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Thomas Tuchel steht bei PSG seit jeher unter Erfolgsdruck. Nach dem späten Viertelfinal-Erfolg gegen Bergamo schreit der 46-Jährige seine Erleichterung in die portugiesische Nacht.

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Das Viertelfinalspiel zwischen Atalanta Bergamo und Paris Saint-Germain war kein Spiel für schwache Nerven.

Das ließ sich schon allein an den Gefühlsausbrüchen ablesen, die beim sonst eher besonnenen Trainer Thomas Tuchel nach den späten Treffern seiner Mannschaft an der Seitenlinie zu beobachten waren - trotz dessen Mittelfußbruchs, der ihn zwang, das Spiel mit seinem orthopädischen Schuh auf einer Kühlbox sitzend zu verfolgen. 

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Verständlich, wenn man bedenkt, dass der 46-Jährige bei einer Niederlage vermutlich die Koffer hätte packen müssen.

In der heimischen Liga und im Pokal liefert Tuchel zwar seit seiner Ankunft in Paris Titel am Fließband, international muss der Klub mit den großen Ambitionen aber immer wieder zurückstecken.

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Denn bei den Franzosen zählt eigentlich nur der Champions-League-Titel, seit der Übernahme durch katarische Investoren kam das Starensemble in sieben Versuchen bislang nie über das Viertelfinale hinaus.

Allegri bereits als Tuchels Nachfolger gehandelt

Da verwundert es auch nicht, dass die französischen Zeitungen Le Parisien und L'Equipe Tuchel schon vor der Partie anzählten. Bei einer möglichen Niederlage hätte ihr zufolge schon Ex-Juve-Trainer Massimiliano Allegri als Nachfolger bereit gestanden.

Doch dazu kam es nicht. Marquinhos Ausgleichstreffer in der 90. Minute ließ Tuchel wild auf seine Sitzunterlage einschlagen.

Nach dem erlösenden Siegtor von Eric Maxim Choupo-Moting in der dritten Minute der Nachspielt brüllte Tuchel - wie auf den Bildern von des übertragenden Streamingdiensts DAZN zu sehen ist - mit geballten Fäusten seine Erleichterung in die Nacht von Lissabon.

Der Gesichtsausdruck dabei ließ keine Fragen offen, welcher Druck von ihm abgefallen sein musste. "Stellen Sie sich vor, was ich gemacht hätte, wenn ich zwei Beine hätte!", scherzte er anschließend auf der Pressekonferenz.

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Neben einer vermutlichen Weiteranstellung und dem Sieg feiert Tuchel aber auch das 50-jährige Jubiläum des Pariser Spitzen-Klubs. Auf den Tag genau vor einem halben Jahrhundert wurde PSG gegründet.

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"Diesen Geburtstag werden wir nicht vergessen", meinte Tuchel nach dem Spiel: "Für mich war es ein verdienter Sieg, aber wenn man so spät trifft, ist auch Glück dabei. Aber ich bin der erste, der zugibt, dass man auch Glück braucht."

Nun geht es also erstmals seit dem Einstieg der katarischen Investmentgruppe ins Halbfinale der Champions League. Dort wartet der Sieger der heutigen Viertelfinalpartie zwischen Atlético Madrid und RB Leipzig. (Champions League Viertelfinale: Atlético Madrid - RB Leipzig, heute ab 21 Uhr im LIVETICKER)