Lesedauer: 3 Minuten

Rom - Den BVB plagen Abwehrsorgen. Die Lösung könnte mit Thomas Delaney schon in den eigenen Reihen sein. Es ist nach vielen Verletzungen ein Neustart für den Dänen.

Anzeige

Lucien Favre gehen allmählich die Alternativen aus.

"Wir müssen kreativ sein", sagte der Trainer angesprochen auf die schwierige Personallage vor dem Champions-League-Spiel heute Abend bei Lazio Rom (Champions League: Lazio Rom - Borussia Dortmund ab 21 Uhr im LIVETICKER). Man werde aber "sicher eine Lösung finden".

Anzeige

Die Lösung dürfte Favre bereits parat haben. Viele Alternativen bleiben dem Schweizer ja nicht. Die Dortmunder sind nämlich ohne den gesperrten Emre Can sowie den angeschlagenen Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou, Marcel Schmelzer und Nico Schulz in die "Ewige Stadt" gereist.

Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

In Mats Hummels steht beim Königsklassen-Auftakt nur ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung.

"Es ist eine Herausforderung für uns", weiß auch der 31-Jährige. "Automatismen und Eigenheiten sind sonst eher bekannt. Wir müssen viel kommunizieren und aufeinander achten. Da werde ich versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen und Kommandos zu geben."

Zorc zieht den Hut vor Delaney

An seiner Seite wird zwangsläufig Thomas Delaney spielen. Der Däne, eigentlich als zweikampfstarker Mittelfeldspieler auf der Position des Sechsers zu Hause, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf der linken Innenverteidiger-Position spielen.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Verletzt raus! Sorgen um Kruse
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Effenberg: Dieser Kniff hilft Bayern
  • Int. Fussball
    3
    Int. Fussball
    Der beste unbekannte Trainer?
  • Fussball / 3. Liga
    4
    Fussball / 3. Liga
    Arp: HSV-Rückkehr vorstellbar
  • Fussball / Transfermarkt
    5
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Rummenigge spricht über Thiago-Deal

Für den Job als Not-Verteidiger empfahl sich der 29-Jährige vor drei Tagen. Beim 1:0-Erfolg in Hoffenheim ersetzte der 43-malige dänische Nationalspieler ab der 20. Minute Lukasz Piszczek, der mit einer Verletzung am Auge ausgewechselt wurde, sich für das Spiel bei Lazio aber rechtzeitig fitgemeldet hat.

Delaney hatte in Hoffenheim 74 Ballkontakte, gewann 81 Prozent seiner Zweikämpfe (bei nur zwei Fouls) und machte seine Sache "herausragend gut", wie auch Sportchef Michael Zorc im Gespräch mit SPORT1 befand. "Ich ziehe meinen Hut vor Thomas' Leistung. Das war richtig gut."

In der Dreier-Abwehrkette werden also Delaney, Hummels und Piszczek auflaufen, auf den Außenverteidiger-Positionen Thomas Meunier und Raphael Guerreiro.

Der Fantalk aus dem Dortmunder Fußballmuseum - alles Wissenswerte zur Champions League mit bester Unterhaltung, Dienstag und Mittwoch ab 20.15 Uhr auf SPORT1

Auf die Dortmunder Abwehr um Notnagel Delaney wartet allerdings eine richtig schwierige Aufgabe, schließlich geht es auch darum, Europas besten Torjäger der vergangenen Saison (36 Treffer), Ciro Immobile, zu stoppen.

"Wir dürfen ihm keine Chancen geben", sagt Hummels über seinen Ex-Teamkollegen (2014 bis 2015). "Wir wissen um seine ungeheure Qualität im Abschluss. Er ist vor dem Tor seit ein paar Jahren eiskalt."

Delaney hatte letzte Saison "jeden Tag Schmerzen"

Eiskalt ist auch Delaney. Der Skandinavier hat in der Vergangenheit schon dem einen oder anderen Offensivspieler den Zahn gezogen. Er gilt als extrem robuster Zweikämpfer, dem kein Weg zu weit ist.

DAZN gratis testen und die Champions League live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Auch deshalb wird Delaney mit seinen Kämpfer-Qualitäten wieder wichtig für den BVB. Den Defensivspieler, der vor zwei Jahren für rund 20 Millionen Euro aus Bremen geholt wurde, warfen in seiner Zeit bei den Schwarzgelben immer wieder Verletzungen zurück.

Im Sommer-Trainingslager in Bad Ragaz sagte er: "Ich hatte eine sehr schwere Saison. Ich war verletzt und konnte nicht viel spielen. Das war für den Kopf schon schwierig. Ich hatte jeden Tag Schmerzen."

Er wisse aber um sein Können. "Ich vertraue darauf, dass der Trainer das auch weiß. Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich voll da und bringe meine Leistung." Er freue sich auf eine Art Neustart. Dieser hat für Thomas Delaney in diesen Tagen auf neuer Position begonnen.