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München - Schock für den FC Bayern: Kingsley Coman verletzt sich gegen Tottenham Hotspur am linken Knie. Die Hinrunde ist für den Franzosen damit gelaufen.

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Schon wieder Kingsley Coman!

Am Mittwochabend erwischte es den in seiner Karriere ohnehin schon von vielen Verletzungen geplagten Franzosen erneut.

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24. Minute im Spiel gegen die Tottenham Hotspur: Coman sprintet nach einem langen Ball am linken Flügel entlang, bevor er bei der Ballannahme ohne Einwirkung eines Gegenspielers unglücklich aufkommt und ihm sowohl das Sprunggelenk als auch das linke Knie wegknicken.

Der 23-Jährige bleibt anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht im Seitenaus liegen, fasst sich an den Oberschenkel und die Kniekehle. Sofort sammeln sich einige Mitspieler wie Joshua Kimmich, Serge Gnabry oder Thiago um Coman.

Gestützt von Vereinsarzt Müller-Wohlfahrt und Physiotherapeut Helmut Erhard humpelt Coman anschließend zur Auswechselbank. Selbst Gäste-Trainer José Mourinho spendet Trost, streicht Coman mitfühlend über den Kopf. Die Sorgen um den Tempodribbler sind groß.

José Mourinho (r.) tröstet Kinglsey Coman
José Mourinho (r.) tröstet Kinglsey Coman © DPA Picture Alliance

Bayern gibt Diagnose bei Coman bekannt

Um kurz nach Mitternacht gab der FC Bayern dann die Diagnose bekannt. "Die Untersuchung am späten Mittwochabend ergab einen Kapseleinriss im linken Knie. Zudem hat sich Coman die Bizepssehne (im Knie, Anm. d. Red.) gezerrt und das Kniegelenk gestaucht. Das Knie wird für einige Zeit mit einer Schiene ruhiggestellt", teilten die Münchner auf ihrer Homepage mit. Eine Ausfallzeit nannte der FCB nicht.

Nach SPORT1-Informationen ist die Hinrunde für den Tempodribbler jedoch gelaufen, Coman wird in den verbleibenden drei Bundesliga-Partien dieses Jahres gegen Bremen, in Freiburg und gegen Wolfsburg nicht mehr auf den Rasen zurückkehren. Die Bänder sind jedoch nicht betroffen.

Im Trainingslager in Katar, das für die Münchner am 4. Januar beginnt, könnte Coman jedoch schon wieder mit dabei sein - wenn auch möglicherweise zunächst mit reduziertem Trainingspensum.

Müller, Neuer und Co. besorgt

Damit ist die Verletzung immerhin nicht so schwer, wie zunächst befürchtet. Bereits am Mittwochabend hatte Bayern-Trainer Hansi Flick SPORT1 bestätigt, dass es sich nicht um einen Kreuzbandriss handele.

Die Diagnose dürfte auch für ein wenig Erleichterung bei Comans Teamkollegen gesorgt haben. Thomas Müller, der in der 27. Minute für Coman in die Partie kam, klang nach dem Spiel noch wenig zuversichtlich. "Wir können nur die Daumen drücken, dass es nicht schlimm ist. Aber es sah nicht super gut aus", sagte er bei Sky.

Auch Manuel Neuer zeigte sich besorgt. "Ich glaube, dass es ihm nicht gut geht, aber ich hoffe das Beste", meinte der Kapitän.

Coman sprach über Karriereende

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte Coman für Aufsehen gesorgt, als er im Zuge seines bereits zweiten Syndesmoserisses darüber gesprochen hatte, bei einer erneuten Verletzung sogar ein vorzeitiges Karriereende in Erwägung zu ziehen.

Im Vereinsmagazin 51 erklärte Coman nun kürzlich: "Ich meinte damals, wenn es mir sofort ein drittes Mal passieren würde. Ich hatte mich gerade zurückgekämpft und gesagt, dass ich mich nicht ein drittes Mal operieren lassen würde. So hatte ich mich in dem Moment einfach gefühlt. Nun ist aber alles wieder in Ordnung."

Wenn man verletzt sei, ergänzte er, "fehlt nichts mehr als der Fußballplatz".

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Coman mit langer Krankenakte

Vor seiner Verletzung hatte Coman im finalen Gruppenspiel der Königsklasse gegen Tottenham in der 14. Minute die 1:0-Führung für die Bayern erzielt, am Ende siegten die Bayern mit 3:1 und gewannen damit als erste deutsche Mannschaft überhaupt alle sechs Vorrundenspiele.

Der ehemalige Juventus-Profi hatte in seiner Karriere bereits mehrere schwere Verletzungen wie zwei Risse des Syndesmosebandes im Jahr 2018 und einen Außenbandriss im Knie erlitten.

In der laufenden Saison kommt Coman bisher auf acht Scorerpunkte in 19 Spielen.