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Für Dortmund wird es in der Champions League ernst. Ex-Werder-Regisseur Johan Micoud sieht den BVB im Duell mit Paris aus einem bestimmten Grund im Vorteil.

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Es wird ernst für Borussia Dortmund: Vor leeren Rängen kämpft der BVB am Abend gegen Paris Saint-Germain um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League (Champions League: Paris Saint-Germain - Borussia Dortmund, Mi. ab 21 Uhr im Liveticker).

Mit dem 2:1-Erfolg aus dem Hinspiel reist das Team von Trainer Lucien Favre mit guter Ausgangslage in die französische Hauptstadt, wo die Mannschaft aufgrund des Corona Virus ein Geisterspiel erwartet.

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Ex-Werder-Regisseur Johan Micoud erwartet ein schweres Spiel - vor allem für die Hausherren. "Um die Champions League zu gewinnen, muss PSG erst einmal gegen Dortmund weiterkommen, und das wird schwer genug. Zumal ich davon ausgehe, dass der BVB mindestens ein Tor schießt", sagte der Franzose im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Micoud: "Dortmund hat Paris an der Kehle gepackt"

Laut dem Experten habe Paris eine Vergangenheit in der Champions League, die "verdammt schwer" wiege und den Eindruck vermittle, dass Spieler verkrampfen, sobald es zum Achtelfinale kommt. Im Hinspiel habe der 46-Jährige das PSG, das er kenne, nicht mehr wiedererkannt. "Dortmund hat Paris an der Kehle gepackt und durchs Stadion gezogen; sie waren sowohl individuell, aber vor allem kollektiv überlegen."

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Und weiter: "Und dann haben sie in Erling Haaland einen Angreifer in ihren Reihen, den gerade ganz Europa entdeckt. Paris ist mit dem 1:2 glücklich davongekommen. Aus meiner Sicht war Dortmund viel stärker, als es das Ergebnis ausdrückt."

Doch nicht nur auf Haaland müsse man bei PSG aufpassen, warnte der ehemalige Mittelfeldspieler. "Auch Jadon Sancho, und nun ist auch noch Julian Brandt zurückgekehrt, von dem ich sehr viel halte. Bei Dortmund machen in der Offensive alle mit. Das zentrale Mittelfeld mit Axel Witsel und Emre Can finde ich auch sehr beeindruckend."

Micoud: PSG mit Mangel an Charakter

Ein großes Problem bei Paris laut Micoud: der Mangel an Charakter. "In dieser Mannschaft redet anscheinend niemand mit irgendwem. Und gegen eine so talentierte Mannschaft wie Dortmund wird das sofort bestraft", stellte er klar.

"Paris Saint-Germain hat keine Seele, und das unterscheidet das Team von den anderen Spitzenteams in Europa. Paris fehlt es an Kultur, an Mentalität und an Intensität. Das Hinspiel gegen Dortmund war nur ein Beispiel dafür."

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Hinzu komme, dass einige Spieler bei PSG - wie Marquinhos, Thiago Silva oder Neymar - nicht in Topform waren. Ob das nach drei Wochen besser aussieht? "Ich weiß es nicht", so Micoud.