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München - Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain stehen in der Champions League mit dem Rücken zur Wand. Dem Team bleibt wegen Personalsorgen nur die Flucht nach vorne.

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Am 23. August stand Paris Saint-Germain im Endspiel der Champions League. Nicht einmal drei Monate nach dem 0:1 gegen den FC Bayern steht das Team von Trainer Thomas Tuchel erneut vor einem von ihm selbst ausgerufenen "Finale" in der Königsklasse

Das Heimspiel am Dienstag gegen RB Leipzig ist quasi die letzte Chance, ein Vorrunden-Aus zu verhindern (Champions League: Paris - Leipzig am Di. ab 21 Uhr im LIVETICKER).  

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Bei einer Niederlage gegen die Sachsen wäre das Ausscheiden nur schwerlich noch zu vermeiden. Paris hat nach drei Partien lediglich drei Punkte auf dem Konto und ist hinter Manchester United und Leipzig mit jeweils sechs Zählern auf dem dritten Rang.

Sollten die Franzosen also verlieren und parallel Manchester gegen Basaksehir gewinnen, hätte Tuchels Starensemble sechs Punkte Rückstand auf das Duo bei nur noch zwei Partien (Service: Die Tabellen der Champions League). 

Leipzig bei Sieg für PSG außer Reichweite

Der direkte Vergleich mit Leipzig wäre allerdings bei einem Sieg des Bundesligisten verloren gegangen, lediglich Manchester noch einholbar (Service: Der Spielplan der Champions League). 

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Deshalb steht Tuchel bereits unter enormem Druck. Auf die Frage, ob er denn zugesagt bekommen habe, auch im Falle einer Niederlage gegen RB die Rückendeckung von Klubboss Nasser Al-Khelaifi und Sportdirektor Leonardo zu haben, meinte Tuchel: "Das ist nicht notwendig. Wenn es so wäre, würde es mich mehr verunsichern, als wenn es nicht so ist."

Aber wie will der Trainer in der Königsklasse die Wende in der Champions League schaffen? 

Paris hat große Defensivsorgen. Dem Team bleibt nur die Flucht nach vorne. 

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Am vergangenen Wochenende offenbarte Monaco beim 3:2-Erfolg die Schwächen von PSG in der Hintermannschaft. Nun ist die ohnehin angespannte Personallage in der Defensive noch kritischer. 

Tuchel fehlen diverse Abwehrstars

Im Vergleich zur Viererkette gegen Bayern im August wird Tuchel komplett umstellen müssen. Damals standen Juan Bernat, Thiago Silva, Presnel Kimpembe und Thilo Kehrer auf dem Rasen. Bernat hat sich das Kreuzband gerissen, Silva wurde an Chelsea abgegeben, Kimpembe ist gesperrt und Kehrer fällt mit einer Schambeinentzündung aus. 

Auch die Mittelfeld-Abräumer Idrissa Gueye (gesperrt) und Marco Verratti (Beinverletzung) sind nicht dabei. 

Also werden wohl Layvin Kurzawa, Marquinhos, Abdou Diallo und Alessandro Florenz die Hintermannschaft vor Torwart Keylor Navas bilden.

Deshalb wird Tuchel gezwungenermaßen die geballte Offensiv-Power auf den Platz bringen. Sowohl Neymar als auch Kylian Mbappé, Angel di Maria und Moise Kean werden in der Startelf erwartet.

Neymar und Mbappé im Fokus

Aufgrund der Engpässe in der Abwehr machte Tuchel bei der Pressekonferenz deutlich, wie wichtig die Sturmstars sein werden. "Kylian Mbappé und Neymar werden morgen entscheidende Spieler sein", kündigte er an.

Bei den Leipzigern herrscht trotz des drohenden Sturm-Orkans von Paris aber keine außergewöhnliche Anspannung. "Grundsätzlich erwarte ich, wenn sie von Finale sprechen, dass sie auch auftreten wie in einem Finale", sagte Trainer Julian Nagelsmann. Er fügte aber selbstbewusst an: "Neymar und Mbappé kosten so viel wie mein ganzer Kader, aber wir haben die bessere Ausgangsposition."