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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach zeigt gegen Real Madrid lange eine starke Partie. In der Schlussphase brechen die Fohlen jedoch ein. SPORT1-Einzelkritik.

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Borussia Mönchengladbach hat gegen Real Madrid die Sensation verpasst. 

Am Ende reichte den Fohlen eine 2:0-Führung durch den starken Doppelpacker Marcus Thuram nicht zum Sieg. Casemiro erzielte in der 93. Minute den 2:2-Ausgleich für die Gäste. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Die SPORT1-Einzelkritik: 

Abwehr bricht spät ein

YANN SOMMER: Der Schweizer dirigierte seine Vorderleute lautstark. Beim Weitschuss von Kroos (29.) hellwach und mit einer Riesen-Parade gegen Asensio (38.), als er bei einem Schuss aus spitzem Winkel reflexartig die Arme hochriss. An beiden Gegentoren machtlos. SPORT1-Note: 2,5

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STEFAN LAINER: Bissig, giftig, gallig - der Österreicher war extrem fleißig und ein jederzeit unangenehmer Gegenspieler für die Madrilenen. Beim Gegentor zum 1:2 sah er allerdings nicht gut aus. SPORT1-Note: 3

MATTHIAS GINTER: Der Abwehrchef hielt den Laden hinten bis zur Schlussphase dicht und bügelte alles weg, was auch nur im Ansatz in seine Nähe kam. Dann brach aber auch der Nationalspieler ein. Beim bitteren 2:2-Ausgleichstreffer durch Casemiro hing er leider mit drin. SPORT1-Note: 3

NICO ELVEDI: Sein großes Vorbild Sergio Ramos dürfte ihn spätestens nach diesem Auftritt kennen. Der Schweizer machte lange ein richtig gutes Spiel und schaltete zwischenzeitlich sogar Top-Star Karim Benzema aus. Umso bitterer, dass er dann in der Schlussphase an beiden Gegentoren nicht ganz unbeteiligt war. SPORT1-Note: 3

RAMY BENSEBAINI: Rotierte im Vergleich zum Mainz-Spiel wieder in die Startelf. Der Algerier, der gegen Inter Mailand beim 2:2 noch traf, mühte sich zwar und machte auf der linken Seite viel Dampf, allerdings oft ohne Ertrag. SPORT1-Note: 3 (Service: Tabellen der Champions League)

Kramer übernimmt Verantwortung

CHRISTOPH KRAMER: Nicht das erste große Spiel für den Weltmeister von 2014. Kramer übernahm Verantwortung und motivierte seine Teamkollegen immer wieder: "Sehr gut, Männer. Weiter! Weiter! Wir beißen!" Als Anspielstation im defensiven Mittelfeld stand er immer parat und kochte zudem seine Gegenspieler souverän ab. SPORT1-Note: 2

FLORIAN NEUHAUS: Der Nationalspieler machte ein solides Spiel. Vor allem seine großartige Lupfer-Vorarbeit in der 61. Minute auf Plea bleibt im Gedächtnis. Schade, dass der Stürmer letztlich nicht vollendete. SPORT1-Note: 3

JONAS HOFMANN: Der Gladbacher Topscorer (vier Tore, fünf Assists) diesmal mit einem unauffälligen Auftritt. Zwar fehlerfrei, aber ohne große Szenen. SPORT1-Note: 3

LARS STINDL (bis 79.): Der Kapitän machte ein gutes Spiel. Nach vorne setzte er immer wieder Akzente, ließ aber auch das Verteidigen nicht aus den Augen. Stindl hätte sich für seinen guten Auftritt belohnen können, setzte seinen Schuss in der 66. Minute aber knapp am linken Pfosten vorbei - schade! SPORT1-Note: 2,5 (Service: Spielplan & Ergebnisse der Champions League)

Thuram überragt mit Doppelpack

MARCUS THURAM (bis 71.): Musste sich diesmal nicht - wie in Mailand - selbst googlen, um ins Stadion zu kommen. Googlen werden ihn aber spätestens jetzt sicher viele europäische Top-Vereine. Ein Mega-Auftritt des Franzosen. Abgezockt und eiskalt beim 1:0 und mit dem richtigen Riecher vor dem 2:0-Abstauber. Da kann es nur eine Note geben! SPORT1-Note: 1

ALASSANE PLÉA (bis 79.): "Weltklasse" - dieses Prädikat muss man dem gut aufspielenden Franzosen für seinen Sahne-Pass vor dem 1:0 durch Thuram geben. Bitter, dass Plea aber die Mega-Chance in der 60. Minute ausließ. Damit hätte er den Sack zumachen können. SPORT1-Note: 2

PATRICK HERRMANN (ab 71.): Das Gladbach-Urgestein kam für Thuram, aber zu spät, um noch bewertet zu werden.

BREEL EMBOLO (ab 79.): Wurde für Pléa eingewechselt, ohne Bewertung.

HANNES WOLF (ab 79.): Ersetzte Stindl in der Schlussphase, keine Bewertung.