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Borussia Dortmund schimpft nach dem Remis gegen Lazio Rom auf eine Entscheidung des Schiedsrichters. RB Leipzig gewinnt ein Drama in Istanbul. Die Stimmen.

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Borussia Dortmund hat das Achtelfinale der Champions League erreicht - RB Leipzig konnte sich durch einen Sieg zumindest ein Endspiel erspielen. (Service: TABELLEN der Champions League)

Der BVB kam gegen Lazio Rom zwar nicht über ein 1:1 hinaus - durch den Punkt ist die K.o.-Phase allerdings sicher. (Service: SPIELPLAN der Champions League)

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Für einen Aufreger sorgte der Elfmeter, den der Ex-Dortmunder Ciro Immobile zum Ausgleich nutzte. BVB Sportdirektor Michael Zorc war nach Abpfiff merklich angefressen und redete sich beim Interview in Rage. Am Endes des Spiels musste dann auch noch Mats Hummels verletzt ausgewechselt werden.

Leipzig durchlebte zwei Stunden zuvor ein echtes Drama in Istanbul. Bei Basaksehir siegten die Sachsen letztlich mit 4:3. Eine Partie, die jede Menge Gesprächsstoff bot. (Die Spiele im LIVETICKER zum Nachlesen)

SPORT1 hat die Stimmen von Sky, DAZN und von den Pressekonferenzen zusammengetragen.

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Lucien Favre: (Trainer Borussia Dortmund): "Sie haben eine gute Mannschaft, wir haben dort 1:3 verloren. Wir hätten heute auch gewinnen können. Aber wir sind qualifiziert und sie sind noch nicht qualifiziert. Wir hatten einen guten Gegner, das dürfen wir nicht vergessen. 3:0 und so - das ist unmöglich. Wir hatten unsere Torchancen auf das 2:0 und das 2:1."

...zum Elfmeter: "Das ist kein Elfmeter. Heutzutage ist das unglaublich. Das ist Theater, er ist im Schwimmbad. Er übertreibt. Niemand sagt etwas, am Ende ist das Ergebnis 1:1 - aber das ist nicht die Wahrheit."

...zufrieden? "Wir sind qualifiziert! Punkt, fertig! Das ist das Wichtigste."

...zu den Verletzten: "Wir haben wieder ein paar Verletzungen. Can ist auch verletzt, Meunier auch, nicht nur Mats Hummels."

...warum nicht noch mal gewechselt? "Wir konnten nicht mehr. Wir dürfen nur dreimal intervenieren, nicht viermal."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...zum Elfmeter: "Da kann man nur eine Meinung haben. Dann braucht man den Videoschiedsrichter nicht mehr, wenn eine solche Fehlentscheidung nicht korrigiert wird. Irgendwann ist es zu viel, das ist einfach nur ärgerlich. Er hat gesagt, er hätte ein gutes Team und sie hätten ihm das Signal gegeben. Der Videoschiedsrichter wird ad absurdum geführt. Er muss ja einschreiten, er kann ihn ja nicht anrufen, aber dann weiß ich nicht, warum wir dieses ganze Prozedere haben."

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wir standen in der zweiten Halbzeit zu tief. Wir haben uns zu weit fallen lassen und hatten zu wenig Druck nach vorne. Wir hatten nicht mehr diese Ordnung und die Struktur nach vorne, um ins Pressing zu kommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir weniger Zugriff."

...Hauptsache weiter? "Ich würde gerne etwas anderes sagen, denn wir hätten das Spiel schon gerne gewonnen. 

...zum Elfmeter: "Nico sieht, dass er vielleicht zu spät kommt. Er zieht dann zurück. Und dann fällt er einfach über Nico. Ich hätte ihn so nicht gegeben, aber auf der anderen Seite hätte ich etwas anderes gesagt."

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Nico Schulz (Borussia Dortmund): "Wir sind froh, dass wir weiter sind. Wir hätten gerne gewonnen, dass wir direkt auch Erster sind, aber wir haben ja noch ein Spiel."

...zum Elfmeter: "Er kommt vor mir an den Ball. Ich stehe eigentlich so, dass er vorher abspringt. Für mich war es kein Elfmeter. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden. Ich weiß nicht, ob es eine Schwalbe war, ich will niemand etwas unterstellen. Er meinte, ich habe ihn getroffen, ich meine nicht. Am Ende hat der Schiedsrichter entschieden."

...zur Reklamation: "Ich habe etwas gesagt. Der Schiedsrichter hat heute nicht so gerne diskutiert und hatte es nicht so gerne, wenn man ihm zu nahe kommt. Ich habe gedacht, wenn der Videoassistent draußen ist, guckt er sich das vielleicht noch mal an."

Nagelsmann fordert "Killergen" von RB Leipzig

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Das war ein verrücktes Spiel, das kann man so sagen. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut, der finale Ball war aber nicht gut genug. Da müssen wir ein Killergen entwickeln – wir müssen so ein Spiel früher entscheiden, das habe ich der Mannschaft auch gerade schon in der Kabine gesagt. In der zweiten Halbzeit war der Druck von Basaksehir höher und wir haben viele Bälle verloren."

...über die fehlende Kontrolle in der zweiten Halbzeit: "In den Aktionen, in denen der Gegner Druck macht, müssen wir selbst unsere Spielaktivität erhöhen. Es ist auffällig, dass wir dann eher etwas passiver werden und starrer - vielleicht auch aufgrund des gegnerischen Pressings, das nicht schlecht war. Basaksehir hat in der zweiten Halbzeit gut gepresst. Aber je intensiver der Gegner sich im Anlaufen befindet, desto aktiver müssen wir uns auch freilaufen. Wenn der Gegner ansprintet, müssen wir uns auch im Sprint freilaufen. Wenn es dann aber an der Aktivität hapert, bekommst du keine Spielkontrolle mehr. Dann wird das Spiel offener. Der Gegner hatte dann noch zwei gute Standards, die haben wir auch nicht so clever verteidigt. Und dann wird so ein Spiel enger, als es sein muss."

...über die Art der Analyse in den englischen Wochen: "Mit einzelnen Spielern kann man auch die negativen Dinge mehr ansprechen. In der Gruppe zieht man eher positive Dinge raus. Der Spielverlauf hatte nicht zwingend uns als Sieger vorhergesehen. Insofern ist es auch eine Qualität, das Spiel noch zu gewinnen. Das werden wir noch einmal verdeutlichen, dass wir an uns geglaubt haben und auch ein bisschen glücklich das Tor noch gemacht haben. Wir werden aber individuell ein paar Dinge anschauen, die wir in einzelnen Situationen besser machen können."

...über Matchwinner Alexander Sörloth: "Ich habe ihm kurz gratuliert zum Tor, aber ich konnte noch nicht mit ihm sprechen. Es war auch eine komplizierte Halbzeit für ihn, er kam nicht so richtig gut rein ins Spiel. Aber wie ich schon letzte Woche gesagt habe: Als Stürmer ist vieles scheißegal. Er muss einfach ein Tor schießen und das hat er gemacht."

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Emil Forsberg (RB Leipzig): "Die erste Halbzeit war sehr gut. Wir haben viele gute Chancen herausgespielt, müssen es aber im letzten Drittel etwas besser machen. Ich persönlich hätte ein Tor erzielen müssen, wir als Mannschaft hätten das Spiel killen müssen. Nach dieser guten ersten Halbzeit musst du ein oder zwei Tore mehr machen, dann bringen wir das Spiel auch leichter nach Hause. So wird es am Ende ein verrücktes Spiel. Wir freuen uns über den Sieg, der ist sehr wichtig für uns. Jetzt haben wir ein Endspiel gegen United."

...über die schwache Chancenverwertung: "Der Ball wollte einfach nicht rein heute. Ich bin richtig sauer auf mich selber und enttäuscht. Aber wir haben die Chancen und ich bin mir sicher, dass wir sie bald schon wieder besser nutzen werden. Daran müssen wir arbeiten."

...die Kracher gegen Bayern und Manchester: "Wir sind voller Vorfreude. Jeder Spieler brennt darauf, solche Spiele zu spielen. Es wird ein geiles Spiel gegen München. Es wird natürlich schwer, aber wir wollen das etwas holen. Wir sind gut drauf und fliegen mit einem positiven Gefühl zu den Bayern."

Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Wir haben in der ersten Halbzeit alles das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben den Ball gut laufen lassen, müssen aber halt auch zwei, drei Tore mehr schießen. Umso ärgerlicher das Tor kurz vor der Pause, so einen Standard hatten wir uns vorher noch angeschaut. In der zweiten Halbzeit wurde es dann enger. Basaksehir hat Druck gemacht, wir wurden auch mit dem Ball passiver. Hinten raus war der Sieg etwas glücklich. Aber wenn man sich die Zahlen anschaut, dann hätten wir es einfach früher entscheiden müssen."

...über die Probleme in der zweiten Halbzeit: "Wir hätten aktiver sein müssen. Wenn wir hinten herausgespielt haben, hatten wir zu wenige Anspielstationen. Deshalb ist Istanbul ein bisschen aufgekommen. Wir machen aber trotzdem das 3:1 und dann müssen wir das Spiel eigentlich nach Hause spielen. Aber wir machen es immer unnötig spannend. Das müssen wir abstellen, weil es auf diesem Niveau gegen bessere Gegner sonst schwer wird."

...über die Spiele gegen Bayern und Manchester: "Es erwarten uns zwei sehr schwere Spiele. Aber wir gehen da mit einem guten Gefühl rein. Ein Auswärtsspiel in München ist für jede Mannschaft schwer, aber wir sind in einer guten Verfassung, wir sind Tabellenzweiter und in der Champions League auf Kurs. Wir haben alles selbst in der Hand. Deshalb können wir durchaus mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen. Wir wissen, dass wir einen herausragenden Tag brauchen, um die Bayern zu schlagen. Deshalb werden wir jetzt gut regenerieren, den Matchplan dann gut umsetzen und hoffentlich Punkte mitnehmen."