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Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Co. sind die neue Bayern-Generation. Eines aber fehlt ihnen trotz Champions-League-Sieg noch - und es wird sie anspornen. SPORT1-Kommentar.

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Es war eine der Szenen nach Abpfiff.

Inmitten der Jubelarien des FC Bayern lagen Joshua Kimmich und Serge Gnabry gedankenversunken auf dem Rücken und schauten vom Spielfeld aus gen Lissabonner Nachthimmel. Im größten Moment ihrer sportlichen Karriere flippten sie nicht aus. Sie genossen diesen einzigartigen Moment.

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Minuten später ein ähnliches Bild. Diesmal saßen die beiden in aller Ruhe auf dem Podium, während viele ihrer Mitspieler auf dem Spielfeld herumtollten. Neben ihnen saß unter anderem Leon Goretzka. Man sprach miteinander.

Ist es genau das, was diesen 95er-Jahrgang so auszeichnet? Diese Beherrschung, diese Klarheit, dieser Fokus auf das Wesentliche zur richtigen Zeit? Ja!

Neue goldene Generation beim FC Bayern

Zu diesem Trio gesellt sich noch der wiedergenesene Niklas Süle. Sie zählen zu dieser Generation, die sich beim FC Bayern durch ihren ersten Triumph in der Champions League endgültig zur zweiten entscheidenden Achse hinter der um Manuel Neuer und Thomas Müller herausgestellt hat. Sie können und sollen beim FC Bayern eine Epoche des Erfolgs einleiten.

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Kimmich, Gnabry, Goretzka und Süle haben in dieser Saison und vor allem beim Endrunden-Turnier in Lissabon bewiesen, dass sie nicht nur talentiert, sondern druckresistent sind. Dass sie nicht nur fordern, sondern abliefern. Dass sie Selbstbewusstsein mit gesellschaftlicher Verantwortung kombinieren. Dass sie nicht nur Champions, sondern Freunde sind.

Der 95er-Jahrgang hat sich am Sonntagabend die Krone aufgesetzt. Vielleicht schneller als er es sich selbst erträumt hat, aber aus diesem Traum ist nun Wirklichkeit geworden. Daraus wiederum wird auch die Anspruchshaltung wachsen.

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Nicht nur beim FC Bayern, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft. 2013 gewannen Müller, Neuer und Jérôme Boateng erstmals das Triple. Ein Jahr später holten sie mit Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger den WM-Titel in Brasilien.

Kimmich und Co. als Säulen für die EM

Mit ihren beeindruckend konstanten Darbietungen in der wohl herausforderndsten Saison der Fußball-Geschichte werden Kimmich und Co. im System von Bundestrainer Joachim Löw nun auch vorangehen und unverzichtbar sein. 

Fortan sind sie das Vorbild all derer, die beim FC Bayern und beim DFB nachrücken und noch jünger sind als sie.

Dass sie in Lissabon Geschichte geschrieben haben, wird das Quartett längst wissen. Dass ihnen für die Riege der ganz Großen ein großer Titel mit der Nationalmannschaft fehlt, wird sie anspornen.

Umso besser, dass die nächste EM bereits in ein paar Monaten stattfindet.