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Ex-Bayern-Trainer Jupp Heynckes spricht über das verlorene "Finale dahoam" gegen den FC Chelsea. Ein Trainer-Comeback schließt der 74-Jährige derweil aus.

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Jupp Heynckes ging mit dem Gewinn des Triples 2013 in die Geschichtsbücher des FC Bayern ein und genießt seitdem Legenden-Status. Dass die bittere Pleite im Champions-League-Finale 2012 einen großen Anteil am späteren Erfolg besaß, daraus machen alle Beteiligten kein Geheimnis.

Anlässlich des Aufeinandertreffens der Bayern mit dem FC Chelsea in der Königsklasse (ab 21 Uhr im Liveticker) seit jenem Finale reflektiert Heynckes das "Finale dahoam".

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"Wir waren die klar bessere Mannschaft, aber wir waren noch nicht so weit. Zwei sichere Elfmeterschützen haben sich da weggeduckt, das war alles symptomatisch", fasst der gebürtige Gladbacher die Heimpleite gegenüber der Frankfurter Rundschau kurz zusammen.

Der FC Bayern hatte das Endspiel in der Allianz Arena in München dominiert, ging in der 83. Minute durch Thomas Müller in Führung. Nach dem Ausgleich von Didier Drogba kurz vor Schluss ging es in die Verlängerung, wo Arjen Robben einen Elfmeter verschoss.

Letztendlich musste das Elfmeterschießen entscheiden. Für den deutschen Rekordmeister gingen Philipp Lahm, Mario Gomez und Torwart Manuel Neuer an den Punkt und trafen, ehe Ivica Olic und Bastian Schweinsteiger an Chelsea-Keeper Petr Cech scheiterten.

Heynckes: "Was ich vorher gemacht habe, war schon grenzwertig"

Trotz der herben Enttäuschung habe es für Heynckes keinen Anlass gegeben, hinzuschmeißen. Im Gegenteil. "Die Mannschaft, Staff, Trainerteam und ich haben wegen des verlorenen Champions-League-Finales eine nie da gewesene Motivation verspürt. Das zeichnet große Spieler aus", zeigt sich der ehemalige Stürmer stolz auf die gezeigte Trotzreaktion.

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Dass seine Person des Öfteren gefordert wird, wenn es beim FC Bayern mal nicht läuft, lässt Heynckes schmunzeln. "Ich finde das lustig, wie die Fans in den sozialen Medien damit spielen. Das ist die eine Seite, die andere, dass ich das auch als Vertrauensbeweis sehe", so der FIFA-Trainer des Jahres 2013.

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Ein mögliches Trainer-Comeback schließt er wegen seines gehobenen Alters allerdings aus: "Jeder, der normal darüber nachdenkt, wird zu dem Entschluss kommen, dass man mit 74 Jahren keine Mannschaft mehr übernehmen soll. Das, was ich vorher gemacht habe, war schon grenzwertig. Ich bin fit. Aber ich möchte auch fit bleiben."