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Sevilla und München - Borussia Dortmund gelingt im Achtelfinal-Hinspiel nach einem Kaltstart beim FC Sevilla ein Comeback. Vor allem auf Torjäger Erling Haaland ist Verlass.

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Tormaschine Erling Haaland hat für den BVB das Tor zum Viertelfinale der Champions League weit aufgestoßen.

Der Goalgetter schnürte beim 3:2 (3:1)-Sieg von Borussia Dortmund im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Sevilla einen Doppelpack und stellte mit nun 18 Treffern in seinen ersten 13 Spielen in der Königsklasse einen Rekord auf.

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Gleichzeitig gelangen ihm damit in nur sieben Champions-League-Spielen für Dortmund zehn Tore. So schnell erreichte in der Königsklasse noch kein Spieler diese Marke für einen Klub. Den bisherigen Rekord hielt Roy Makaay, der für seine ersten zehn Tore für den FC Bayern zwischen 2003 und 2004 zehn Spiele benötigte.

BVB-Kapitän Reus: "Haben Ausrufezeichen gesetzt"

"Es war nicht so gut, dass wir zwei Gegentore bekommen haben, aber wir haben drei Auswärtstore geschossen und die nehmen wir mit", sagte Haaland nach dem Spiel bei DAZN. "Wir hatten einen guten Plan. Edin hat viel mit mir geredet, er hat gesagt, dass es mein Spiel werden wird und ich meine Chancen bekommen werde. Die habe ich genutzt. Es war ein wichtiger Sieg." (Stimmen zum Spiel)

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Kapitän Reus ergänzte: "Das tut sehr, sehr gut, ich bin wirklich glücklich. Wir haben hier ein Ausrufezeichen gesetzt. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas zu passiv, aber insgesamt war das richtig gut."

Nach einem frühen Rückstand durch einen abgefälschten Schuss von Suso (7.) drehten Mahmoud Dahoud (19.) und Haaland (27., 43.) die Partie zugunsten des BVB. In der Schlussphase gelang dem Ex-Gladbacher Luuk de Jong (84.) der Anschlusstreffer für Sevilla.

Dennoch hat das Team von Edin Terzic, der zur kommenden Saison unter dem neuen Chefcoach Marco Rose wieder in die Rolle des Co-Trainers schlüpfen wird, im Rückspiel am 9. März gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Hummels bei Sevilla-Führung im Pech

Die Dortmunder begannen druckvoll - dennoch zappelte der Ball schon nach wenigen Minuten im BVB-Tor. Mats Hummels fälschte einen Schuss von Suso (7.) unhaltbar für Marwin Hitz ab. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Der BVB war um eine Antwort bemüht und kam durch einen Distanzschuss zum Erfolg: Dahoud, der erstmals seit Anfang Dezember mal wieder in der Startelf stand, traf mit einem sehenswerten Schlenzer aus 20 Metern ins rechte obere Eck (19.). Dahouds erster Treffer in der Königsklasse war der verdiente Lohn für eine starke Leistung im Mittelfeld.

"Es fühlt sich sehr gut an, dass es mir auch mal gelungen ist, ein Tor zu schießen. Das hat uns nach vorne gebracht und dafür gesorgt, dass wir nicht den Kopf hängen lassen", sagte Dahoud hinterher. "In der zweiten Halbzeit hat die Kraft etwas nachgelassen. Aber da hast du so viel Adrenalin, da gehst du einfach durch. Da schaltest du einfach den Kopf ab und willst alles verteidigen. Jeder hat mitgemacht. Das war der Schlüssel. Das macht eine Mannschaft aus."

Beflügelt vom Ausgleich übernahmen die Schwarz-Gelben das Kommando. Eine Flanke von Marco Reus lenkte Papu Gómez im Strafraum auch mit dem Arm (23.) zur Ecke, doch der VAR griff nicht ein. Wenig später nahm Haaland im Mittelfeld Fahrt auf, spielte am Strafraum einen Doppelpass mit Jadon Sancho und grätschte schließlich den Chip-Pass des Engländers vor Sevilla-Keeper Bono über die Linie (27.).

Haaland läuft heiß

Der BVB war nun endgültig am Drücker. Haaland scheiterte mit einem satten Schuss an Bono (34.), Hummels schoss nach der anschließenden Ecke per Direktabnahme drüber (35.). Auf der anderen Seite blockte der Dortmunder Abwehrchef einen Distanzschuss von Gómez (37.).

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Nach einer starken Balleroberung von Marco Reus rollte der nächste gewinnbringende BVB-Angriff. Der Kapitän legte am Sechzehner auf den mitgelaufenen Haaland ab, der Torjäger vollstreckte eiskalt mit einem Flachschuss (43.).

Sevilla scheitert am Pfosten

Sevilla-Coach setzte nach einer Stunde mit einem Dreifach-Wechsel ein Zeichen, unter anderem kam der Ex-Gladbacher Luuk de Jong für die Offensive. Die Gastgeber erhöhten fortan den Druck, doch die BVB-Defensive hielt den Angriffen zunächst stand. Ein Distanzschuss von Jude Bellingham (71.) sorgte für Entlastung.

Kurz darauf setzte Óscar Rodríguez (75.) einen Freistoß an den rechten Innenpfosten, von Hitz' Hand sprach der Ball zur Seite weg. In der Schlussphase war Joker de Jong (84.) nach einem Freistoß zur Stelle. In den letzten Minuten der Partie wurde es hitzig. Sancho verpasste noch einen weiteren Dortmunder Treffer (90.).