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München - Der FC Bayern schlägt Lokomotive Moskau verdient, aber glanzlos. Alphonso Davies feiert sein Comeback. Eric Maxim Choupo-Moting setzt ein Zeichen.

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Nach seinem Treffer zum 2:0 beim 2:0-Arbeitssieg des FC Bayern gegen Lokomotive Moskau (80.) sank Eric Maxim Choupo-Moting auf das rechte Knie, schloss die Augen und reckte die rechte Hand.

Es war jenes Zeichen der Black-Lives-Matter-Bewegung, jenes Zeichen, das einige Stunden zuvor schon die Spieler von Paris Saint-Germain und Istanbul Basaksehir in vereinter Kraft gezeigt hatten.

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Choupo-Moting setzte damit ein Signal gegen Rassismus nach dem Skandal um den Vierten Offiziellen Sebastian Colțescu am Dienstag - und erwies sowohl dem Betroffenen Pierre Webo seinen Respekt als auch seinen ehemaligen Mitspielern von Paris.

Choupo-Moting: "Dürfen wir nicht dulden"

"Natürlich habe ich gestern alles verfolgt", erklärte der Kameruner bei Sky. "Es ist traurig. Es war eine sehr gute Reaktion, man muss ein Zeichen setzen. Das dürfen wir nicht dulden. Jeder hat es in der Welt gesehen. Man muss dazu Stellung nehmen."

Niklas Süle indes hatte den Rekordmeister mit seinem ersten Treffer in der Königsklasse auf Kurs gebracht (63.) und und eine bessere B-Elf des Titelverteidigers zum nächsten Erfolg geführt. (Die SPORT1-Einzelkritik)

Flick: "Herausragendes Champions-League-Jahr"

"Uns alle freut, dass Niki uns auf die Siegerstraße gebracht hat", sagte Flick: "Nach dem 1:0 war mir klar, dass wir das Spiel gewinnen, weil wir in der Defensive gut gestanden haben. Dieses Jahr war ein herausragendes Champions-League-Jahr für uns. Wir wollten es mit einem Sieg abschließen, das haben wir geschafft."

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Die Bayern mit Rückkehrer Alphonso Davies waren bereits zuvor als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert, bei der Auslosung am Montag warten knifflige Aufgaben. Mögliche Gegner sind unter anderem der FC Barcelona mit Weltstar Lionel Messi, Sevilla, Bergamo, Porto oder Lazio Rom. Gespielt wird vom 16. Februar bis 17. März. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Für den fünften Sieg im sechsten Spiel bei einem Unentschieden gab es weitere 2,7 Millionen Euro an UEFA-Prämie. Insgesamt hat der sechsmalige Champion in der Vorrunde 14,4 Millionen Euro kassiert, mit Startgeld (15,25) und Achtelfinal-Preisgeld (9,5) sind es über 39 Millionen.

Lewandowski nicht dabei

Das Duell mit Lok war für die Bayern ein besseres Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen; Flick ging es folgerichtig nicht mit der bestmöglichen Aufstellung an und brachte mit zunehmender Spieldauer weitere Reservisten. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

Abwehrchef David Alaba stand aus Gründen der Belastungssteuerung wie der leicht angeschlagene Toptorjäger Robert Lewandowski gar nicht erst im Kader.

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Ihre Vertreter ließen es nicht an Engagement mangeln. Lok kam nur höchst selten aus der eigenen Hälfte heraus, bot in seiner dicht gestaffelten Abwehr aber lange nur sehr wenig Raum. Immer wieder blieben Münchner Torschüsse schon vor dem Ziel hängen. Sturmspitze Choupo-Moting, der Lewandowski vertrat, bekam kaum Bälle. Das wurde nur etwas besser, als er sich tiefer fallen ließ.

Davies zurück

Rückkehrer Davies, der nach seiner Knöchelverletzung erstmals seit Ende Oktober auflief, spielte links hinten mit hohem Einsatz, aber wenig Ertrag. Weil auch die offensiven Außen Leroy Sane und Douglas Costa Probleme hatten, lahmte das für die Bayern so wichtige Flügelspiel beträchtlich.

Bis zum ersten Schuss aufs Tor durch Costa dauerte es eine geschlagene halbe Stunde. Antreiber Thomas Müller traf das Außennetz (39.). Lok traute sich mit Ende der ersten Halbzeit nach vorne und sorgte ein ums andere Mal für Gefahr. (Die Tabellen der Champions League)

Mit Müller, der für Serge Gnabry Platz machte, nahm Flick zur Pause auch noch einen der Aktivposten raus. Doch Gnabry brachte Schwung mit: Nach einer Ecke des Nationalspielers scheiterte Süle zunächst noch per Kopf (50.). Kurz darauf vergab Choupo-Moting per Hacke (53.), dann Gnabry selbst bei der bis dahin besten Chance (57.).

Süle verwertete wenig später eine Ecke von Costa aus sieben Metern wuchtig per Kopf. Nach Vorarbeit von Gnabry machte Choupo-Moting den Deckel drauf.

"Jeder liebt es, hier in der Champions League zu spielen", sagte der 31-Jährige. "Das ist die größte Bühne. Und wenn man der Mannschaft noch mit einem Tor helfen kann, ist das umso schöner."