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München - Der FC Bayern fährt im letzten Gruppenspiel einen klaren Sieg ein und knackt damit einen Rekord. Die Verletzung von Kingsley Coman macht allerdings Sorgen.

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Rekord aufgestellt, Ergebniskrise überwunden - aber Sorgen um Kingsley Coman: Bayern München ist in der Champions League nach zwei Pleiten in der Bundesliga seine angestrebte "Initialzündung" geglückt.

Mit einem souveränen 3:1 (2:1) gegen Tottenham Hotspur beendete der Rekordmeister als erste deutsche und insgesamt siebte Mannschaft die Vorrunde der Königsklasse mit sechs Siegen in sechs Spielen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Die Münchner sind mit einem Torverhältnis von 24:5 sogar der der beste Gruppensieger aller Zeiten!

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Coman verletzt sich - Flick gibt Entwarnung

Thomas Müller (45.) und Philippe Coutinho (64.) schossen die Bayern nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Ryan Sessegnon (20.) zum Sieg. In der 24. Minute kam es allerdings zum Schockmoment: Das linke Knie von Coman, der zehn Minuten zuvor die Führung der Münchner erzielt hatte (14.), gab bei einem Spurt an die Außenlinie plötzlich nach.

Müller-Wohlfahrt wollte sich nach dem Spiel auf Nachfrage noch keine Diagnose entlocken lassen. Es seien erst noch "weitere Untersuchungen" erforderlich, sagte er nach dem Verlassen des Kabinengangs. Trainer Hansi Flick gab allerdings kurz darauf Entwarnung: Er besätigte SPORT1 , dass der Franzose "keine schwere Verletzung" erlitten habe. Es handele sich nicht um einen Kreuzbandriss.

"Das ist ein großer Schatten, der über diesem Spiel liegt", hatte Flick die Verletzung zuvor unmittelbar nach der Partie bei Sky kommentiert. "Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist." Der FC Bayern muss bereits längerfristig auf Niklas Süle und Lucas Hernández verzichten.

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"Wir haben wieder ein bisschen einen Anflug von Pech gespürt, es aber trotzdem durchgezogen. Natürlich hat Tottenham auch Personal geschont", sagte Müller bei Sky. Comans Verletzung drückte beim Torschützen etwas die Stimmung: "Da können wir nur die Daumen drücken, dass das nicht allzu schlimm ist. Das sah nicht supergut aus." 

Den ausstehenden Bundesligaspielen gegen Werder Bremen, beim SC Freiburg und gegen den VfL Wolfsburg können die Bayern trotz der Ausfälle nun wieder etwas zuversichtlicher entgegen sehen.

Neuer träumt schon vom Finale

Nach der Winterpause, in der sich auch die Zukunft von Flick entscheiden soll, warten auf den Rekordmeister im Achtelfinale der Champions League unter anderem Gegner wie Real Madrid, die SSC Neapel oder der FC Chelsea. (Service: Tabellen der Champions League)

Manuel Neuer dachte nach der Partie aber schon einige Schritte weiter: "Das Finale ist ein Traum von uns." 

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Vom glanzvollen 7:2 im Hinspiel gegen Tottenham waren die Münchner zum Abschluss der Vorrunde weit entfernt. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Doch obwohl sie längst als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifiziert waren, gingen sie ordentlich zur Sache gegen die Mannschaft von José Mourinho, der seinerseits auf Stars wie Harry Kane oder Dele Alli verzichtet hatte.

Auch mehr Treffer wären erneut möglich gewesen. Allerdings war das Spiel der Bayern phasenweise auch geprägt von Unsicherheiten in der Abwehr. "Ich musste heute einige Spieler schonen, weil die Premier League verrückt ist", erklärte Mourinho nach dem Spiel bei Sky. "Eine unglaubliche Belastung. Ich bin nicht unzufrieden mit unserer Leistung."

Lewandowski nur auf der Bank

Flick hatte die Mannschaft nach den beiden Niederlagen gegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach (jeweils 1:2) etwas überraschend auf mehreren Positionen verändert.

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Zunächst nur auf der Bank saß unter anderem Torjäger Robert Lewandowski, ihm leisteten dort zunächst Müller und Leon Goretzka Gesellschaft. Ivan Perisic versuchte sich bis zur Auswechslung von Coman als zentraler Angreifer, der auffällig agierende Coutinho und Thiago besetzten die Mittelfeldpositionen.

Nach vorne spielten die Münchner vor allem in der ersten Halbzeit gefällig, sie hätten angesichts von Treffern von Gnabry und Coutinho an Pfosten und Latte auch noch höher führen können.

Eine Problemzone bleibt freilich die Abwehr: Vor dem Ausgleich der Spurs etwa gingen die Bayern nicht kompromisslos genug zu Werke, Jerome Boateng fälschte zudem den Passversuch von Giovanni Lo Celso unglücklich auf Torschütze Sessegnon ab. Bei den wenigen Kontern gegen die schnellen Angreifer der Engländer sahen die Münchner wiederholt unsortiert aus.