Jamal Musiala (l.) beeindruckt auch Serge Gnabry (M.)
Jamal Musiala (l.) beeindruckt auch Serge Gnabry (M.) © Imago
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Serge Gnabry ist nach dem Triumph in der Champions League auf den Geschmack gekommen. Er macht eine Ansage und will dem FC Barcelona und Real Madrid nacheifern.

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"Ich erinnere mich, dass ich, David (Alaba) und Joshua (Kimmich) nach dem Spiel am Mittelkreis saßen und uns einfach nur umsahen", blickte Serge Gnabry bei der englischen Zeitung Mail auf den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere zurück. 

Dabei handelt es sich selbstredend um dem Triumph in der Champions League in der vergangenen Saison im leeren Stadion des Lichts in Lissabon. Wer Gnabry, Alaba und Kimmich dort sitzen sah, dem war sofort klar, was fehlte: "Fans, Familie, jeder, der dir etwas bedeutet", brachte es Gnabry auf den Punkt. 

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Gnabry: "Wollen das Gleiche wie Barcelona oder Real Madrid machen"

Doch auch mitten in einer Pandemie ist so ein Titel in der Königsklasse natürlich ein Grund zum Feiern.

"Die Zeit mit diesen Jungs zu verbringen ist einfach unglaublich, wenn man ein ganzes Jahr lang mit ihnen gearbeitet hat und dann endlich feiern kann ... Den Henkelpott hochgehoben zu haben, ihn gewonnen zu haben, ist ein Gefühl, das man, glaube ich, den Leuten gar nicht beschreiben kann, weil man einfach so glücklich ist und so überwältigt von Emotionen, dass man das endlich erreicht hat. Es hat ein paar Tage gedauert, um es zu realisieren, ein paar Tage, um es teilweise zu verarbeiten. Und es ist ein Turnier, das ich wieder gewinnen will, und ich würde sagen, wir wollen es wieder gewinnen." 

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Gnabry ist also auf den Geschmack gekommen und er glaubt, dass die Bayern nun eine echte Ära prägen könnten. "Ich glaube daran", sagte der deutsche Nationalspieler: "Wir haben im Moment eine Mannschaft mit so viel Talent, so viel Charakter, so viel Tatendrang ... Unser Ziel ist oder wird es sein, die Champions League so oft wie möglich zu gewinnen, solange wir auf diesem Höhepunkt sind."

Eine genaue Zahl ließ sich der 25-Jährige sogar auch noch entlocken. "Vielleicht wie Barcelona oder Real Madrid, die sie dreimal hintereinander gewonnen haben. Wir wollen das Gleiche tun", ließ Gnabry eine Ansage folgen.

Gnabry adelt Musiala

Auf dem Weg zu künftigen Erfolgen soll auch Jamal Musiala mithelfen. "Er ist ein toller, toller Spieler. Die ersten Male, als er zum Training kam, wussten wir sofort, dass er ein ausgezeichneter Spieler sein würde", lobte Gnabry das 17 Jahre alte Bayern-Talent.

Musiala wechselte im Sommer 2019 vom FC Chelsea in die U17 des FC Bayern, feierte seither sein Profi-Debüt.

In England feierte er sein Debüt für die U21-Nationalmannschaft - standesgemäß mit einem Tor. Eine Einladung zum A-Team der Three Lions wird wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen - doch auch der DFB buhlt um das Talent.

Auch Gnabry hofft, Musiala im deutschen Trikot sehen zu dürfen. "Sein Talent ist erstaunlich. Er ist überhaupt nicht schüchtern. Er hat noch viel Zeit und ich hoffe, er wird weiter reifen, und seine Fähigkeiten für Deutschland statt England einsetzten - zu meinem Vorteil", sagte Gnabry: "Keine Chance, dass wir dieses Talent loslassen. Ich gebe mein Bestes!"