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Lissabon - Thomas Tuchel entgeht mit Paris Saint-Germain mit viel Glück dem vorzeitigen Aus. Gegen Überraschungsteam Atalanta Bergamo retten zwei späte Tore die Pariser.

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Last-Minute-Drama rettet Paris Saint-Germain!

Das Team von Thomas Tuchel entging im Viertelfinale der Champions League dank zwei späten Toren gegen Underdog Atalanta Bergamo dem vorzeitigen Aus.

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Marquinhos (90.) und Ex-Bundesligaprofi Eric Maxim Choupo-Moting (90.+3) drehten beim 2:1 (0:1)-Erfolg die Partie quasi auf den letzten Drücker zugunsten der Pariser.

"Das ist ein großer Abend. Es war schwierig, Atalanta ist eine großartige Mannschaft, die eine tolle Saison gespielt hat und die Überraschung des Wettbewerbs war. Wir haben ein großes Spiel gegen sie abgeliefert", sagte PSG-Star Neymar bei RMC Sport. "Ich habe nie ans Ausscheiden gedacht, habe nie daran gedacht, die Heimreise antreten zu müssen. Von Anfang bis Ende haben wir nur daran gedacht, uns fürs Halbfinale zu qualifizieren. Wir sind eine großartige Gruppe, eine Familie, und mit dieser Einstellung ist es unmöglich, uns auszuschalten."

Choupo-Moting schießt PSG ins Halbfinale

Für Matchwinner Choupo-Moting, der anstelle von Edinson Cavani für das Finalturnier nachgemeldet wurde, war es das erste Champions-League-Tor seit fast sechs Jahren. Im Oktober 2014 hatte der 31-Jährige zuletzt für Schalke 04 getroffen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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"Jeder weiß, dass wir großartige Einzelspieler haben, aber wir wollten das auch als Team zeigen", sagte Choupo-Moting: "Wir haben noch nie die Champions League gewonnen, und mit einer Mannschaft wie dieser müssen wir den Ehrgeiz haben, das zu tun."

Für das italienische Überraschungsteam aus Bergamo um den deutschen Flügelspieler Robin Gosens endete hingegen auf dramatische Weise das bisherige Märchen. Atalanta war durch Marco Pasalic (27.) in Führung gegangen.

Späte Tore retten Tuchel den Job

PSG hatte in Frankreich mit der Meisterschaft, dem Pokal und dem Ligapokal alle möglichen Titel abgeräumt, doch für die Startruppe zählt vor allem der Triumph in der Königsklasse. Bei einem erneuten frühzeitigen Aus und dann noch gegen den krassen Außenseiter Bergamo hätte die Trainerdebatte um den von einem Mittelfußbruch gehandicapten Tuchel richtig Fahrt aufgenommen. 

Im Halbfinale wartet auf PSG der Sieger der Partie RB Leipzig gegen Atlético Madrid. (Spielplan und Ergebnisse)

Gefährlich wurden die Franzosen am Tag des 50. Vereinsjubiläums zunächst ausschließlich durch Einzelaktionen von Neymar, während sich Atalanta im Kollektiv zahlreiche gute Gelegenheiten herauskombinierte. Papu Gomez (3.) und Hans Hateboer (11.) ließen gute Chancen aus, ehe Pasalic mit einem perfekten Schlenzer die Führung gelang.

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Neymar vergibt leichtfertig - Joker Mbappé zunächst ohne Effekt

Auf der Gegenseite steuerte Neymar gleich zweimal allein auf Keeper Marco Sportiello zu, verzog aber beide Male meterweit. Auch nach dem Wechsel präsentierte sich Atlanta absolut auf Augenhöhe mit dem Favoriten, Gerat Djimsiti (58.) verpasste mit einer Volleyabnahme sogar den zweiten Treffer. 

Auch die Einwechslung des angeschlagenen Kylian Mbappé nach einer Stunde brachte zunächst nur wenig Besserung. Mit einem guten Abschluss aus spitzem Winkel läutete der Weltmeister die Schlussoffensive der Franzosen ein (74.), sechs Minuten später wurde er in höchster Not geblockt. Marquinhos und Choupo-Moting sorgten gegen erschöpfte Italiener spät für die Erlösung. PSG steht erstmals seit 25 Jahren wieder im Halbfinale.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)