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London - Als Manuel Neuer hart kritisiert wurde, hielt Hugo Lloris zu ihm. Jetzt ist Neuer wieder in Bestform und freut sich auf das Wiedersehen. Wer ist besser in Form?

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Hugo Lloris hat Recht behalten.

"Für mich ist er einfach der Beste. An Neuer gibt es keine Zweifel. Er ist so ein fantastischer Spieler. Er wird das in der Zukunft wieder beweisen“, sagte der 111-fache französische Nationaltorwart von den Tottenham Hotspur über Manuel Neuer im SPORT1-Interview. Das war vor einem Jahr, im Oktober 2018.

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Lloris stärkte Neuer damals in einer Phase, in welcher diesem massiv Kritik entgegenschlug. Deutschland hatte sich bei der WM in Russland blamiert und kam auch in der Nations League nicht in Gang. Neuer (90 Länderspiele) war zu dieser Zeit bei den Bayern am schwächeln und sah auch gegen die Niederlande (0:3) nicht gut aus.

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Einige, darunter auch Rekordnationalspieler und Bayern-Legende Lothar Matthäus, forderten bereits die Wachablösung durch Marc-André ter Stegen. Nicht so Lloris.

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Neuer hat hohe Meinung von Lloris

"Ich freue mich, ihn wiederzutreffen", sagt Neuer. "Ich mag ihn sehr. Er ist ein guter Typ und wir kommen gut miteinander aus. Ich finde ihn auch als Torwart sehr gut. Er ist schon herausragend", schwärmt der gebürtige Gelsenkirchener, der sich aber eine kleine, freundschaftlich gemeinte Spitze nicht verkneifen kann. "Ich hoffe, dass er Dienstag nicht seine beste Leistung zeigen kann."

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Für zumindest 90 Minuten werden im Tottenham Hotspur Stadium aus geschätzten Kollegen Rivalen. Es kommt zum Duell zweier Weltmeister.

Während Neuer mit den Bayern in allen Wettbewerben auf Kurs ist, hinken die Londoner hinterher. In der Liga nur auf Platz fünf und schon zehn Punkte hinter Spitzenreiter Liverpool. Zum Auftakt in der Königsklasse kamen die Spurs als Vorjahres-Finalist nur zu einem 2:2 bei Olympiakos Piräus. Im Pokal schied man bei Viertligist Colchester United aus. Gegen die Münchner muss die Elf von Trainer Mauricio Pochettino gewinnen, um den Anschluss zu halten. Bayern-Trainer Niko Kovac gab mindestens einen Punkt als Ziel aus.

Was zeichnet beide aus?

Neuer und Lloris eint, dass sie in dieser Saison jeweils neunmal hinter sich greifen mussten. Neuer hat aber bereits neun Pflichtspiele bestritten, Lloris sieben.

Ausbaufähig sind ihre Bilanzen in puncto abgewehrter Großchancen. Neuer vereitelte nur eine von sechs (17 Prozent), Lloris zumindest zwei von zehn (20 Prozent). Zum Vergleich: Zack Steffen von Fortuna Düsseldorf entschärfte 13 von 22 (59 Prozent).

Vorteil Neuer: Er blieb schon dreimal ohne Gegentor, Loris nur beim 4:0 gegen Crystal Palace am 5. Spieltag.

Vorteil Lloris: Er wehrte diese Saison bislang 79 Prozent aller Schüsse auf sein Tor ab, Neuer 68 Prozent.

Stark allerdings, dass Neuer mit 3:0 in Sachen "Erfolgreiches Herauslaufen zum Klären einer brenzligen Situation" gegenüber seinem Kontrahenten in Führung liegt – ohnehin eine Stärke des Münchners.

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Wer ist besser in Form?

SPORT1 fragte bei Kovac nach. "Wenn man bei Bayern oder Tottenham spielt, bekommt man nicht allzu viel zu tun, aber wenn man was aufs Tor bekommt, dann muss die Parade sitzen. Das machen im Moment beide Torhüter", sagt der Kroate und ergänzt:

"Ich kann für Manuel sprechen: Er macht es sehr gut, ist ein sehr starker Rückhalt. Bei dieser Kulisse werden beide Torhüter einen guten Tag haben müssen."