Mindestens eine weitere Person hat sich bei der Partie zwischen PSG und Basaksehir im Ton vergriffen
Mindestens eine weitere Person hat sich bei der Partie zwischen PSG und Basaksehir im Ton vergriffen © Imago
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Die Skandal-Partie zwischen PSG und Istanbul zieht weiter Kreise. Auf einer Video-Aufnahme ist eine weitere rassistische Aussage zu hören. Die UEFA ermittelt.

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Die abgebrochene Skandal-Partie zwischen Paris Saint-Germain und Istanbul Basaksehir könnte nicht nur für den Vierten Offiziellen Sebastian Coltescu ein Nachspiel haben.

Auf Videos des rumänischen Journalisten Emanuel Rosu auf Twitter ist zu hören, wie eine Person sagt: "In meinem Land sind Rumänen Zigeuner. Aber ich kann auch nicht Zigeuner sagen."

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Genau das will die UEFA laut der FAZ nun ebenfalls untersuchen. Die bisher nicht eindeutig identifizierbare Person bezieht sich damit wohl auf den Wortwechsel und die rassistische Beleidigung zuvor.

"Sinti und Roma sind in ganz Europa massivem und oftmals gewaltbereitem Rassismus ausgesetzt", sagte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose. "Es ist nicht hinnehmbar, wenn Sportler von Basaksehir Istanbul glauben, einer rassistischen Beleidigung durch eine nochmalige Steigerung der Beleidigung und des Rassismus begegnen zu müssen. Eine derartige Herabsetzung muß von der UEFA wie von der Mannschaft genauso entschieden verfolgt werden.“

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Rassismus-Skandal erschüttert Paris

Bei der Champions-League-Partie am Dienstag hatte der rumänische Schiedsrichter Ovidiu Hategan dem Co-Trainer von Basaksehir, Pierre Achille Webó, die Rote Karte gezeigt.

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Bei diesem Vorgang soll das Wort "Negro" gefallen sein, dies warfen die Istanbul-Offiziellen dem rumänischen Schiedsrichter-Gespann lautstark vor, wie deutlich über die Außenmikrofone zu hören war.

Der Vierte Offizielle Sebastian Coltescu soll das Wort verwendet haben. In der Folge war zu hören, wie sich das Schiedsrichter-Team damit zu erklären versuchte, dass Coltescu das rumänische Wort für Schwarzer ("negru") benutzt habe und nicht das "N-Wort".

Basaksehir weigert sich weiterzuspielen

Webó und auch Ex-Bundesliga-Profi Demba Ba waren anschließend zu hören, wie sie lautstark darauf hinwiesen, dass die Schiedsrichter bei einem weißen Spieler auch nicht "der Weiße" gesagt hätten, um diesen zu identifizieren.

Die Spieler der Gäste weigerten sich daraufhin weiterzuspielen und gingen aufgebracht in die Kabine. Die Akteure und Verantwortlichen von PSG zeigten sich solidarisch und klatschten Beifall. Das nachgeholte Spiel am Mittwoch gewann PSG mit 5:1.

Die UEFA hat danach Ermittlungen gegen Coltescu aufgenommen, während die Rote Karte für Webó zurückgenommen wurde. Nun droht aber mindestens einer weiteren Person Ärger.