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Der FC Bayern ist in der Offensive von Robert Lewandowski abhängig. Thomas Müller nimmt sich und seine Kollegen in die Pflicht.

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Ladehemmung beim Top-Torjäger vor dem Aufeinandertreffen gegen die Tottenham Hotspur.

Robert Lewandowski hat in dieser Saison bislang fast getroffen, wie er wollte. An den ersten elf Bundesliga-Spielen gelang ihm mindestens ein Treffer. In bislang 21 Pflichtspielen in dieser Saison kommt der 31 Jahre alte Stürmer auf 27 Tore und einen Assist. Seit nunmehr drei Liga-Spielen ist er aber torlos und die Bayern verloren zuletzt zweimal in Folge. Getreu dem Motto: Kein Lewandowski-Tor, keine Party!

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Sind die Bayern zu abhängig von Lewandowski? SPORT1 fragte bei Hansi Flick nach.

Flick gesteht: Kein Ersatz für Lewandowski

"Wir haben in unserem Spielerkader keinen nominellen Ersatz für Lewy", gab der Trainer zu. Flick weiter: "Er ist ein wichtiger Spieler für uns, aber wir sind nicht nur von seinen Toren abhängig. Jeder ist gefragt, sich einzubringen und Tore zu schießen. Wir haben genügend Spieler in den Reihen, die Tore schießen können und auch einspringen dürfen."

Zweifelsohne ist die Offensive der Münchner stark besetzt. Dennoch auffällig, wie sich Lewandowskis Mitspieler in puncto Torausbeute noch zurückhalten. Hinter ihm kommt erstmal lange Zeit gar nichts. Serge Gnabry folgt Lewandowski mit neun, Ivan Perisic mit vier Pflichtspieltreffern. Thomas Müller, Corentin Tolisso, Philippe Coutinho und Kingsley Coman folgen mit je drei Toren.

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Coman allerdings war seit August an keinem Bundesliga-Tor mehr beteiligt. Weder als Torschütze, noch als Vorbereiter. Flick zur Franzosen-Flaute: "Wir hoffen, dass irgendwann der Knoten platzt. Gerne auch heute."

Müller: "Wir anderen müssen Verantwortung übernehmen"

Eine Abhängigkeit von Lewandowski könne man laut Müller "mit Sicherheit feststellen", sofern man die 1:2-Pleiten gegen Leverkusen und Mönchengladbach zugrunde legt. 

Der Ur-Bayer auf SPORT1-Nachfrage deutlich: "In diesen Spielen sind zu wenig andere in die Bresche gesprungen. Wir brauchen seine Tore, darüber brauchen wir nicht reden. Uns würde es natürlich auch guttun, wenn wir noch mehr Spielertypen hätten, die auch wirklich Tore schießen. Wir anderen Offensivspieler müssen Verantwortung übernehmen."

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Müller selbst war vor seinem Treffer gegen die Werkself (1:2) ganze 1359 ohne Bundesliga-Tor. Erst kürzlich erklärte er, dass er sich nicht allein über Tore definiere und die Anforderungen an ihn im zentralen Mittelfeld nun andere seien als in vorderster Front. Dort, wo er mit seiner unorthodoxen Spielweise oft für Torgefahr gesorgt hat. Eine Facette, die dem Bayern-Spiel derzeit fehlt. "Vielleicht muss sich der ein oder andere, ich selbst auch, ein bisschen verändern und mehr in Richtung des Torschützen-Spiels gehen", so Müller.

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Klar ist: Solange der Rekordmeister derart von den Toren Lewandowskis abhängig ist, wird er auch für den Gegner berechenbarer. Getreu dem Motto: Schaltet man Lewandowski aus, ist das schon die halbe Miete.

Mourinho zeigt Verständnis

Sind die Bayern wegen Lewandowski zu ausrechenbar? SPORT1 fragte bei José Mourinho nach.

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"Man hängt immer von seinen besten Spielern ab. Glauben Sie, dass unser Team das gleiche ohne Harry Kane ist? Es ist nicht dasselbe. Das ist die Realität. Wir sind abhängig von ihm. Ich habe Harry Kane zuhause gelassen und erwarte, dass Lewandowski spielt."

Und aus Bayern-Sicht hoffentlich wieder trifft.