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München - RB Leipzig trifft im wohl größten Spiel der Vereinsgeschichte auf Atlético Madrid. Ohne den abgewanderten Timo Werner hat Julian Nagelsmann zwei Optionen.

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Belastungstest für RB Leipzig!

Im Champions-League-Viertelfinale (Champions League: RB Leipzig – Atlético Madrid ab 21 Uhr im LIVETICKER) trifft die Elf von Trainer Julian Nagelsmann mit Atlético Madrid auf ein echtes europäisches Schwergewicht.

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Das Team von Diego Simeone ist mit allen Wassern gewaschen und mit seiner Defensivstärke ein wohl für jeden Gegner unangenehm zu bespielendes Team.

Daher werden die Sachsen einen Spieler besonders vermissen: Timo Werner.

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Der Nationalstürmer hat seinen Wechsel zum FC Chelsea bereits vollzogen und verzichtet freiwillig auf die wohl größte Bühne im Vereinsfußball.

Mit seiner Schnelligkeit und seinem Torriecher wäre Werner aber gerade gegen das Defensiv-Bollwerk von Atlético ein Schlüsselspieler gewesen. "Timo Werner ist schon ein Verlust, denn er war hier der Star und hatte eine unglaubliche Präsenz in der Kabine", sagte Leipzig-Trainer Nagelsmann bei DAZN und Spox.

Nagelsmann: Werner hat "andere im Team geblockt"

Er betonte aber, dass Werners Fehlen auch ein Vorteil für sein Team sei. "Denn Timo war immer gesetzt, weil er immer getroffen hat. Auch wenn er vielleicht mal nicht so gut trainiert oder gespielt hat. Damit hat er natürlich andere im Team geblockt", sagte Nagelsmann. "Spieler, die bislang im Schatten waren, können jetzt aus dem Schatten kommen und für den Verein viele Tore schießen."

Auf der Pressekonferenz am Mittwoch ergänzte der Trainer: "Es ist nicht so, dass wir in Unterzahl spielen müssen, wenn Timo Werner nicht dabei ist. Wir dürfen ihn schon ersetzen, und wir werden ihn mit einem fähigen Spieler ersetzen. Ich kann verraten, dass elf Spieler beginnen werden. Aber ich werde nicht verraten, wer für ihn spielt. Wir haben Qualität. Timo hätte morgen begonnen, aber wir können ihn ersetzen und haben die Power, vors Tor zu kommen."

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Offensivspieler Emil Forsberg nahm seine Mitspieler in die Pflicht, Werners Fehlen als Chance für die eigene Entwicklung zu nutzen. "Ihnen bietet sich durch Timos Abschied eine große Chance, sich jetzt noch mehr in den Fokus zu spielen und zu zeigen, dass sie das Zeug zum Leistungsträger haben", sagte der Schwede bei t-online.de.

Keeper Peter Gulacsi ergänzte auf der PK: "Wir haben viel Qualität im Kader. Es ist eine gute Möglichkeit für viele Spieler, sich zu zeigen."

Zwei Optionen als Werner-Ersatz

Nagelsmann erklärte, dass Werners Abgang sogar zu einer Steigerung im Leipziger Spiel führen kann, "weil es Paare gibt, die besser zusammenpassen". 

Im Vorfeld hatte der 33-Jährige bereits erklärt, dass es zwei Optionen gebe, Werners Fehlen gegen Atlético zu kompensieren.

Option eins sei, vorne gegen Atléticos robuste Abwehrspieler mit "zwei richtigen Kanten" zu spielen, also mit Yussuf Poulsen und Patrik Schick, der wohl wieder zur AS Rom zurück muss. Option zwei sei, "dass wir mit sehr vielen wuseligen Mittelfeldspielern auflaufen", sagte Nagelsmann, "quasi so spielen, wie Barcelona jahrelang gegen Atlético in der Liga gespielt hat."

Nagelsmanns erste Option hat den Vorteil, dass physisch gleichwertige Spieler auf die Hünen-Abwehr von Atlético Madrid um Abwehrchef Felipe treffen würden. Allerdings wackelt der Einsatz von Schick noch, der Tscheche ist wie Verteidiger Marcel Halstenberg angeschlagen. "Ob beide 90 Minuten rankönnen, muss man sehen."

Forsberg: "Unser Ziel ist das Finale"

Im zweiten Fall wäre die Spritzigkeit und Wendigkeit der Leipziger Trumpf, allerdings erfordert diese Variante auch eine enorme Kombinationssicherheit, um Atléticos Defensive in Verlegenheit zu bringen.

Dessen ungeachtet ist das Duell mit den Colchoneros aus Madrid das bislang größte Spiel in der noch jungen Klubgeschichte von RB. Geht es nach Forsberg, wird es aber nicht der letzte Leipziger Auftritt beim Finalturnier der Champions League sein: "Wir haben die 'Missao Final' ausgerufen. Unser Ziel ist das Finale. Und ich halte es für möglich, dass wir es erreichen."

Spätestens dann wäre die Bewährungsprobe ohne Werner zu 100 Prozent bestanden.