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München - Manchester City will vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Ausschluss aus der Champions League klagen. Mit einem Urteil ist zeitnah zu rechnen.

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Entscheidet sich die Zukunft von Manchester City schon in den nächsten Wochen?

Wie SPORT1 aus Kreisen der UEFA erfuhr, könnte es bereits zeitnah ein Urteil geben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS sei imstande, "innerhalb weniger Tage" zu einer Entscheidung zu kommen.

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Sonst drohen Konsequenzen. Denn auch die Spieler müssen zeitnah Bescheid wissen, ob sie in der kommenden Saison mit City Champions League spielen dürfen. Bei unangebrachter Verzögerung könnte auch gegen den CAS selbst juristisch vorgegangen werden.

Laut UEFA-Kreisen besteht sowieso kein Anlass, dass sich die Entscheidung lange hinziehen dürfte. Die Indizien seien erdrückend.

Spielt City auf Zeit?

Zwei Jahre Ausschluss aus der Champions League, dazu 30 Millionen Euro Strafe: Das strikte Durchgreifen des europäischen Fußballverbandes könnte das ganze Projekt City nachhaltig gefährden.

Dessen sind sich auch die Klub-Verantwortlichen bewusst. Deshalb werden sie sich mit allen Mitteln gegen das Urteil wehren. In einer Stellungnahme kündigten die Citizens an, "schnellstmöglich" gegen das Urteil Berufung einzulegen und vor die nächste Instanz zu ziehen, den CAS.

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Dieser kann das Urteil bestätigen, abändern oder sogar komplett aufheben. Die Skyblues erhoffen sich einen unabhängigen Urteilsspruch. "Der Klub ist immer davon ausgegangen, dass er ein unabhängiges Gericht ersuchen muss, das die unwiderlegbaren Beweise unserer Sichtweise beurteilen kann", hieß es von Vereinsseite. Die UEFA trete in den Augen der Citizens als Richter, Jury und Henker auf.

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In der Vergangenheit hatte der CAS bereits einige Urteile der UEFA revidiert. Jüngst wurde eine gegen den FC Chelsea verhängte Transfersperre reduziert. Oft haben diese Verhandlungen viel Zeit in Anspruch genommen, sodass Urteile nach zeitlich hinten verschoben werden musste. Denn eines ist klar: So lange die Skyblues gegen das Urteil vorgehen, wird dieses aufgeschoben.

Internationale Medien spekulieren in diesem Zusammenhang darüber, ob das Team von Trainer Pep Guardiola vielleicht sogar bewusst auf Zeit spielen könnte, um einen Start in der kommenden Saison der Königsklasse zu gewährleisten. Das dürfte nach SPORT1-Informationen aber kaum möglich sein. 

CAS nicht die letzte Instanz

Doch auch wenn der CAS zeitnah eine Entscheidung trifft, muss das nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Wenn das UEFA-Urteil bestätigt wird, ist davon auszugehen, dass die Skyblues vor die nächste Instanz ziehen, in dem Fall das Schweizer Bundesgericht.

Am Ende dieser Kette stünde als oberste Instanz der Europäische Gerichtshof. Wie lange dieser gesamte Prozess dann insgesamt dauern würde, ist Spekulation.