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Mönchengladbach - Ein Doppelpack von Thuram reicht Borussia Mönchengladbach nicht zur Sensation in der Champions League. Real kontert spät.

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Es war ein Déjà Vu der bitteren Sorte, den Borussia Mönchengladbach an diesem kühlen Herbstabend erleben musste.

Nachdem die Fohlen bei Inter Mailand den Sieg kurz vor dem Ende verspielt hatten, ließ sich die Elf von Trainer Marco Rose auch am zweiten Champions-League-Spieltag die Butter noch vom Brot nehmen.

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"Es ist maximal bitter", sagte ein sichtlich enttäuschter Coach nach dem 2:2 (1:0) gegen Real Madrid. "Ich kann meiner Mannschaft schwer einen Vorwurf machen. Man muss die Qualität von Real anerkennnen. Wenn beide Innenverteidiger im Strafraum sind, dann braucht man auch das Quäntchen Glück."

Dank großer Leidenschaft und dem Killerinstinkt von Marcus Thuram hatte Gladbach den Coup schon vor Augen - doch dann schlug die Weltauswahl von Real Madrid eiskalt zurück.

Thurams Doppelpack reicht nicht

Trotz eines Doppelpacks des Franzosen (33., 58.) musste sich die Borussia in einer magischen Champions-League-Nacht vor Geisterkulisse somit mit dem zweiten 2:2 begnügen und verpasste die Tabellenführung in der Gruppe B. (Service: Tabellen der Champions League )

Karim Benzema (87.) und Casemiro (90.+3.) rissen die Gladbacher mit ihren späten Toren aus allen Siegesträumen. Für die Königlichen war es nach der peinlichen Auftaktpleite gegen Schachtjor Donezk der erste Punktgewinn.

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"Ich habe allen gesagt, dass Gladbach eine gute Mannschaft ist. Es ist definitiv Vorsicht geboten", hatte Rio-Weltmeister Toni Kroos vor dem Anpfiff an seine Mitspieler appelliert.

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Doch die Borussia war beim ersten Wiedersehen mit dem Champions-League-Rekordsieger seit 35 Jahren zunächst einmal in der Defensive gefordert.

Gladbach verteidigt mit Leidenschaft

Angetrieben von Kroos, Casemiro und Fede Valverde ließ der spanische Meister den Ball zirkulieren, die Gladbacher mussten läuferisch viel Arbeit verrichten. Mit großer Disziplin und viel Fleiß gelang es dem fünfmaligen deutschen Meister aber zunächst, die Gäste meist in nur ungefährlichen Zonen kombinieren zu lassen. Daran änderte auch die erste Torannäherung durch Karim Benzema nichts (16.).

Offensiv setzte das Rose-Team zunächst allerdings keine Nadelstiche. Zum einen kam die Borussia kaum einmal zu einem konstruktiven Spielaufbau, zum anderen mangelte es an Präzision. Anders die Gäste, die nach 20 Minuten dank ihrer spielerischen Klasse den Druck erhöhten. Doch die Gladbacher konnten sich beim Abschluss von Kroos von der Strafraumgrenze auf Torhüter Yann Sommer verlassen (29.).

Die Führung der Fohlen, die zum Auftakt einen Punkt bei Inter Mailand (2:2) erkämpft hatten, fiel überraschend. Nach schönem Doppelpass mit Jonas Hofmann bediente Alassane Plea seinen französischen Landsmann Thuram mit viel Übersicht. Dieser ließ mit seiner sehenswerten Direktabnahme Schlussmann Thibaut Courtois keine Chance. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Der Treffer zeigte Wirkung. Real hatte zwar weiterhin viel Ballbesitz, doch der letzte Pass in die Spitze oder die Hereingaben auf Benzema kamen oft nicht an. Bei einem Schuss aus spitzem Winkel war zudem Sommer zur Stelle (38.).

Casemiro zerstört Gladbachs Träume

Die gereizten Spanier kamen wütend und voller Tatendrang aus der Pause. Asensios noch leicht abgefälschter Schuss klatschte an den Pfosten (46.). Real erhöhte die Schlagzahl, die Gladbacher verloren ein wenig ihre Ordnung. Vinicius Junior zielte aber zu ungenau (50.). (Service: Spielplan & Ergebnisse der Champions League)

Die Gastgeber standen nun sehr tief, fanden dann aber schnell wieder zu ihrer Sicherheit zurück. Die Borussia kam immer wieder in schnelle Umschaltsituationen. Nach einem Volleyschuss von Plea ließ Courtois den Ball vor die Füße von Thuram prallen, der aus kurzer Distanz erhöhte.

Real war geschockt. Plea scheiterte nach einem Pass von Florian Neuhaus frei vor Courtois (61.), Kapitän Lars Stindl verfehlte das Ziel nur knapp (66.).

Auf der anderen Seite prüfte Asensio Sommer aus der Distanz (70.). Zidane setzte dann alles auf eine Karte und brachte den lange verletzten Eden Hazard, der kurz darauf die Chance zum Anschlusstreffer vergab (74.). Dann schlug Benzema zu, und Casemiro machte die Gladbacher Träume zunichte.