Thilo Kehrer (r.) von Paris Saint-Germain konnte seinem Gegenspieler Kingsley Coman oft nur hinterhergucken
Thilo Kehrer (r.) von Paris Saint-Germain konnte seinem Gegenspieler Kingsley Coman oft nur hinterhergucken © Getty Images
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München und Lissabon - Paris Saint-Germain liefert dem FC Bayern einen großen Fight, der nicht belohnt wird. Ein Deutscher entpuppt sich als Schwachpunkt, die Superstars als Chancentode.

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Paris Saint-Germain muss den Traum vom Henkelpott nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den FC Bayern begraben. (Das Finale zum Nachlesen im Ticker)

Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel bot im Finale der Champions League einen großen Kampf, verlor allerdings auch, weil sie Kingsley Coman einfach nicht in den Griff bekam. 

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Ein Deutscher entpuppte sich als Schwachpunkt in der Defensive, Neymar und Kylian Mbappé vergaben gute Chancen.

SPORT1 bewertet die PSG-Stars in der Einzelkritik.

KEYLOR NAVAS: Stand etwas überraschend in der Startelf. Zuvor musste er wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel beim Final-Turnier passen und wurde von Sergio Rico ersetzt. Im Finale war Navas von der Verletzung nichts mehr anzumerken. Der Costa-Ricaner reagierte oftmals gut, beim entscheidenden Gegentreffer war er machtlos. SPORT1-Note: 2 (Statistiken zur Champions League)

JUAN BERNAT: Auf der linken Abwehrseite bemüht. Ackerte die Linie auf und ab und gewann viele Zweikämpfe. Schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein, allerdings ohne großen Effekt. SPORT1-Note: 4

PRESNEL KIMPEMBE: Der schwächere der beiden PSG-Innenverteidiger. Gewann nur 39 Prozent seiner Zweikämpfe und gab Robert Lewandowski das ein oder andere Mal zu viel Platz. SPORT1-Note: 4

THIAGO SILVA: Der Kapitän ging voran. Der Brasilianer gab sich einmal mehr als Fels in der Brandung und kämpfte aufopferungsvoll. Gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe und hatte die meisten Ballkontakte aller PSG-Spieler (54). Sah in der Schlussphase die Gelbe Karte, als ihm Lewandowski entwischte. SPORT1-Note: 2

THILO KEHRER: Der Deutsche war der Schwachpunkt in der Defensive der Franzosen. Von Matchwinner Kingsley Coman wurde er - vor allem im zweiten Durchgang - teilweise schwindelig gespielt. Kam kurz vor der Pause mit einem kleinen Schubser gegen Coman im Strafraum davon. Beim einzigen Tor der Partie orientierte er sich zu Lewandowski und sein eigentlicher Gegenspieler köpfte zum Goldenen Tor ein. SPORT1-Note: 5

LEANDRO PAREDES: Der Argentinier agierte mit viel Einsatz und Emotionen, das Spiel seines Teams ging allerdings zu Großteilen an ihm vorbei. Kam kaum in Zweikämpfe und war offensiv wirkungslos. Der 26-Jährige sah nach einer Rudelbildung die Gelbe Karte (52.) und wurde von Trainer Thomas Tuchel wenig später durch Marco Verratti ersetzt. SPORT1-Note: 4

MARQUINHOS: In der 70. Spielminute vergab der Brasilianer die große Möglichkeit auf den Ausgleich. Seinen Kullerball aus kurzer Distanz parierte Bayern-Keeper Manuel Neuer. Der Mittelfeldspieler zeigte sich stark in den Zweikämpfen und hatte 52 Ballkontakte. SPORT1-Note: 3

ANDER HERRERA: Ein guter Pass auf Angel di María (23.) bleibt in Erinnerung. Ansonsten recht unauffällig und offensiv oft unglücklich. Verließ in der 72. Spielminute den Rasen. SPORT1-Note: 4

NEYMAR: Der Superstar scheiterte früh an Neuer - den kann er machen. Danach bemüht und einsatzfreudig. Führte die meisten Zweikämpfe aller Feldspieler. Sein Schlenzer nach einer guten Stunde ging über das Tor. Nach dem Abpfiff brach er in Tränen aus. SPORT1-Note 3

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KYLIAN MBAPPÉ: Machte von Beginn an Alarm. Kam über die linke Seite der Franzosen und machte Joshua Kimmich das Leben schwer. In der Anfangsphase wurden seine schwachen Schüsse erst von Goretzka und dann von Kimmich geblockt. Setzte Neymar in der Anfangsphase großartig in Szene. Mit dem Halbzeitpfiff vergab Mbappé die große Möglichkeit zur Führung. Er brachte nur ein Schüsschen zustande, das Neuer nicht vor Probleme stellte. Im zweiten Durchgang unauffällig und nicht in der Lage, die Wende einzuleiten - scheiterte in der Schlussphase kläglich an Neuer, stand allerdings auch im Abseits. SPORT1-Note: 3

ANGEL DI MARÍA: Der Argentinier stellte Alphonso Davies das ein oder andere Mal vor Probleme. Vor der Torchance von Mbappé tunnelte er seinen Gegenspieler, zuvor jagte er das Spielgerät allerdings aus aussichtsreicher Position drüber (23.). Wie seine Offensiv-Kollegen im zweiten Durchgang schwächer, zehn Minuten vor Spielende kam Maxim Choupo-Moting für ihn. SPORT1-Note: 3

MARCO VERRATTI: Kam in der 65. Minute ins Spiel. Nahm den Kampf sofort an und wurde im Mittelfeld oft gesucht. Allerdings nicht mit der zündenden Idee in der Offensive. SPORT1-Note: 3

JULIAN DRAXLER: Blieb nach seiner Einwechslung in der 72. Spielminute blass. Er kam auf nur sechs Ballkontakte und verlor den einzigen Zweikampf, den er führte. SPORT1-Note: 4

Layvin Kurzawa und Maxim Choupo-Moting kamen in der 80. Minute für eine Bewertung zu spät.