Lesedauer: 3 Minuten

München - Vier Monate hat Paris St.-Germain kein Spiel absolviert, trotzdem soll Thomas Tuchel die Champions League gewinnen. So will PSG bis zum CL-Restart wieder in Form kommen.

Anzeige

Seit 2011 haben die Investoren aus Katar bei PSG das Sagen.

Seitdem holte der Klub dank der üppigen Investments aus dem Nahen Osten satte 26 Titel (sieben Meisterschaften, vier Pokalsiege, fünf Ligapokalsiege, sieben Supercuperfolge) - der wichtigste aber fehlt: die Champions League.

Anzeige

Den größten Pokal im Klubfußball konnte sich der Scheich-Klub bisher nicht sichern, daran haben auch Superstars wie Zlatan Ibrahimovic, Neymar oder Kylian Mbappé nichts ändern können.

DAZN gratis testen und die Champions League live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Corona stellt Tuchel und PSG vor Probleme

Umso größer ist, auch in diesem Jahr, der Druck auf Trainer Thomas Tuchel, endlich den Henkelpott nach Paris zu holen. Das Problem: Weil Frankreichs Liga schon im März wegen Corona abgebrochen wurde, sind die PSG-Stars schon jetzt satte vier Monate aus dem Wettbewerbsmodus raus - bis zu ihrem Champions-League-Auftakt am 12. August wären es sogar fünf.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    BVB patzt: Was ist mit Haaland los?
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Kabak reagiert nach Spuck-Eklat
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    S04: Wagner vor Aus, Wilmots Favorit
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    Fan muss wegen Füllkrug blechen
  • Int. Fussball / Premier League
    5
    Int. Fussball / Premier League
    Chelsea entgeht Blamage knapp

Am 11. März absolvierte Paris gegen Borussia Dortmund sein bis heute letztes Pflichtspiel.

Stolpert die Milliardentruppe also komplett kalt ins so wichtige CL-Viertelfinale gegen Sensationsteam Atalanta Bergamo? 

Zwei Endspiele vor der Champions League

Nein. Denn Paris hat immerhin zwei Pflichtspiele bereits vor dem Königsklassen-Turnier in Lissabon: das Endspiel in der Coupe de France gegen AS Saint-Etienne (24. Juli) und das Finale des französischen Ligapokals, in dem es gegen Olympique Lyon geht (31. Juli).

Bis dahin hat sich Paris schon einen Plan zurecht gelegt, um möglichst eingespielt in die Schlussphase einer hoffentlich einzigartigen Saison zu gehen. Immerhin geht es für Tuchel und Co. nach dem Meistertitel sogar um das Quadruple aus den drei französischen Titeln plus Henkelpott.

Um dafür wieder in Form zu kommen, vereinbarte PSG insgesamt drei Testspiele - gegen Zweitligist Le Havre (12. Juli), Absteiger Waasland-Beveren aus Belgien (17. Juli) und Schottlands Meister Celtic Glasgow (21. Juli).

Der Auftakt gegen Le Havre gelang schon einmal. 9:0 (5:0) bügelte die Star-Truppe den Underdog weg, sogar vor 5.000 Zuschauern.

PSG hat drei Testspiele geplant

"Es war eine Überraschung, dass es möglich ist, mit Fans zu spielen", sagte Tuchel nach dem ersten Vorbereitungsspiel. "Wir lieben das, denn es verändert die Atmosphäre im Stadion."

Die Offensivstars Mauro Icardi (8., 19.), Neymar (22., 43./Elfmeter) und Kylian Mbappé (29.) sorgten bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Zur Pause nahm Tuchel zehn Wechsel vor. Die deutschen Nationalspieler Thilo Kehrer und Julian Draxler spielten jeweils eine Halbzeit.

"Es war ein gutes Spiel mit einem guten Ergebnis", lobte der frühere Bundesligacoach, der in den kommenden Wochen noch einiges vorhat. Knapp ein Monat bleibt Tuchel nun noch, um sein Team fit zu machen für das CL-Viertelfinale gegen Bergamo. Damit es am Ende endlich mal klappt mit dem Champions-League-Titel.

Im französischen Ligabüro scheint man allerdings nicht wirklich an PSG zu glauben. Der Auftakt der neuen Saison ist für den 23. August angesetzt (PSG gegen Metz) - am gleiche Tag wie das Champions-League-Finale.