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Hansi Flick stellt im Finale der Champions-League überraschend nicht Ivan Perisic auf. Der Bayern-Trainer erklärt, was den Ausschlag für Kingsley Coman gibt.

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Bayern-Trainer Hansi Flick hat bei der Startelf-Entscheidung für Kingsley Coman im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain ein goldenes Händchen bewiesen.

Der Franzose war es schließlich, der in der 59. Minute seine gute Leistung krönte und das entscheidende Tor zum CL-Triumph des FC Bayern schoss, der den Triple-Gewinn der Münchner perfekt machte.

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Flick hat nun erklärt, wieso er sich letztendlich für Coman und gegen Ivan Perisic entschieden hat, der im Viertelfinale gegen den FC Barcelona und im Halbfinale gegen Olympique Lyon von Beginn an aufgelaufen war.

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"Ich kann nicht genau benennen, was am Ende den Ausschlag für Kingsley gegeben hat, wahrscheinlich war es Bauchgefühl: Wir unterhalten uns viel, am Ende triffst du als Trainer die Entscheidung", sagte Flick der Sport Bild.

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Abschlusstraining mit Perisic in Startelf

Die Entscheidung kam umso überraschender, da im Abschlusstraining noch Perisic in der Startelf gestanden hatte.

Der Trainer betont aber, dass er nicht absichtlich geblufft habe: "Ich lasse mir die Entscheidungen gerne offen. Es kann so viel passieren. Bei Kingsley fiel die Entscheidung letztendlich einige Stunden vor dem Anpfiff."

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Laut Flick war aber nicht nur Perisic für ihn eine Option im Finale der Champions League. "Ich hätte keinen Fehler gemacht, wenn ich Ivan Perisic oder Philippe Coutinho aufgestellt hätte: Ivan hat es in den Spielen zuvor super gemacht, Philippe war in den Trainingseinheiten auf einem Top-Niveau, er ist körperlich topfit und hat viel Selbstvertrauen", sagte Flick.

Mit der Entscheidung für Siegtorschütze Coman lag der Münchner Trainer letztlich aber goldrichtig.

CL-Erfolg "intensiver" als WM-Titel

Für Flick selbst war der Champions-League-Sieg "intensiver" als der WM-Titel 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft. "Das war damals klasse, ich hatte schon vor der WM 2014 Turniere mitgemacht, war vor den Spielen und um die Spiele herum relativ relaxt. Nun war die Situation eine andere, eine ganz besondere", erklärte er.

Im Unterschied zu 2014, als er Assistent von Bundestrainer Joachim Löw gewesen war, habe er nun die Hauptverantwortung getragen: "Ich stand dem Trainerteam vor, war für die Mitarbeiter, den Staff und die Mannschaft verantwortlich. Es war daher etwas anderes jetzt, intensiver."