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München - Nach dem Abbruch der Ligue 1 will Paris Saint-Germain seine Heimspiele in der Champions League wohl am liebsten in Katar austragen. Ist das überhaupt möglich?

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Der große Knall in Frankreich: Seit Dienstag ist klar, die Saison in der Ligue 1 wird nicht fortgesetzt werden

Für das Starensemble von Paris Saint-Germain bedeutet das zwar den Meistertitel am grünen Tisch, aber noch nicht das Saisonaus. Immerhin hat sich der Klub von Thomas Tuchel für das ersehnte Viertelfinale der Champions League qualifiziert. 

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"Wir planen für die Champions League, wann immer und wo immer sie auch gespielt wird", machte Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi nun klar. "Wenn es nicht möglich ist, in Frankreich zu spielen, dann werden wir im Ausland spielen."

Am liebsten würde der 46-Jährige wohl in sein Heimatland Katar ausweichen. Dazu soll es sogar schon Pläne geben.

Spiele in Katar geben die Statuten nicht her

Doch kann ein Klub seine Heimspiele in der Königsklasse überhaupt in einem anderen Land austragen? Die simple Antwort: Ja.

"Ausnahmsweise kann die UEFA-Administration einen Spielort auf dem Gebiet eines anderen UEFA-Mitgliedsverbands akzeptieren, falls auf dem eigenen Gebiet kein geeigneter Spielort verfügbar ist", heißt es in Artikel 24.05 im Reglement der Champions League. 

Champions-League-Partien in Katar auszutragen, erlauben die Statuten allerdings nicht (!), da das Land kein Mitglied des europäischen Fußball-Verbands ist. Was also tun?

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UEFA prüft den Fall PSG

Die UEFA will sich derzeit zu Gedankenspielen rund um die Königsklasse nicht äußern.

SPORT1 erfuhr jedoch aus dem Umfeld der UEFA, dass der europäische Fußball-Verband bereits an den verschiedenen Szenarien arbeitet und Lösungsvorschläge rund um PSG, aber auch Olympique Lyon als zweitem französischen Vertreter, der noch im Rennen ist, diskutiert.

Zwar ist das Szenario Katar als Spielort äußerst unwahrscheinlich, angesichts der unklaren Umstände und Entwicklungen in Fußball-Europa, wird aber nichts ausgeschlossen. Jede Woche setzen sich gleich mehrere Task-Forces mit der aktuellen Situation auseinander. 

Bei einem Treffen des UEFA-Exekutivkomitees am 2. März in Amsterdam hatte Generalsekretär Theodore Theodoridis die Marschrichtung vorgegeben: "Wir müssen das von Fall zu Fall sehen." Diese Haltung der UEFA dürfte sich in der allgegenwärtigen Ungewissheit nicht geändert haben. 

Doch wovon sind die kommenden Entwicklungen nun abhängig?

Tag der Entscheidung Ende Mai

Eine Idee, die die UEFA zuletzt immer wieder ins Spiel brachte, ist ein Finalturnier in Champions League und Europa League. Dieses würde wohl in einem europäischen Land stattfinden, das von der Coronakrise nicht allzu heftig betroffen ist. Die Problematik rund um die Heimspiel-Austragung von PSG könnte damit umgangen werden. 

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Von essenzieller Bedeutung dafür ist allerdings, wie die Länder ihre jeweiligen Ligen beenden. Das liegt allein in der Macht der ansässigen Verbände und dem Okay der jeweiligen Politik.

Am 25. Mai sollen sich alle Ligen hinsichtlich ihrer Fortsetzungspläne geäußert haben. Am 27. Mai steht dann die nächste Sitzung des Exekutivkomitees der UEFA an. Ausgang: offen.