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München - Der FC Bayern steht vor dem Abschluss einer historischen Saison. Im CL-Finale gegen PSG könnten Robert Lewandowski und Co. noch ein paar Rekorde knacken.

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Der FC Bayern spielt eine Saison der Superlative. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick sorgt für eine Bestmarke nach der anderen. Viele diskutieren bereits darüber, ob die aktuellen Bayern gar die beste Mannschaft der Vereinshistorie ist.

Und die Saison ist noch nicht ganz vorbei. Heißt: Bayern kann im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain weitere Rekorde knacken - oder ausbauen. (Champions League, Finale: Paris Saint-Germain – FC Bayern München am Sonntag ab 21 Uhr im LIVETICKER)

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SPORT1 zeigt, welche Meilensteine der deutsche Rekordmeister gegen PSG erreichen kann.

Elf von elf?

Zehnmal ist Bayern in der Champions-League-Saison 2019/'20 bislang angetreten, zehnmal gingen die Münchner als Sieger vom Platz – egal ob der Gegner Barcelona, Tottenham oder Belgrad hieß. Sollten sie auch PSG besiegen, wären sie die erste Mannschaft, die in einer Spielzeit alle Partien gewinnt. Die ersten zehn Spiele einer Saison hatte zuvor auch noch nie ein Team siegreich gestaltet.

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Mit dem zehnten Erfolg in Serie stellte der FCB seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2013 (April bis November) ein, den sie gemeinsam mit Real Madrid halten, das von April 2014 bis Februar 2015 ebenfalls zehnmal in Folge gewann.

Torfabrik FC Bayern

In der Bundesliga verfehlten die Bayern mit 100 Treffern noch um ein Tor ihre eigene Bestmarke aus der Saison 1971/'72. In der Königsklasse sind sie jedoch so gut wie noch nie.

Bayern erzielte in zehn Partien bislang 42 Tore. Damit fehlen der Flick-Truppe drei Treffer zum Wettbewerbsrekord. Zur Erinnerung: Der FC Barcelona hatte in der Saison 1999/2000 45 Mal eingenetzt. Die Spanier benötigten dafür aber 16 Partien. Mit drei Toren gegen PSG könnte München das in elf Matches schaffen.

Eine Bestmarke ist den Roten aber nicht mehr zu nehmen: Die bislang 4,2 Tore pro Spiel sind der beste Schnitt, den je eine Mannschaft in einer CL-Saison erreicht hat. Selbst wenn Bayern am Sonntagabend leer ausginge, würden sie die Saison mit einer Quote von 3,81 beenden.

Das wäre immer noch um 0,4 Tore besser als der bisherige Rekord der Pariser, die in der Spielzeit 2017/'18 pro Partie 3,4 Mal  trafen. Und PSG müsste schon 17 Buden mehr machen, um Bayern einzuholen.

Das nächste Tor der Bayern wird übrigens ihr 500. Treffer in der Champions League sein. Nur Real (567) und Barca (517) haben diesen Meilenstein bislang erreicht. Den deutschen Rekord könnte der FCB also weiter aufbessern.

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Kriegt Lewandowski Ronaldo noch?

Für einen Großteil der Treffer ist dabei Robert Lewandowski verantwortlich. Der Pole schoss in seinen bisherigen neun Saisonspielen 15 Tore – beim Rückspiel gegen Tottenham Hotspur wurde er geschont.

Damit fehlen dem Mittelstürmer nur noch zwei Treffer zum Rekord von Cristiano Ronaldo, der in der Saison 2013/'14 in elf Partien 17 Mal einnetzte. Insgesamt hat Lewandowski in der Königsklasse bislang 68 Tore erzielt, 17 davon für Borussia Dortmund. Ronaldo steht bei 130.

Sollte Lewandowski erneut gegen PSG treffen, könnte er im ersten Spiel der kommenden Saison einen anderen Top-Wert des Portugiesen knacken: Ronaldo hält die Serie mit den meisten Spielen (elf), in denen er mindestens ein Tor erzielt hat. Lewandowski steht bei neun.

Gemeinsam mit Serge Gnabry hat er dem fünfmaligen Ballon-d'Or-Gewinner übrigens schon einen Rekord abgeluchst. Durch ihre Tore gegen Olympique Lyon im Halbfinale (3:0) sind Lewandowski und Gnabry das erfolgreichste Duo der Geschichte der Champions League. Sie lösten mit nun 24 Treffern Ronaldo und Gareth Bale ab, die 2013/'14 zusammen 23 Mal den Ball in die Maschen beförderten. Diesen Rekord könnte das Bayern-Duo gegen PSG ausbauen.

Dauerbrenner Müller

Neben Lewandowski glänzt vor allem Thomas Müller mit unglaublichen Statistiken. Seine 21 Assists waren neuer Bundesliga-Rekord.

In der Champions League ist er seit dem Viertelfinale gegen Barca (8:2) alleiniger deutscher Rekordhalter. Müller übertrumpfte damit seinen ehemaligen Teamkollegen Philipp Lahm, der 112 Mal in der Königsklasse auflief.

Nach dem Finale wird Müller voraussichtlich 115 Einsätze haben. Manuel Neuer rückt mit dann 111 Partien wiederum Lahm auf die Pelle.