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Manuel Neuer wird für seine Aktion vor dem Gegentreffer gegen Chelsea kritisiert. Das ist nicht angebracht, findet SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg.

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Kritisiert ein zweimaliger Welttorwart einen viermaligen, dann ist ihm Aufmerksamkeit gewiss.

Wie im Fall von Peter Schmeichel (gewann diese Auszeichnung 1992 und 1993), der sich am Samstagabend Manuel Neuer (holte sich die Torwart-Krone von 2013 bis 2016) zur Brust nahm, weil er den 1:2-Anschlusstreffer des FC Chelsea verschuldet hatte.

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Eine flache Hereingabe von links, eine unglückliche Neuer-Abwehr nach vorne, Tammy Abraham musste nur noch einschieben. So weit, so vernachlässigbar, denn die Bayern ließen ansonsten nichts anbrennen. Auch Neuer nicht.

Schmeichel bescheinigte Neuer trotzdem "kein großartiges Torwartspiel", um direkt hinterherzuschieben, dass Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) und Alisson Becker (FC Liverpool) "die besten Torhüter mit den Füßen" seien.

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Aussagen, die Neuer nicht schmeicheln. 

Doch an ihm wird diese Kritik genauso abprallen wie öffentliche Forderungen nach einer Erklärung ob seines kontroversen Urlaubs-Videos aus Kroatien.

Manuel Neuer weiß um seine Stärke

Auch den Bayern-Verantwortlichen wird Schmeichels Urteil nur ein mildes Lächeln abringen, denn im FCB-Kosmos ist der 34-Jährige die unangefochtene Nummer eins.

Dass er beim Gegentreffer der Londoner nicht gut aussah, wird Neuer wissen. Dass er mit dem Ball am Fuß zur absoluten Torhüter-Weltspitze gehört, ebenso.

Auffällig ist trotzdem, dass er seinen Status als Kapitän und Nummer eins in dieser Saison öffentlich sehr oft verteidigt hat. Bei 11Freunde sagte er zuletzt: "Ich bin der Überzeugung, dass ich der Beste bin, auch wenn ich nicht mehr 17 bin."

Neuer steht vor herausfordernden Zeiten und unter Beobachtung. Sein Vertrag ist hochdotiert und nach monatelangen Verhandlungen bis 2023 verlängert worden.

Flick stellt nur Neuer Stammplatz-Garantie aus

Im Hintergrund lauert Alexander Nübel, der ihn eines Tages ablösen soll. Dem ab der kommenden Saison Einsätze schriftlich garantiert sind. Ob ihm diese auch gewährt werden, ist eine andere Sache.

Denn Hansi Flick stellte unlängst im SPORT1-Interview klar, dass es für ihn nur einen Spieler mit Stammplatz-Garantie gibt und geben wird: eben Manuel Neuer.

Auch in Lissabon, wenn die Bayern das Triple jagen. Dafür brauchen sie Neuer in Topform. Dass er diese hat, hat er in der laufenden Saison mehrfach unter Beweis gestellt.

Ich bin davon überzeugt, dass die Bayern am 23. August den Henkelpott in die Höhe stemmen. Vor allem wegen Neuer, der sich dann obendrein seine fünfte Auszeichnung als Welttorwart redlich verdient hätte.