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München - Für den FC Bayern ist die Champions-League-Saison vorbei. Ein Aussetzer von Manuel Neuer bringt den FCB auf die Verliererstraße. Niko Kovac zollt Liverpool Respekt.

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Manuel Neuer patzt, die Bayern sind raus: Nach einem verhängnisvollen Aussetzer von Jubilar Neuer ist Bayern München erstmals seit acht Jahren wieder im Achtelfinale der Champions League gescheitert.

Im Trainerduell zwischen Niko Kovac und Jürgen Klopp behielt der FC Liverpool nach einem umkämpften, aber nicht rauschhaften Abend durch ein 3:1 (1:1) die Oberhand, was nach dem 0:0 in Hinspiel reichte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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"Wir haben es nicht geschafft uns frei zu spielen und Robert Lewandowski einzusetzen. Wir hatten nicht unseren besten Tag. Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen", konstatierte Kovac bei Sky.

Erstmals seit 2006 steht damit keine deutsche Mannschaft in der Runde der letzten Acht der Königsklasse. Die Münchner schieden wie vor 38 Jahren gegen die Reds aus und müssen bei der Auslosung des Viertelfinals am Freitag zuschauen.

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Der nach Sperre zurückgekehrte Reds-Abwehrchef Virgil van Dijk (69.) erzielte per Kopf den Treffer, von dem sich der FC Bayern nicht mehr erholte. 

Neuer patzt bei CL-Jubiläum

Auch wegen Neuer, der zum 100. Mal in der Königsklasse spielte, gerieten die Münchner in der 26. Minute in Zugzwang, als Sadio Mane (26.) einen Kollektivfehler des Torwarts und von Rafinha bestrafte und cool einschoss.

"Ich wollte Mane stellen, aber er hat es super gemacht. Ich wollte die Innenlinie, dann hat er die Körpertäuschung gemacht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es den Ball so weltklasse mitnimmt", erklärte Neuer die Situation aus seiner Sicht.

Der Ex-Schalker Joel Matip (39.) brachte den deutschen Rekordmeister per Eigentor wieder ins Spiel, als er eine Flanke von Serge Gnabry ablenkte. Erneut Mane gegen am Ende desolate Bayern (84.) machte letztlich alles klar. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Die Bayern kontrollierten vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw nur anfangs das herausragende Offensivtrio der Reds mit Mane, Mo Salah und Roberto Firmino.

Im Offensivspiel ließen sie fast über die kompletten 90 Minuten den nötigen Esprit vermissen. Auch James und Torjäger Robert Lewandowski kamen im Alles-oder-Nichts-Spiel nicht entscheidend auf Touren.

Bayern mit kontrollierter Offensive

Wer ein Spektakel gleich mit Anpfiff erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Bayern bemühten sich um eine kontrollierte Offensive, zumal Trainer Kovac ohnehin angekündigt hatte: "Man wird nicht erwarten können, dass wir die Maske abreißen und Holla, die Waldfee nach vorn rennen."

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So dauerte es gut zehn Minuten, bis sich für Lewandowski im Zweikampf mit van Dijk die erste Gelegenheit auftat, er gegen den robusten Niederländer aber nicht zum Abschluss kam. Zuvor hatte Thiago (9.) drüber gezielt. Ansonsten war da erstmal wenig Produktives.

Die Reds begannen recht forsch, versuchten den Bayern schon in deren Hälfte Raum und Zeit zu nehmen. Insbesondere setzten sie Rechtsverteidiger Rafinha, den Vertreter des gesperrten Joshua Kimmich, unter Druck.

Sie mussten jedoch schon in der 13. Minute ihren Kapitän Jordan Henderson wegen einer Fußverletzung austauschen.

Liverpool mit erstem Auswärtssieg

Liverpool, das in dieser Saison bisher alle Auswärtsspiele in der Königsklasse verloren hatte, wurde bei einem Distanzschuss von Firmino (25.) erstmals torgefährlich. 

Dann aber lief Neuer unnötigerweise aus seinem Tor, nachdem Rafinha nach einem langen Ball von van Dijk im Zweikampf nicht eng genug an Mane heranrückte - das 0:1 war die Folge.

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Die Münchner schafften es zumeist nicht, druckvoll nach vorne zu spielen, es fehlte an Tempo im Kombinationsspiel und auch an Mut zum Risiko. Liverpool stattdessen hatte nach der Führung einige der gefürchteten Umschaltaktionen.

Eine Schrecksekunde war kurz nach dem Wechsel der Schuss von Salah (50.), den Neuer aber parierte. Dem Bayern-Spiel mangelte es weiter an echter Überzeugung, manches wirkte regelrecht gehemmt.

Die Liverpooler Brust wurde dagegen von Minute zu Minute breiter - die weiteren Tore waren die logische Folge.