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München - Manchester City schlug vor dem CAS-Urteil über die Sperre für UEFA-Wettbewerbe zwei von drei Richtern selbst vor. Der CAS selbst hatte damit keine Probleme.

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Die  Aufhebung der Europapokalsperre von Manchester City vor dem europäischen Sportgerichtshof CAS sorgte am 13. Juli für Wirbel. Das als Schiedsgericht bestimmte dreiköpfige Panel hatte sich gegen die zweijährige Sperre von UEFA-Wettbewerben entschieden.

Nun hat der CAS die Begründung des Urteils vorgelegt. 

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Unter dem Aktenzeichen CAS 2020/A/6785 Manchester City FC v. Uefa wird auf 93 Seiten das Urteil begründet, darin finden sich aber auch erneute Provokationen des englischen Vizemeisters.

So stehen zwei von drei Richtern in einem mutmaßlichen Interessenskonflikt: Die Citizens empfahlen nämlich - wie auf Seite 14 nachzulesen ist - für das eigene Verfahren den portugiesischen Anwalt Rui Botica Santos als Vorsitzenden des Gremiums.

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CAS winkt City-Vorschlag durch

Laut CAS-Regeln muss der Vorsitzende jedoch vom Chef der Berufungsschlichtungsabteilung des Sportgerichtshofes ausgewählt werden. Dies passierte nicht, stattdessen winkte der CAS den City-Vorschlag noch am selben Tag "ohne Einwände" durch.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, habe man eine zeitnahe Verkündung des Vorsitzenden sogar begrüßt, um weitere Verzögerungen bei der Besetzung des Gremiums zu vermeiden. 

Dass es "keine Einwände" gegeben hatte, lag womöglich auch an einer Forderung von neun Premier-League-Konkurrenten ManCitys. Die Gruppe, der unter anderem der FC Liverpool angehört, wollte jeglichen Versuch angreifen, dass ManCity Zugang zur Königsklasse bekäme, falls das Verfahren nicht abgeschlossen sei.

Das Gremium musste also spätestens bis zum Start der Champions-League-Saison eine Entscheidung treffen, sportlich hat sich das Team von Trainer Pep Guardiola als Vizemeister für die Königsklasse qualifiziert.

City-Anwalt McDougall für brisante Kanzlei tätig

Das zweite Panelmitglied Ulrich Haas wurde von der UEFA benannt, den dritten Teilnehmer durfte ManCity wählen - und entschied sich für Andrew McDougall.

Ob der Anwalt die vom CAS verlangte Unabhängigkeit mitbringt, ist jedoch ebenfalls unsicher. Laut des englischen Guardian war McDougall von 2016 bis 2018 in leitender Funktion bei einer Kanzlei in Abu Dhabi tätig. Diese unterhält als Kunden die Unternehmen Etihad Airways (Fluggesellschaft) und Etisalat (Telekommunikation), die als Sponsoren von ManCity fungieren.

Laut City soll McDougall für diese Kunden nicht zuständig gewesen sein, für den CAS sei die Wahl des Anwalts "im Einklang mit dem CAS-Code erfolgt". Es habe keine Einwände gegeben.

Letztlich fiel der Urteilsspruch mit 2:1 Stimmen für Manchester City aus - ein Ergebnis, das neue Zweifel hervorruft.