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München - Der FC Bayern München will den ersten Champions-League-Titel seit 2013 einfahren. Vorher muss das Team von Hansi Flick einige Hürden aus dem Weg räumen.

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Der Countdown läuft.

In rund vier Wochen kämpft der FC Bayern München um den Titel in der Champions League.

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Seit Freitag stehen sie fest: Die Termine und möglichen Gegner des FC Bayern München auf dem Weg zum langersehnten Triple. Der Rekordmeister muss auf seinem Weg zum ersten Champions-League-Titel seit 2013 höchstwahrscheinlich sehr hohe Hürden aus dem Weg räumen. (Spielplan und Ergebnisse)

Dennoch gilt das Team von Trainer Hansi Flick als Topfavorit auf den Titel. Vor einem Viertelfinale muss zwar noch das Achtelfinalrückspiel gegen den FC Chelsea bestritten werden. Die Münchner empfangen die Londoner allerdings mit einem komfortablen 3:0-Vorsprung aus dem Hinspiel, das vor der Corona-Pandemie ausgetragen wurde.

Rummenigge warnt vor "zu viel Euphorie"

Ein möglicher CL-Triumph ist nur noch vier Spiele entfernt, aber der Rekordmeister warnt vor zu viel Euphorie: "Jetzt gilt es erst einmal für die Mannschaft, sich zu regenerieren, sich mit großer Konzentration auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Allianz Arena gegen Chelsea vorzubereiten und weiterzukommen. Wir sollten wie 2013 Schritt für Schritt gehen, und zwar unaufgeregt. Denn mir ist nach dem Double-Gewinn in der Öffentlichkeit schon wieder zu viel Euphorie im Spiel. Jetzt liegt der Fokus auf Chelsea, dann sehen wir weiter", kommentierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Auslosung.

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Denn im Gegenzug zu den meisten anderen restlichen Teilnehmern haben die Bayern vor den anstehenden Partien rund fünf Wochen spielfrei. Wie sich dieser Umstand auf die Leistungsfähigkeit auswirken könnte, ist nicht abzusehen.

Die Bayern wollen alles Mögliche tun, um für die finale Phase der Königsklasse perfekt vorbereitet zu sein. Dabei gilt es, das richtige Maß an Belastung und Erholung zu finden, schließlich hat der sehr zusammengepresste Schlussspurt in der Bundesliga Spuren bei den Spielern hinterlassen.

SPORT1 zeigt den Fahrplan der Bayern auf dem Weg zum Triple.

Auftakt am 20. Juli mit Cyber-Training

Ursprünglich wollte Flick seinen Spielern zwölf Tage Urlaub gewähren, nach dem DFB-Pokalsieg im Finale gegen Bayer Leverkusen legte der Trainer des Rekordmeisters noch einen Tag drauf. So sollen die Spieler genug Kraft für die Aufgaben gegen die europäischen Schwergewichte sammeln.

Einer hat allerdings keinen Urlaub: Niklas Süle. "Niklas hat nicht frei. Er wollte auch selbst trainieren, das finde ich gut. Er hat einiges nachzuholen", erklärte Flick auf der vereinseigenen Homepage. Nach seinem überstandenen Kreuzbandriss brennt Süle darauf, in möglichst bester Verfassung in die Vorbereitung starten zu können.

Am 20. Juli steigen dann auch Süles Kollegen mit ein. Zum Start werden alle einem Corona-Test unterzogen, bevor es mit einer ersten Cyber-Trainingseinheit losgeht. Auch die drei Neuzugänge, Alexander Nübel, Leroy Sané und Tanguy Nianzou, werden bereits ins Training integriert, obwohl sie in der Champions League noch nicht spielberechtigt sind.

Auch Corentin Tolisso soll beim Trainingsauftakt nach der kurzen Pause wieder mit an Bord sein. Der Franzose litt zuletzt an einer Bänderverletzung. Stand jetzt kann Flick also aus dem Vollen Schöpfen.

Nach weiteren Corona-Tests und Cyber-Trainingseinheiten wird ab dem 23. Juli in Kleingruppen trainiert. Ab dem 26. Juli erfolgt dann das Mannschaftstraining.

Achtelfinalrückspiel am 8. August

Am 8. August empfängt der Rekordmeister Chelsea zum Rückspiel (Champions League: FC Bayern - FC Chelsea, am 8. August ab 21 Uhr im LIVETICKER). Das Spiel findet in der heimischen Allianz Arena ohne Zuschauer statt, wie die UEFA am Donnerstag bekannt gab. Sollten die Bayern erfolgreich sein, geht es für Flick & Co. direkt weiter nach Lissabon, wo wenige Tage später das Finalturnier ansteht.

Finalturnier ab 12. August, Bayern-Viertelfinale am 14.

Ab dem 12. August kämpfen die acht besten Teams Europas um die Krone des Vereinsfußballs. Das Finalturnier der Champions League wird komplett in der portugiesischen Hauptstadt ausgetragen, wobei die Spiele auf zwei Stadien aufgeteilt werden: das Estádio da Luz (Heimspielstätte von Benfica) und das Estadio José Alvalade (Heimspielstätte Sporting). Alle Spiele finden ohne Zuschauer statt.

Die Bayern bestreiten ihr mögliches Viertelfinale am 14. August im Estádio da Luz, das auch Spielort des Finales ist. Als Gegner droht dem Rekordmeister direkt ein harter Brocken, der Sieger des Duells zwischen dem FC Barcelona und der SSC Neapel (Hinspiel 1:1) wäre der Gegner des Double-Siegers.

Eine Besonderheit: Alle K.o.-Duelle ab dem Viertelfinale werden in einer Partie entschieden, es gibt also kein Hin- und Rückspiel.

Halbfinale am 19. August

Sollte sich der FC Bayern auch im Viertelfinale ebenfalls durchsetzen, kommt es fünf Tage später zum Halbfinale mit Münchner Beteiligung. Der Gegner steht auch schon fest – zumindest theoretisch. Denn neben den Viertelfinals wurden am Freitag auch die Halbfinalpaarungen gelost.

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Vier Teams kommen in Betracht: Real Madrid, Manchester City, Olympique Lyon oder Juventus Turin. Zunächst stehen aber noch die Achtelfinal-Rückspiele ManCity gegen Real (Hinspiel: 2:1) und Juve - Lyon (0:1) an. Die Sieger dieser Partien spielen dann im Viertelfinale Bayerns möglichen Gegner im Semifinale aus.

Finale am 23. August

Im Estádio da Luz findet am 23. August das Endspiel um Europas Krone statt. Sollten sich die Bayern auch im Halbfinale durchsetzen, wäre im Finale sogar ein deutsches Duell mit RB Leipzig möglich. Weitere mögliche hochkarätige Gegner wären Atlético Madrid, Paris Saint-Germain oder das Überraschungsteam Atalanta Bergamo.

Doch bevor der FC Bayern seine starke Saison mit dem Triple krönen kann, muss er Schritt für Schritt die eine oder andere Hürde aus dem Weg räumen.