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Nationalspieler Niklas Süle fühlt sich beim FC Bayern sichtlich wohl. Trotzdem träumt der Innenverteidiger von einer Karriere in einer anderen Liga.

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Für den FC Bayern steht am Dienstagabend in der Champions League die erste große Hürde an.

Die Münchner sind beim Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur gefordert (Champions League: Tottenham Hotspur - FC Bayern München ab 21 Uhr im LIVETICKER). Mit Harry Kane haben die Londoner einen der besten Mittelstürmer der Welt in ihren Reihen. Keine einfache Aufgabe für die Bayern-Verteidigung.

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Das weiß auch Niklas Süle, der dem Duell allerdings optimistisch entgegenblickt. Der Grund: Kane hat eher eine bullige Statur - ein Spielertyp, der Süle entgegenkommt. "Ich spiele lieber gegen Spieler mit meiner Statur, das merke ich auch bei uns im Training. Wenn kleine, wendige Spieler wie Philippe Coutinho ihre Haken schlagen, ist das für jemanden mit meinem Körperschwerpunkt nicht so einfach", erklärte Süle bei DAZN und Spox.

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Süle: "Sonst bis du der Depp"

Letztlich sei es aber egal, gegen wen man spiele, so der 24-Jährige. "Als Verteidiger musst du immer den Ball gewinnen – sonst bist du halt der Depp."

Unter Niko Kovac ist der Frankfurter in der Innenverteidigung meist gesetzt. "Am dankbarsten" sei er jedoch einem anderen Coach: Markus Gisdol, der Süle bei der TSG Hoffenheim trainierte. "Er hat mir mit 17 Jahren die Chance gegeben, in der Bundesliga gegen Dortmund und in den Relegationsspielen zu spielen. Das war nicht selbstverständlich", erzählte Süle.

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Im Mai 2013 feierte er sein Bundesliga-Debüt gegen den Hamburger SV. Von seiner Aufstellung habe er erst am Spieltag selbst erfahren, erinnerte sich der Nationalspieler. "Danach bin ich direkt in mein Zimmer gerannt und habe meine Eltern angerufen. Eigentlich bin ich ja eher ein ruhiger, entspannter Typ, aber da hatte ich schon leichte Zitteranfälle. Das war mit das schönste Gefühl meines Lebens."

Süle träumt von Premier League

Und noch von einem weiteren ehemaligen Hoffenheim-Trainer sprach Süle in den höchsten Tönen: Julian Nagelsmann. "Julians Ausstrahlung war und ist bemerkenswert, insbesondere für sein Alter. Durch sein Auftreten und sein Alter hatte man damals das Gefühl, er könne auch ein Mitspieler sein." Er sei immer ehrlich im Umgang mit den Spielern gewesen und habe das Spiel mit den Medien beherrscht. 

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Und weiter: "Sein Fußballsachverstand ist beeindruckend. Ich habe sehr, sehr viel von ihm gelernt. Es war eine sehr schöne Zusammenarbeit – und im Fußball trifft man sich ja immer zweimal."

Zwei Jahre liegt Süles Wechsel zu den Bayern nun zurück. Doch sein Weg wäre beinahe ein anderer geworden. "Es war eine Überlegung, in die Premier League zu gehen. Das ist eine der Ligen, in denen ich unbedingt mal spielen will. Zu dem Zeitpunkt habe ich den Wechsel nach München aber als besten Schritt gesehen." Schon im April hatte SPORT1 berichtet, dass Manchester United Süle auf dem Zettel hat.

In der Gegenwart spielt das aber noch keine Rolle. Wie man sehe, sei er sehr glücklich beim FC Bayern, so Süle. Nicht nur, weil er sich durchgesetzt habe, "sondern auch, weil der Verein, die Fans und alle Mitarbeiter super sind."