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Nach seinem Wechsel zum BVB gilt der 26-Jährige als emotionaler Leader. Mit diesem Image allein gibt sich der Nationalspieler aber nicht zufrieden.

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Emre Can ist erst seit Winter beim BVB, aber schon ein Leader.

Dabei wurde wurde der deutsche Nationalspieler seit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund vor allem für seine kämpferische Klasse gelobt. Ein Image, dem der 26-Jährige nun entgegenwirken möchte.

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"Wenn man mich allein darüber definiert, dann geht leider unter, dass ich auch Fußball spielen kann. Ich bin kein Blinder! Ich habe mich in Liverpool oder Turin nicht allein wegen meiner guten Mentalität behauptet", sagte Can im kicker-Interview.

Diese Mentalität habe sich Can aus seiner Kindheit erhalten.

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"Als Kinder kickten wir auf einem Gummiplatz und spielten immer eine 'Mini-WM'. Wir grätschten, bis die Knie schlimm aussahen, aber es ging immer darum, unbedingt zu gewinnen. Diese Eigenschaft habe ich auf dem Bolzplatz gelernt - und sie hat mich überallhin begleitet", sagte er: "Ich hasse es zu verlieren."

Can: Ich hatte Angebote aus der Premier League

Beim Vergleich mit früheren Bundesliga-Führungsspielern im Mittelfeld wie Stefan Effenberg oder Mark van Bommel witzelte Can: "Ich kann mich nicht erinnern: Waren die fußballerisch so gut, auch beidfüßig wie ich und so schnell?" Eine gewisse Gemeinsamkeit gebe es "bestimmt", aber "jeder entwickelt als Fußballer seinen eigenen Stil".

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Can war im Winter zunächst auf Leihbasis vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin zum BVB gewechselt, inzwischen griff eine Kaufpflicht in Höhe von 25 Millionen Euro. Sein Vertrag bei den Westfalen läuft bis 2024.

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"Für den BVB empfand ich schon immer eine extreme Sympathie. Ich wollte zu einem Verein, für den ich wichtig sein kann, wo ich gebraucht werde. Das ist in Dortmund der Fall. Die Borussia passt gut zu mir - und umgekehrt", sagte Can.

Nach eigenen Angaben hatte er drei Angebote aus der Premier League. "Aber darüber habe ich aufgrund meiner Liverpooler Vergangenheit keine Sekunde nachgedacht", sagte er.

"Ich bin Emre, ich habe in großen Vereinen gespielt"

Mit der Rolle als Innenverteidiger musste sich Can über die Jahre erst einmal arrangieren. "Vor zwei Jahren", gab Can zu, "hätte ich abgewinkt: Nein danke, diese Position will ich nicht spielen. Mittlerweile habe ich mich extrem damit angefreundet."

Über den BVB will sich Can auch für die EM empfehlen. Er gibt sich selbstbewusst: "Ich will kein Spieler sein, der nur die zweite Wahl ist. Ich bin Emre, ich habe in großen Vereinen gespielt, ich muss mich vor niemandem verstecken."

Erst liegt der Fokus aber auf dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris Saint-Germain am Mittwoch (ab 21 Uhr im Liveticker).

"Wir sollten nicht versuchen, auf 0:0 zu spielen, sondern selbst attackieren. Wir sind immer in der Lage, ein Tor zu schießen." Das Hinspiel im Signal-Iduna Park gewann der BVB mit 2:1.