Noch wichtiger: Ich bin total stolz auf die Leistung, die wir in den beiden Spielen gezeigt haben, wir haben zwar nicht gewonnen, aber das 2:2 nehmen wir mit."

… über die Zeit zwischen den VAR-Entscheidungen: "Es war sehr turbulent. Wir sind außen recht cool geblieben. Wir haben direkt darauf hingewiesen, dass beides überprüft werden muss. Wir haben im Vorfeld die Elfmeter von Bounou gesehen. Uns war klar, dass er die Linie verlässt. Das ist in dem Fall auch gewesen. Es war wichtig, dass der Elfmeter wiederholt wurde."

… auf die Frage, ob es Haalands Entscheidung war, nochmal zum Elfer anzutreten: "Erling ist unser Toptorjäger. Er sprüht voll Selbstvertrauen. Vorhin wurde ich gefragt, ob man seine Superlative noch steigern kann. Wenn man sieht, was für Tore er macht, da trauen wir ihm natürlich auch zu, es aus elf Metern zu schaffen."

… über die Probleme zu Beginn: "Es war kein guter Start von uns, wir sind sofort auf den Hinterfuß gekommen. Wir haben den einen oder anderen blöden Fehlpass gespielt, nicht für Entlastung sorgen können. Da kam die eine oder andere Welle zu viel auf uns zu. Aber auch da waren wir bereit, uns in jeden Ball zu werfen und mit Mann und Maus zu verteidigen. Das macht uns sehr stolz, dass wir diese Phase gut überstanden haben. Dann wurde es fußballerisch besser. Wir konnten vor der Pause in Führung gehen. In der zweiten Hälfte hatten wir den besseren Start, konnten sofort Torgefahr entwickeln. Zum Ende wurde es nochmal eng, wenn der Gegner alles nach vorne wirft. Das sind K.o-Spiele, da gibt es am Ende keine Regeln mehr. Die einzige Regel ist, weiterzukommen. Das haben wir geschafft, wir sind extrem glücklich darüber."

… über eine Rudelbildung im Kabinengang: "Dazu kann ich nichts sagen. Ich kann nur erzählen, was auf dem Platz passiert ist. Es war ein fairer, aber sehr intensiver Fight. Was woanders passiert ist, habe ich nicht mitbekommen. Wir waren in der Kabine und lagen uns in den Armen."

Lopetegui über Haaland: "Wird eine neue Ära prägen"

Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund): 

... über das Spiel: "Am Ende wurde es unnötig eng. Es war ein geiler Fight, wir sind unter den letzten Acht in Europa. Das haben wir uns verdient."

... über Haaland: "Er hat leider den ersten Elfer nicht getroffen. Aber er hatte den Mut, nochmal anzutreten. Er ist in guter Form, hilft uns extrem. Vier Tore in zwei Spielen. Wir hätten gerne noch das dritte gemacht, dann wäre es ruhiger geworden."

... über die Einstellung: "Die kämpferische Einstellung hat absolut gestimmt. Wir wussten, dass wir in dem Bereich extrem gefordert werden. Wir hatten fußballerisch ein paar Lücken, das ist aber egal. Wir haben uns gegen eine sehr erfahrene Mannschaft gewehrt und sind am Ende verdient weitergekommen."

Julen Lopetegui (Trainer FC Sevilla): "Das Spiel wurde durch einen Spieler entschieden, der eine neue Ära prägen wird. Da bin ich sicher. Wir haben gut gespielt und sind traurig. Der BVB hat aber eine gute Qualität."