Lesedauer: 3 Minuten

Dortmund - Borussia Dortmund plagen vor dem Champions-League-Start Personalsorgen. Sportdirektor Michael Zorc informiert über den Gesundheitszustand von Lukasz Piszczek.

Anzeige

Mit einem hart umkämpften 1:0-Sieg gegen Hoffenheim und großen Abwehr-Sorgen im Gepäck reist der BVB nach Rom!

Am Montagvormittag fliegt die Mannschaft von Dortmund aus in die "Ewige Stadt". Und in der Maschine wird der eine oder andere Platz wohl oder übel frei sein. Die Personalsorgen beim BVB reißen nämlich nicht ab.

Anzeige

Große Personalsorgen beim BVB

In 2014er Weltmeister Mats Hummels steht für das Champions-League-Auftaktspiel bei Lazio Rom (Champions League: Lazio Rom - Borussia Dortmund, Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER) nur ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung.

Für Manuel Akanji, der noch bis einschließlich Samstag in häuslicher Quarantäne weilte, Dan-Axel Zagadou, Marcel Schmelzer, Thorgan Hazard und Nico Schulz kommt das Rom-Spiel wohl zu früh. Emre Can muss zudem in der Königsklasse eine Rotsperre aus dem Paris-Spiel absetzen.

Ein Fragezeichen steht außerdem hinter dem Einsatz von Lukasz Piszczek. Der Pole verletzte sich in Hoffenheim am rechten Auge und musste sogar in die Klinik.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Champions League
    1
    Fussball / Champions League
    Jetzt schlägt Nübels Bayern-Stunde
  • Int. Fussball
    2
    Int. Fussball
    Coach Wayne Rooney: "The Quiet One"
  • Fussball / DFB-Team
    3
    Fussball / DFB-Team
    Boateng spricht über Löw-Verbleib
  • Motorsport / Formel 1
    4
    Motorsport / Formel 1
    Haas für Schumacher andere Welt
  • Fussball / DFB-Team
    5
    Fussball / DFB-Team
    Lienen knöpft sich Bierhoff vor

Am Sonntag war das rechte Auge des 35 Jahre alten Abwehrspielers noch blutunterlaufen. Der "Oldie" trug deshalb eine Schutzbrille. "Wir hoffen natürlich, dass Piszczek einsatzbereit ist", sagte Sportchef Michael Zorc im Gespräch mit SPORT1. "Er hat am Sonntag nicht trainiert, ihm war noch ein bisschen schwindelig. Bei ihm müssen wir noch schauen. Er fliegt morgen aber mit."

Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Favre schlägt Alarm

Ob das BVB-Urgestein gegen Lazio spielen kann, hängt allerdings noch vom Rat der Teamärzte ab. "Wir haben auf einer bestimmten Position ein Problem", monierte Trainer Lucien Favre nach dem Sieg bei Angstgegner Hoffenheim. "Vorne mache ich mir keine Sorgen. Da haben wir Haaland, Reus, Reyna, Sancho und Brandt. Im Mittelfeld ist es auch okay."

Favre meinte natürlich die Abwehr. Nach der Piszczek-Auswechslung spielte Thomas Delaney auf ungewohnter Position als linker Innenverteidiger. Der Däne machte seine Sache als Notnagel "herausragend gut", wie Zorc befand, und könnte ein Kandidat für Rom sein.

"Wir müssen in dieser Phase improvisieren und auch den einen oder anderen Spieler aus dem Mittelfeld in die Abwehr ziehen", sagt Zorc zu SPORT1. "Thomas zum Beispiel hat das in Hoffenheim ganz hervorragend gemacht. Davor ziehe ich den Hut."

Hoffenheim soll BVB Schub für Lazio verleihen

Mit Blick auf das Hoffenheim-Spiel zeigte sich der BVB-Sportchef insgesamt zufrieden.

"Es war kein einfaches Spiel, weil die Müdigkeit nach den Länderspielreisen beim einen oder anderen Spieler groß war", fasste der 58-Jährige den dritten Saisonsieg nochmal zusammen. "Wir hatten im Grunde kein Training miteinander. Der Trainer musste viele Umstellungen vornehmen. Mit Blick darauf, dass wir in Hoffenheim acht Jahre nicht gewonnen haben, bin ich mit dem Auftritt sehr zufrieden."

Allen voran Erling Haaland und Siegtorschütze Marco Reus haben der Mannschaft "einen zusätzlichen Push" gegeben. "Mit Erling hatten wir im Strafraum richtig viel Präsenz. Was wir uns aber ankreiden müssen: Wir haben den Sack nicht früher zugemacht und nicht das 2:0 und 3:0 gemacht."

Der Sieg gegen Angstgegner Hoffenheim gibt dem BVB nun Selbstvertrauen für das Duell am Dienstag gegen Lazio Rom um Ex-BVB-Spieler Ciro Immobile. "Wir wollen einen guten Start in die Champions League haben, wohlwissend, dass Lazio ein Mitbewerber auf das Weiterkommen ist", sagt Zorc abschließend.