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Liverpool - Vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Liverpool bangt der FC Bayern um einige Schlüsselspieler. Nicht nur deshalb rückt Robert Lewandowski in den Fokus.

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Schnuller-Alarm bei den Bayern!

In der Nacht zu Montag ist Franck Ribery zum fünften Mal Vater geworden. Deshalb reiste der 35-jährige Franzose am Montagmittag auch nicht mit der Mannschaft nach Liverpool, blieb stattdessen bei seiner Frau Wahiba in München.

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Am Nachmittag saß Ribery dann aber trotz Übermüdung im Flieger Richtung Liverpool, um seine Bayern im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Liverpool zu verstärken. (Champions-League-Achtelfinale: FC Liverpool - FC Bayern Di., ab 21 Uhr im LIVETICKERalle Infos dazu auch ab 20.30 Uhr im Fantalk im TV auf SPORT1)

"Jeder versteht das. Es ist eine besondere Situation und ein besonderes Gefühl", sagte Robert Lewandowski im Gespräch mit SPORT1 zum bis dato nicht mitgereisten Flügelspieler. Der Stürmer freute sich aber aus gutem Grund über die Nachreise des Routiniers, denn Lewandowski erhofft sich einen Schnuller-Effekt bei Ribery. "Ich hoffe, dass er dadurch noch mehr Power bekommt."

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X-Faktor Lewandowski gegen Liverpool

Das Baby-Comeback von Ribery wäre auch für Lewandowski enorm wichtig - denn vom Polen wird eine Topleistung nötig sein. Mehr Power bei Ribery bedeutet mehr Power im Bayern-Spiel, Liverpool könnte sich weniger auf den Ausnahmestürmer fokussieren.

"Meine Vorfreude ist sehr groß. Die Champions League ist immer etwas Besonderes", sagte der 30-Jährige. Die Chance auf ein Weiterkommen schätzte er im SPORT1-Gespräch auf "50:50" ein.

Lewandowski weiß auch, dass er unter ganz besonderer Beobachtung steht. Oftmals hallt ihm der Vorwurf nach, dass er in vermeintlichen Topspielen untertauche.

Kampf gegen den schlechten Ruf

Er selbst will dieses Thema nicht zu einem machen, sondern Leistung sprechen lassen. Wirkte vor der Abreise auch gelöst und voller Vorfreude. "Wichtiger ist, dass wir als Mannschaft gut spielen. Aber klar, ich will auch gut spielen und der Mannschaft helfen", sagte Lewandowski dazu und fügte hinzu: "Jedes Tor ist wichtig in der Champions League."

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Dass Tore fallen, da ist sich Kovac übrigens sicher. "Es wird kein 0:0 geben. Das kann ich mir nicht vorstellen", prognostizierte der Bayern-Trainer für das Hinspiel.

Aus Bayern-Sicht hätte Lewandowski gewiss nichts dagegen. Bislang traf der Pole in der laufenden Champions-League-Saison in sechs Spielen bereits acht Mal. Eine Wahnsinnsquote, die er in Liverpool ausbauen will.

Vielleicht sogar mit Hilfe der Baby-Power von Ribery. Denn wie wichtig die Nachreise des Routiniers ist, zeigt sich beim Blick auf den Kader.

Boateng fraglich, Coman angeschlagen

In München blieben nicht nur die sich in Reha befindenden Corentin Tolisso und Arjen Robben. Auch Jerome Boateng musste kurzfristig wegen eines Magen-Darm-Infekts passen. Ob er nachkommt, entscheidet sich erst am Dienstag, denn noch ist der Infekt des Innenverteidigers ansteckend.

Thomas Müller fehlt bekanntlich wegen einer Rotsperre, ist aber mitgereist und unterstützt die Mannschaft. Einen Einsatz von Ribery ließ sich Niko Kovac noch offen.

Mit dabei ist dafür Kingsley Coman. Sein Fitnesszustand ist jedoch ungewiss. Kurz vor Abpfiff in Augsburg (3:2) verletzte sich der Franzose erneut an seinem ohnehin sensiblen linken Sprunggelenk.

MRT-Untersuchungen ergaben, dass es kein Riss war, jedoch konnte Coman auch am Sonntag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und trainierte nur individuell. Dafür nahm er am Montagabend am Abschlusstraining in Anfield teil, der Heimspielstätte des FC Liverpool - und hinterließ einen guten Eindruck.

"Er muss absolut schmerzfrei sein, dann ist er bereit. Wir sind optimistisch, dass ihn die Ärzte hinbekommen und wir ihn in der Form sehen, wie wir ihn in den letzten Wochen gesehen haben", sagte Kovac.

Als echten Backup auf dem Flügel sind derzeit nur Alphonso Davies und Woo-yeong Jeong aus der U23 im Kader.

Umso wichtiger wäre Papa Ribery.