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Nach der krachenden Niederlage gegen den FC Bayern scheinen die Tage von Quique Sétien als Trainer gezählt. Ein Argentinier ist Favorit auf seine Nachfolge.

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Wie versteinert verfolgte Quique Setién einen Großteil der demütigenden 90 Minuten gegen den FC Bayern.

Es dürften womöglich seine letzten als Trainer des FC Barcelona gewesen sein. Laut übereinstimmenden spanischen Medienberichten soll die Trennung am Montag erfolgen.

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Die 2:8-Pleite gegen die Münchner im Viertelfinale der Champions League bezeichnete Setién hinterher als "eine ungeheuer schmerzhafte Niederlage" - auf die Frage zu seiner Zukunft reagierte er ausweichend.

Setién lässt Zukunft offen - Barca-Boss kündigt Konsequenzen an

"Ich denke, alles ist noch zu frisch, um darüber nachzudenken, ob ich weitermache oder nicht", erklärte der 61-Jährige. "Die Wahrheit ist, dass dies nicht von mir abhängt. Es ist notwendig über die Situation und die Bedeutung dieser demütigenden Niederlage für Barca nachzudenken."

Klub-Boss Josep Bartomeu stand ebenfalls noch unter Schock. "Es gibt einige Entscheidungen, die getroffen werden müssen, bevor wir die Champions League wieder gewinnen. Heute ist ein Tag zum Nachdenken", sagte Bartomeu und verwies bezüglich konkreter Entscheidungen auf nächste Woche.

Abwehrchef Gerard Piqué fand bei Eleven Sports 1 deutliche Worte: "Dieser Klub benötigt Veränderungen. Ich spreche nicht nur vom Trainer und von Spielern." Es brauche nach dieser Demütigung dringend "frisches Blut" und "strukturelle Veränderungen".

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Auf Piqués Worte angesprochen, meinte Setién: "Gerard hat sein ganzes Leben bei diesem Verein verbracht. Ich erst seit sechs Monaten. Seine Reaktion ist sehr emotional. Es tut natürlich unheimlich weh. Der FC Barcelona braucht seine Identität zurück. Es muss sich etwas ändern."

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Pochettino oder Koeman als Nachfolger?

Die Barca-nahe Zeitschrift Sport forderte nach dem Debakel bereits Konsequenzen. "Eine weitere Demütigung, die zum Handeln zwingt", kommentierte das Blatt das krachende Scheitern der Katalanen in der Königsklasse. "Setién kann nicht noch einen Tag weitermachen, weil er weder die Befehlsgewalt noch den Mut hat, nach dem Schiffbruch den Kurs zu korrigieren."

Die in Madrid ansässige Marca schrieb bereits "Adiós a Setién" und forderte auch Veränderungen im Kader. Laut der Zeitung ist Ex-Tottenham-Coach Mauricio Pochettino Favorit auf Setiéns Nachfolge, der niederländische Nationaltrainer Ronald Koeman sei Plan B.

Viele Fans des Traditionsvereins wünschen sich jedoch ein Comeback der Klublegende Xavi, aktuell als Trainer in Katar beschäftigt.

Setién hatte die Mannschaft erst Anfang Januar übernommen, geriet aber nach dem vorzeitigen Aus in der Copa del Rey und dem verpassten Meistertitel in La Liga zuletzt zunehmend in die Kritik.