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Ilkay Gündogan hat sich in den vergangenen Wochen zum besten Spieler der Premier League gemausert. Der Nationalspieler scheint seine wahre Berufung gefunden zu haben.

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Ilkay Gündogan hat sich in den vergangenen Wochen zum besten Spieler der Premier League gemausert!

Der deutsche Nationalspieler, der lange Zeit mehr Mitläufer als Spielgestalter bei Manchester City war, scheint seine wahre Berufung gefunden zu haben. Statt auf der Sechserposition das Spiel von hinten aufzuziehen, agiert Gündogan nun viel offensiver.

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Nach der Verletzung von Kevin De Bruyne suchte City-Trainer Pep Guardiola nach einem Ersatz für den wichtigen Belgier. Guardiola entschied sich rasch für Gündogan, der fortan direkt hinter der Sturmspitze auflief und dort zu überzeugen wusste. Elf Tore und zwei Vorlagen verbucht er bislang alleine in der Premier League (19 Spiele), dazu kommen zwei Treffer in fünf Champions-League-Partien.

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Guardiola: Die Leute haben mich ausgelacht

Zuletzt wurde sogar schon darüber philosophiert, ob Gündogan mal als Falsche Neun ausprobiert werden könnte. "Jetzt spielt er in der Nähe des Stürmers und hat ein unglaubliches Gespür dafür, Bewegungen am Strafraum auszuführen", sagte Guardiola kürzlich nach Gündogans Gala gegen Tottenham.

"Ich habe oft gesagt, dass er als Falsche Neun spielen kann und die Leute haben mich ausgelacht. Aber er ist in diesem Gebiet so gut." (Champions League: Spielplan und Ergebnisse)

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Der Schachzug des ehemaligen Bayern-Trainers erwies sich als goldrichtig. In seiner neuen offensiven Rolle zeigt Gündogan viel mehr als zuvor seine Dribbelfähigkeiten und Entscheidungsschnelligkeit auf engstem Raum. Dass der 30-Jährige zudem fitter als noch im Vorjahr wirkt, kommt begünstigend hinzu.

Wichtig sind allerdings nicht nur Gündogans Handlungen nach der Ballannahme, sondern auch seine Bewegungen davor. Denn er kommt häufig neben oder sogar hinter den gegnerischen Sechsern an den Ball, was nur möglich ist, weil er seine Läufe sehr gut timt und sich der Deckung der Gegenspieler entzieht.

In diesem Kontext mag es für Gündogan von Vorteil sein, dass er über viele Spielzeiten hinweg als Sechser auflief und selbst in diesen Zonen verteidigen musste.

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Gündogan: Angepasste Rolle neben De Bruyne

Beim 1:0-Sieg gegen Arsenal am Wochenende kehrte De Bruyne in die Startelf zurück. An Gündogans grundsätzlicher Rolle änderte sich aber in Anwesenheit des Belgiers wenig.

De Bruyne besetzte im 4-3-3 (4-1-2-3) von City die halbrechte Offensivposition neben Gündogan, war aber auch direkt hinter Sturmspitze Bernardo Silva zu finden, wobei Silva selbst auch gelegentlich zum rechten Flügel auswich.

Gündogan blieb derweil halblinks, orientierte sich aber etwas häufiger nach Ballannahmen nach hinten und nicht direkt in Richtung Strafraum. Trotz der angepassten Rollen hatte Arsenals Doppelsechs bestehend aus Granit Xhaka und Mohamed Elneny nur sehr selten Zugriff auf den deutschen Nationalspieler, der perspektivisch auch für Bundestrainer Joachim Löw in diese Rolle schlüpfen könnte.

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Gündogan eine Gefahr für Gladbach

Im Aufeinandertreffen mit City am Mittwochabend in der Champions League wird es auch für Borussia Mönchengladbach darum gehen, die Aktionen Gündogans so gut es geht zu unterbinden.

Obwohl die Fohlen über talentierte Spieler auf der Sechserposition verfügen und gerade mit Denis Zakaria einen hervorragenden Defensivzweikämpfer in ihren Reihen haben, könnte Gündogan mit seinen Läufen zwischen die Linien für Gefahr sorgen. Die Gladbacher sind vor allem dann stark, wenn sie mit ihrem hohen Angriffs- und Mittelfeldpressing den gegnerischen Spielaufbau unterbinden.

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Sollte dies gegen City nicht gelingen, wird es auch für Zakaria und Co. schwierig, in die Zweikämpfe mit Gündogan zu kommen. Sobald er im Halbraum ein wenig Platz und Zeit am Ball erhält, ist es eigentlich schon zu spät, weil er mit hoher Wahrscheinlichkeit Wege findet, die Abwehr zu überspielen.