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Budapest - Borussia Mönchengladbach verteidigt gegen Manchester City lange gut, geht aber dennoch mit einem Zwei-Tore-Rückstand ins Rückspiel. Die Stimmen.

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Trotz couragierter Leistung steht Borussia Mönchengladbach vor dem Aus!

Mit 0:2 verlor das Team von Marco Rose das Achtelfinalhinspiel gegen Manchester City und reist mit einer großen Hypothek ins Rückspiel beim englischen Tabellenführer. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Im Rückspiel benötigen die Fohlen einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Während Christoph Kramer und Florian Neuhaus sich ein mutigeres Auftreten gewünscht hätten, gab Gladbach-Trainer Marco Rose Einblick in seinen Plausch mit City-Trainer Pep Guardiola.

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SPORT1 fasst die Stimmen von DAZN, Sky und von den Pressekonferenzen zusammen:

Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach):

... zum Spiel: "Manchester City hat es im Ballbesitz wahnsinnig gut gemacht. Wir wussten, was auf uns zukommt. Wir sind viel hinterhergelaufen, hatten die eine oder andere Umschaltchance, haben es aber dann nicht sauber ausgespielt. Das ist wahnsinnig bitter, aber City hat verdient 2:0 gewonnen. Es hat die Genauigkeit gefehlt und dass wir es ein bisschen mutiger spielen, höher anlaufen, so wie in der letzten Situation, als wir sie mit vier Spielern angelaufen sind. Da hat man gesehen, dass City auch Fehler macht. Leider haben wir es nicht geschafft, sie häufig genug unter Druck zu setzen, dass sie diese Fehler auch machen."

... zu den Gegentoren: "Es ist wahnsinnig bitter, dass wir zweimal durch solche Halbfeldflanken die Gegentore kassieren. Das hatten wir angesprochen, aber manchmal kannst du es eben einfach nicht verhindern." 

... zum Rückspiel: "Im Fußball ist immer alles möglich, es geht von vorne los. Wir wollen mutig auftreten. Wir wissen, dass wir ein paar Tore brauchen. Vielleicht liegt da auch die Chance. Vielleicht war der Respekt zu groß. Den müssen wir im Rückspiel ablegen und versuchen, City zu überraschen."

Was Rose mit Guardiola besprach

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): 

"Die Jungs sind ziemlich müde in der Kabine und das bedeutet, dass sie viel investiert haben. Vor allem natürlich in der Arbeit gegen den Ball. Ich glaube, wir haben es über weite Strecken sehr ordentlich gemacht. Ich glaube, dass wir in der ersten Hälfte versucht haben, auch mit dem Ball mutiger zu sein, besonders in der Spieleröffnung. Wir haben aber gegen eine Mannschaft gespielt, die grundsätzlich gut bestückt ist und sich in absoluter Top-Form befindet. Die Jungs haben versucht, viele Dinge umzusetzen, hatten ordentliche Angriffe, die wir aber nicht gut genug zu Ende gespielt haben. Man muss dann auch die richtigen Pässe im richtigen Moment spielen. Wir wollen für das Rückspiel nun aus dem Hinspiel lernen und mehr Aktionen in Richtung Tor bekommen." 

"Das war ein absolutes Topteam, das wir zu bekämpfen und bespielen hatten. Wir wollten mutig auftreten und haben das hintenraus auch mehr probiert, aber in Zonen den Ball verloren, wo wir weiter reinwollten. Wir bekommen zwei identische Gegentore aus Situationen, die wir besprochen hatten. Du musst die Flanke verhindern, den Mann am Flügel festmachen, weil du weißt, was kommen kann."

... zur Offensive: "Wir hatten eine Idee, aber vielleicht haben die Jungs dabei vergessen, die einfache Tiefe zu suchen, weil sie sich auf andere Dinge konzentriert haben. Dann haben wir ein paar Mal nicht die Bälle gespielt. Wir waren zu unsauber. Gegen so eine Mannschaft, wie sie gerade drauf sind, muss alles sitzen."

... zu den Aussichten: "Wir müssen zusammenstehen. Die Jungs haben alles probiert, wir müssen jetzt die Aufgaben angehen, wie sie kommen, und den Kopf oben behalten."

... zum Gespräch mit Guardiola: "Wir haben einfach ein bisschen über das Spiel gesprochen, und wie man in England arbeitet, wie man in Deutschland arbeitet... einfach ein guter Typ."

Pep Guardiola (Trainer Manchester City):

"Es war eine gute Leistung, ich bin sehr zufrieden. Achtelfinalhinspiele sind immer schwierig, auch wenn das Spiel nicht in Deutschland und nicht vor Publikum war. Wir haben ein gutes Spiel gespielt. Im Abschluss waren wir nicht entschlossen genug, dass müssen wir dringend verbessern. Wir haben den Torhüter nie wirklich in Verlegenheit gebracht."

… zu einem möglichen Weiterkommen: "West Ham ist das nächste Ziel, mich interessiert nur West Ham. Nur darum geht erstmal. Wir haben noch ein bisschen zu tun vor dem Rückspiel. Im Moment ist nur West Ham in meinem Kopf."

… zu Gündogan: "Er spielt in dieser Saison wirklich gut. Ich bin sehr glücklich darüber, er ist ein fantastischer Fußballer, schon die ganze Zeit über. Er ist sehr intelligent und ein sehr netter Kerl."

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben gegen eine herausragende Mannschaft leidenschaftlich verteidigt und sind marschiert gegen den Ball, waren aber selbst zu unsauber. Wir haben zu oft die falsche Entscheidung getroffen. Es haben Kleinigkeiten gefehlt. Die Passfenster waren klein, wir haben dann oft die falsche Entscheidung getroffen.

 ... über die restliche Saison: "Wir haben noch viele Möglichkeiten und große Ziele. Es wird nicht einfach aufgrund der Ergebnisse, aber diese Situationen haben wir auch in der Vergangenheit schon gemeistert und werden wir in Zukunft wieder meistern."

Kramer: "... dann hat man einen hohen Puls"

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Von außen sah es ein bisschen passiv von uns aus. City hat eine unfassbar gute Raumaufteilung, lassen den Ball sehr gut laufen. Man kommt gefühlt nicht so richtig hin. Trotzdem hatten wir ein paar Aktionen, die verpufft sind, wo keine Chancen daraus entstanden sind. Dann sieht so ein Spiel immer sehr zäh aus. Ich glaube, dass da heute mehr drin war. Natürlich müssen wir sagen, dass City eine Klasse für sich ist."

... zum 0:1: "Ich wollte den Ball nicht schlagen, sondern in den eigenen Reihen halten. Ich wollte auf Lainer spielen, der Ball ist nicht angekommen. Dann war es ein Fehlpass."

... zum intensiven Spiel: "Wenn man viel investieren muss, um den Ball zu gewinnen und der Gegner dich lange laufen lässt, hat man einen hohen Puls, wenn man den Ball hat. Dann ist man in so einer Art Teufelskreis. Dann ist es wichtig, dass du die Ruhe behältst. Dann hat man durchaus Chancen, weil sie soweit aufgerückt sind, dass dann Möglichkeiten entstehen. Das ist von außen immer leicht gesagt, aber auf dem Platz sehr schwierig. Das ist kein Vorwurf. In solchen Situationen müssen wir vier, fünf Sekunden mehr auf die Zähne beißen. Dann hat man durchaus Chancen."

... zur Ausgangssituation: "Im Fußball ist alles möglich. Wir wussten vorher, dass das eine ganz harte Nuss ist. Wir haben heute gesehen, dass wir nicht chancenlos sind. Gegen so einen Gegner müssen wir einen sehr guten Tag haben, muss sehr viel klappen, das hat es heute nicht, deswegen haben wir verloren. Wir haben alles schon erlebt Das Rückspiel gehen wir einen Tick mutiger an, weil wir es müssen. Wir haben nichts zu verlieren, von daher sollten wir auch so spielen."