Julian Nagelsmann verurteilt den Rassismus-Eklat in Paris aufs Schärfste
Julian Nagelsmann verurteilt den Rassismus-Eklat in Paris aufs Schärfste © Imago
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RB Leipzig feiert den Einzug ins Achtelfinale. Der BVB sichert sich den Gruppensieg. Überschattet wird der Abend aber von einem Rassismus-Eklat. Die Stimmen.

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RB Leipzig hat den Einzug ins Achtelfinale klargemacht.

Die Sachsen gewannen mit 3:2 gegen Manchester United und schoben sich in der Tabelle an den Red Devils vorbei. (Die Tabellen der Champions League)

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Zuvor hatte sich bereits Borussia Dortmund im letzten Spiel der Gruppenphase der Champions League den Gruppensieg gesichert. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Gegen Zenit St. Petersburg siegte der BVB dank Toren von Lukasz Piszczek und Axel Witsel mit 2:1. (Die Spiele zum Nachlesen im TICKER)

Zudem feierte Youssoufa Moukoko sein Debüt in der Champions League. Mit 16 Jahren und 18 Tagen avancierte der Teenager zum jüngsten Spieler in der Geschichte des Wettbewerbs. Auch der 18-jährige Ansgar Knauff durfte erstmals in der Königsklasse ran.

Überschattet wurde der Champions-League-Abend von einem Rassismus-Eklat in Paris.

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SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, DAZN und den Pressekonferenzen zusammen:

RB-Trainer Nagelsmann äußert sich zum Rassismus-Eklat in Paris

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig):

...auf die Frage, wie die Schlussphase war: "Es war eine sehr intensive Schlussphase. Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Wir dürfen den Elfmeter nicht kriegen, wir müssen das besser verteidigen. Es ist für mich aber auch kein zwingender Elfmeter, sondern ein normaler Zweikampf. Bei dem zweiten Tor glaube ich auch, dass die Hand von Harry Maguire an den Ball geht. Ich habe vier Perspektiven gesehen, es ist schwer zu erkennen, aber ich glaube, dass es Handspiel war und auch nicht hätte zählen dürfen. Es ist jetzt auch egal, wir sind weiter, die Jungs haben gefightet. Die Jungs sind Maschinen, das haben sie heute wieder gezeigt."

...auf die Frage, ob er in den Schlussminuten Flashbacks an Solskjærs Tor gegen Bayern hatte: "Nein, das nicht direkt. Aber wenn es passiert wäre, dann wahrscheinlich schon."

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"Wir haben gestern zwei Ordnungen besprochen, heute nochmal eine, die sie gespielt haben. Wir wussten, dass sie Probleme mit Spielverlagerungen in ballferne Räume haben. Das können wir ganz gut, wenn wir den Blick haben. Und den hatten wir heute ganz häufig. (...) Wir wussten, dass sie flache Flanken hinter die Kette auf den zweiten Pfosten nicht so gerne haben. (...)"

...auf die Frage, ob die Mannschaft an solchen Siegen wächst: "Ja, das ist dann nochmal ein emotionalerer Push. Du bist eh emotional geflasht, weil du weitergekommen bist."

über die Feierlichkeiten in der Kabine: "Mit Wasser. Ich habe einen kalten Kopf, weil sie auch mich nassgespritzt haben."

"Wir haben zuletzt viele enge Spiele gehabt, aber nie einen Dämpfer gekriegt, sondern meistens es noch gut über die Zeit gebracht. Und sind wie in München stabil gestanden. Das sind schon Erlebnisse, die dir in kräftezehrenden Zeiten Power geben. Die Jungs waren in der Kabine total ausgelassen, aber auch verdient ausgelassen. Wir dürfen ein bisschen feiern, aber auch nicht extrem. (...)"

über den Rassismus-Eklat in Paris: "Ich habs in der Halbzeit kurz mitbekommen. Ich kanns nicht im Detail bewerten, weil ich es noch nicht gesehen oder gehört habe. Ich habe nur gehört, dass es um eine rassistische Beleidigung geht. Das verurteile ich aus Schärfste. Wir leben in einer bunten Gesellschaft - das ist auch gut so. Das sollte jeder auch für gut befinden. Solche Dinge dürfen nicht passieren. Das gehört nicht auf den Fußballplatz, aber auch sonst nirgendwo hin."

Angelino (RB Leipzig):

"Es war hart. Es fühlt sich so gut an. Vor allem gegen sie."

"Wir haben es uns selbst schwergemacht. Das machen wir immer wieder. Aber am Ende des Tages sind wir stark geblieben. Pit (Peter Gulacsi) hat wieder einmal eine unglaubliche Parade gezeigt. Auch wenn wir uns es schwer gemacht haben, es ist gut, dass wir gewonnen haben."

…über sein Tor: "Toller Ball von Sabi (Marcel Sabitzer). Das haben wir trainiert. Ich war da und habe den Ball ganz gut getroffen."

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Willi Orban (RB Leipzig):

"Wir waren von Anfang an sehr gut drin im Spiel. Gerade in den ersten 25 Minuten haben wir die Räume sehr gut gefunden, die wir vorher angesprochen hatten. Wir haben schöne Tore erzielt. Im Endeffekt hätten wir in der ersten Halbzeit schon mehr Tore machen können, als es die zwei waren. Unterm Strich haben wir hochverdient gewonnen. Sich in der Gruppe mit den Mannschaften durchzusetzen, das ist schon ein starkes Signal."

"Bis zum ersten Tor war es souverän. Klar, der eine Freistoß von Fernandes der noch an die Latte geht - das ist aber auch individuelle Qualität, die kann man nicht immer ganz wegverteidigen. Dann der Elfmeter - aus meiner Sicht war es kein Elfmeter, den du geben musst. Aber das sind Situationen, die wir vorher schon wegverteidigen können. Die Situation darfst du dem Schiedsrichter gar nicht geben. Dann haben wir teilweise doofe Fouls am Sechzehner gemacht, da haben sie natürlich auch Hünen drin. Dann wurde es ein bisschen brenzlig mit dem zweiten Gegentreffer. Aber im Endeffekt haben wir es recht gut wegverteidigt gegen die körperlichen Engländer."

über sein aberkanntes Tor: "Es wäre schon fast die Vorentscheidung gewesen. Aber es war anscheinend hauchdünn abseits. Das ist ärgerlich, aber so ist es leider."

über den Reifeprozess der Mannschaft: "Man sieht immer noch in manchen Situationen, dass wir eine junge Mannschaft sind. Gerade jetzt gegen Ende hast du gesehen, dass wir noch nicht groß abgezockt sind. Wir haben sehr viele junge Spieler in der Mannschaft. Wir machen Schritte, aber brauchen auch noch ein bisschen Zeit."

über die Symbolik des Weiterkommens: "Es ist ein klares Ausrufezeichen, dass die überragende Champions-League-Saison letzte Saison keine Eintagsfliege war. Das nochmal zu bestätigen, haben wir uns vorgenommen. Sich in der Gruppe durchzusetzen, ist eine starke Sache."

BVB atmet auf: "Eine hart umkämpfte Partie"

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund):

"Es war ein schweres Spiel hier, aber das war es für alle Mannschaften. Für Lazio - Brügge hat viel Glück gehabt. Und wir haben heute gewonnen. Es war sehr schwer, aber am Ende haben wir gewonnen."

"Wir hatten vor der Halbzeit einen Pfostentreffer, leider haben wir das Tor nicht gemacht. Wir können uns nicht immer fünf, sechs Topchancen pro Halbzeit erspielen. Da müssen wir realistisch sein."

... auf die Frage, welche Schwächen seine Mannschaft zeigte: "Nichts. Wir haben gewonnen, haben bis zum Schluss gekämpft. Nach dem 2:1 haben wir gut verteidigt und am Ende 2:1 gewonnen."

"Der Auswärtssieg war nicht einfach, weil wir vor 15.000 Zuschauer gespielt haben. Auch die Mannschaft war kompletter als vorher. Das ist eine Mannschaft, die nicht zu unterschätzen ist. Das habe ich mehrmals gesagt. Wir haben hier gewonnen und nur das zählt."

Marco Reus (Borussia Dortmund):

"Es war eine hart umkämpfte Partie. Wir standen nicht so kompakt und haben in der ersten Hälfte spielerisch nicht viel hinbekommen. In der zweiten Halbzeit mussten wir was tun, weil Lazio geführt hat. Letztlich war es ein dreckiger Sieg, aber es ist wichtig die Gruppenphase mit einem Sieg zu beenden und Gruppensieger zu sein."

 "Wir wussten, dass wir sie spielerisch nicht auseinandernehmen werden. Es war wichtig, dass wir in der 2. Halbzeit einen besseren Zugriff haben. Mit den vielen Verletzten ist es wichtig, dass wir solche Spiele gewinnen. Es war nicht glorreich, aber ab morgen beginnt die Vorbereitung für Stuttgart."

"Es ist wichtig, wenn Erling nicht da ist, dass wir uns die Aufgaben aufteilen. Die Abstimmung ist noch nicht so da, wie wir uns das vorstellen. Es ist aber wichtig solche Spiele zu gewinnen. In der Bundesliga müssen wir jetzt oben dranbleiben."

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Axel Witsel (Borussia Dortmund):

"Es ist sehr gut zu einem Sieg zurückzukommen. Wir haben nicht schlecht gespielt, auch wenn wir es deutlich besser hätten machen können, vor allem in der 1. Halbzeit. Im zweiten Durchgang haben wir alles dafür getan, ein zweites Tor zu erzielen, was uns auch gelungen ist. Wir hatten in der 2. Halbzeit mehr Kontrolle und wollten unbedingt. Daher freuen wir uns sehr."

"Wir als Spieler kannten den Spielstand bei Lazio nicht. Es ist wichtig, sich auf sich selbst zu konzentrieren."

...über seine Rückkehr nach St. Petersburg: "Es ist immer etwas besonderes hier. Ich habe nicht gefeiert, weil ich nur gute Erinnerung an meine Zeit bei Zenit habe."